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Rashomon – Das Lustwäldchen

羅生門

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7.46
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1950-08-25
Laufzeit:
88 Minuten
Sprachen (im Original):
Japanisch
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Ein Mann ist tot. Wer war es: der Ehemann, die Ehefrau oder der Bandit...? Bahnbrechender Episodenfilm über die vielfältigen Gesichter der Wahrheit.

Handlung

Ein heftiger Wolkenbruch überrascht drei Menschen aus unterschiedlichsten Schichten. Sie alle suchen unter dem halb verfallenen Dach einer Tempelruine Schutz vor den Wassermassen. Ein Priester (Minoru Chiaki), ein Holzfäller (Takashi Shimura) und ein Knecht (Kichijiro Ueda). Sowohl der Holzfäller als auch der Priester machen einen sehr bedrückten Eindruck auf den zuletzt eingetroffenen Knecht. Es stellt sich heraus, dass beide Zeuge eines Verbrechens waren, welches sich vor drei Tagen ereignete. Und beide sind sich noch immer nicht klar darüber, wie das Verbrechen begangen wurde, denn es gibt völlig unterschiedliche Versionen über das Geschehene, die sich widersprechen.

Fest steht nur, dass in dem Wald der Dämonen (Rashomon) ein Samurai (Masayuki Mori) mit einem Schwert getötet wurde. In der Nähe der Leiche fand man den Hut seiner Frau Masako (Machiko Kyô) und einen Beutel. Das Paar ist mit einem Pferd unterwegs gewesen und traf während ihrer Reise auf den berüchtigten Straßenräuber Tajomaru (Toshirô Mifune).

Es stellt sich heraus, dass der Holzfäller die erste Person am Tatort war und so schnell er konnte, in die Stadt rannte, um Hilfe zu holen. Der Priester war die letzte Person, die das Ehepaar traf, bevor das Verbrechen begangen wurde. Er sah sie vergnügt ihren Weg entlanglaufen. Sie auf hohem Ross, ihr Mann zu Fuß nebenher.

Vor einem imaginären Gericht kommen alle Zeugen zusammen und versuchen, den Fall aufzuklären. Nachdem der Holzfäller und der Priester ihre Aussagen abgaben, wird der Bandit Tajomaru vorgeladen, um seine Aussage zu treffen.

Der Bandit

Seiner Version zu Folge, habe er entspannt unter einem Baum gelegen, als das Paar an ihm vorüber kam. Durch einen Windhauch hob sich der Schleier der Frau, so dass er einen Blick auf ihr wunderschönes Gesicht werfen konnte. Daraufhin habe er sich entschlossen, diese Frau zu besitzen. Durch einen Vorwand habe er den Samurai in den Wald hineingelockt,um ihn dort zu überwältigen und fesseln. Mit der Frau sei er zu ihm zurückgekehrt, um sie vor dessen Augen zu vergewaltigen. Doch sie hätte sich ihm freiwillig hingegeben und dann vor Scham von ihm verlangt, ihren Ehemann zu töten, da sie es nicht ertragen könne, zwei Männer zu haben. In einem erbarmungslosen und schwierigen Kampf hätte er es letztendlich geschafft, den Samurai zu töten. Die Frau jedoch sei ihm in den Wald entschwunden.

Die Frau

Der Holzfäller behauptet gegenüber dem Priester und dem Knecht, dass diese Geschichte nicht wahr sei. Und auch die Geschichte, die die Frau des Samurai vor Gericht erzählte sei nicht wahr.

Diese behauptete, sie habe nachdem sie vergewaltigt wurde ihren Mann befreien und um Vergebung bitten wollen. Dieser habe sie jedoch nur mit einem grenzenlosen Blick der Verachtung angesehen. Vor Gericht erzählt sie, wie sie noch mit dem Dolch in der Hand ohnmächtig wurde und als sie wieder erwachte, habe der Dolch in der Brust ihres Ehemanns gesteckt. Der Tod ihres Mannes sei also ein Unfall gewesen.

Doch auch dies sei eine Lüge, behauptet daraufhin der Holzfäller.

Der Samurai

Als nächstes wird der getötete Samurai vor das Gericht befohlen. Mit Hilfe eines Mediums, bekommt er Gehör. Er berichtet, dass nachdem seine Frau vergewaltigt wurde, der Bandit sie fragte, ob sie mit ihm gehen wolle. Sie akzeptierte dieses Angebot, wollte jedoch dass ihr Ehemann getötet wurde. Sonst könne sie nie seine Frau werden. Tajomaru der Bandit sei über diese kalte Entscheidung so geschockt gewesen, dass er dem Samurai die Wahl ließ: Entweder er lässt die Frau gehen oder er tötet sie. Bevor der Samurai sich entscheiden konnte, sei seiner Frau die Flucht gelungen und er sei vom Bandit befreit worden. Dann habe er sich mit dem Dolch ob der Schande selbst getötet. Und im Sterben habe er noch gespürt, wie ihm jemand den Dolch aus dem Leib zog.

Der Holzfäller

Zu guter Letzt bekennt sich der Holzfäller dazu, dass er den Überfall von Anfang an beobachten konnte. Um angeblich nicht in den Fall verwickelt zu werden, habe er bisher geschwiegen. Doch aus einem Versteck heraus habe er beobachtet, wie sich alles zugetragen habe. Der Version des Holzfällers zu Folge habe der Bandit nach der Vergewaltigung die Frau darum gebeten, ihn zu heiraten. Sie fing an zu weinen und es gelang ihr ihren Ehemann von den Fesseln zu befreien. Dieser wollte jedoch nicht für sie kämpfen. Daraufhin wurde die Frau wütend und brachte die beiden Männer doch noch dazu, gegeneinander anzutreten. In der Schilderung des Holzfällers jedoch kämpften weitaus weniger geschickt. Dem Banditen sei es dann gelungen, sein Schwert in die Brust des am Boden liegenden Samurais zu stemmen. Die Frau jedoch sei schon über alle Berge gewesen.

Das Findelkind

Plötzlich wird die Erzählung des Holzfällers von einem Babygeschrei unterbrochen. Der Priester, der Knescht und der Holzfäller blicken sich in der Tempelruine um und finden ein Findelkind. Der Knecht greift sofort nach den wertvollen Kleidern, in die das Kind gehüllt war. Der Holzfäller will ihn zu Rede stellen, doch der Knecht bezichtigt ihn als den Lügner der Geschichte. Alle Menschen seien selbstsüchtig und würden nur an sich denken, er habe den Holzfäller durchschaut, denn dieser habe den wertvollen Dolch des Samurais gestohlen. Daraufhin entschwindet er mit den Kleidern.

Der Holzfäller schafft es den Priester von seinem guten Willen zu überzeugen, indem er das Findelkind aufnehmen möchte. Zu Hause habe er schon sechs Kinder großzuziehen, da komme es auf eines mehr auch nicht an. In der letzten Einstellung sieht man ihn mit dem Kind in den Armen nach Hause gehen. Der Regen hat aufgehört.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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