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Ol' Man River - Mächtiger Mississippi

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2005-01-01
Laufzeit:
91 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch, Französisch
Produktionsfirmen:
-
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Es ist kaum zu glauben, dass es bisher noch keine große Naturdokumentation über den Mississippi gab. Filmemacher Michael Schlamberger und Steve Nicholls unternehmen eine Zeitreise von der Mündung des gigantischen Flusses in den Golf von Mexiko bis zu seinem Quellgebiet im Lake Itasca in Minnesota.

Die Geschichte der Entdeckung beginnt im Süden, wo die gigantischen Wassermassen des Mississippi eine einzigartige Sumpflandschaft geformt haben – das Delta. Sümpfe und Urwälder, bewohnt von Indianern, bevölkert von Alligatoren, Schlangen, Opossums, Pelikanen und Bibern. Das war das Land, das der spanische Konquistador Hernando de Soto vorfand, als er als erster Europäer am 8. Mai 1541 auf den Mississippi stieß. Rund 40 Jahre vor der Gründung der Deltametropole New Orleans erreichten die ersten französischen Entdecker Mitte des 17. Jahrhunderts die Region. Sie nahmen alle Gebiete um den Mississippi für die französische Krone in Besitz und nannten das Territorium “La Louisiane” nach dem Sonnenkönig Ludwig XIV. Als die Franzosen ins Mississippi-Tal vordrangen, wimmelte es hier von Bibern. Der Handel mit Fellen war so erfolgreich, dass der Biberpelz zu einer anerkannten Währungseinheit wurde. Als der Handel immer mehr an Bedeutung gewann, verschlechterten sich die Beziehungen zu den Ureinwohnern. Im Jahr 1729 erhoben sich die Natchez-Indianer und griffen das französische Fort Rosalie an. Sie wurden vernichtend geschlagen. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts hatte noch niemand den Missouri, den größten Zubringer des Mississippi erforscht. Erst im Jahr 1804 machte sich die erste große Expedition auf. Präsident Thomas Jefferson hatte kurz zuvor das riesige Louisiana von Frankreich erworben. Dieser Ankauf hatte die Fläche der USA um mehr als das Doppelte vergrößert. Jefferson beauftragte Meriwether Lewis und William Clark, den gesamten Missouri zu erforschen. Sie machten atemberaubende Entdeckungen: die Weite der Prärie mit ihrer faszinierenden Tierwelt, die Badlands, die Rocky Mountains und schließlich die Pazifikküste. Fast zeitgleich mit der Missouri-Expedition versuchte Zebulon Montgomery Pike, zur Quelle des Mississippi vorzudringen. Nachdem er den Großteil seiner Männer verloren hatte, erreichte er den Leech Lake, den er für die Quelle hielt. Wäre er dem mäandrierenden Fluss weiter gefolgt, hätte er die Quelle erreicht, den Lake Itasca im nördlichen Minnesota. Nach Zebulon Pike dauerte es fast 30 Jahre, bis jemand versuchte, die Quelle des “Ol’ Man River” zu finden. Henry Rowe Schoolcraft stützte sich auf die Hilfe der Indianer und entdeckte 1832 den wahren Ursprung. Heute ist der Strom eine stark befahrene Wasserstraße, auf der gigantische Mengen Fracht durch das Herz Nordamerikas verschifft werden. Sogar Supertanker können problemlos ans Festland fahren. An den Ufern des “Ol’ Man River” wuchsen Großstädte wie New Orleans, Memphis oder St. Louis heran. Der “Ol’ Man River” hat über die gesamte Fließstrecke und über die Jahrhunderte hinweg immer wieder seinen Charakter verändert: Für die ersten Entdecker war er ein ungezähmter Fluss, im 19. Jahrhundert ein Tummelplatz für Raddampfer, heute ist er eine industrialisierte Wasserstraße. Dennoch ist es auch im 21. Jahrhundert noch möglich, in die Vergangenheit zu reisen. Denn die meisten Tiere, denen die frühen Entdecker begegneten, leben auch heute noch am Fluss, wenn auch längst nicht mehr so zahlreich. Ohne das riesige Flusssystem des Mississippi und des Missouri gäbe es die USA von heute nicht. Die beiden großen Flüsse Nordamerikas sind noch immer reich an Natur- und Kulturschätzen, und der “Ol’ Man River” wird immer eine Lebensader der Kultur und Natur Amerikas sein.

arte

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