Sylvester Groth

Akteur, Stimme

Sylvester Groth ist ein deutscher Schauspieler. Vor seiner Filmkarriere war er als Theaterdarsteller bekannt. Zu seinen bekannteren Filmen gehören Frank Beyers DEFA-Streifen "Der Aufenthalt", Dani Levys "Mein Führer" sowie Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds".

Sylvester Groth, 1958 in Jerichow geboren, absolvierte zunächst eine Lehre als Elektriker, ehe er an der Staatlichen Schauspielschule Berlin (später: Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) studierte. Nach seinem Abschluss begann er am Staatstheater Schwerin und am Staatsschauspiel Dresden eine Theaterlaufbahn, die ihn an die wichtigsten deutschsprachigen Bühnen führte – darunter das Deutsche Theater in Berlin, das Münchner Residenztheater, das Hamburger Schauspielhaus, die Münchner Kammerspiele, das Wiener Burgtheater, das Schauspielhaus Zürich und die Berliner Schaubühne. Dabei arbeitete er mit renommierten Regisseuren wie Peter Zadek, Klaus-Michael Grüber, Andrea Breth und Robert Wilson.

Parallel zu seiner Theaterkarriere stand Sylvester Groth auch für diverse Kinofilme vorder Kamera. Bereits 1983 wurde er in der DDR bekannt durch die Hauptrolle in Frank Beyers Hermann-Kant-Adaption Der Aufenthalt, für die er beim Nationalen Spielfilmfestival der DDR den Nachwuchsdarstellerpreis gewann. Seither war er unter anderem in Joseph Vilsmaiers Kriegsdrama Stalingrad (1992) und Ottokar Runzes Der Vulkan (1999) zu sehen – sowie als verliebter Dichter Clemens Brentano in Dagmar Knöpfels Requiem für eine Romantische Frau (1998). Für seine Darstellung von Joseph Goebbels in Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (2007) von Dani Levy erhielt Sylvester Groth den Deutschen Kritikerpreis.

Für Quentin Tarantinos neuen Film Inglorious Basterds (2009) stand er erneut als Goebbels vor der Kamera. Im Kino sah man ihn zuletzt in der Rolle des legendären Theaterregisseurs Boreslaw Barlog in Kai Wessels Biopic Hilde (2008). Darüber hinaus wirkte Groth immer wieder in herausragenden Fernsehproduktionen mit. Zu nennen wären hier etwa Dominik Grafs Reise nach Weimar (1996), Max Färberböcks Jenseits (2001), Kaspar Heidelbachs Das Wunder von Lengede (2003) (für den er mit der Goldenen Kamera geehrt wurde), Uwe Jansons Lulu (2006) und Adolf Winkelmanns Contergan (2007). Für seine Verkörperung eines berechnenden Stasi-Agenten in Romeo (2000) von Hermine Huntgeburth wurde er 2002 mit dem Adolf-Grimme- Preis ausgezeichnet.

Sylvester Groth ist als Sprecher auch immer wieder an Hörspielen und Hörbüchern beteiligt.

Quellen

Presseheft zu Whisky mit Wodka

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