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Esmas Geheimnis – Grbavica

Grbavica

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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2006-02-12
Laufzeit:
90 Minuten
Sprachen (im Original):
Bosnisch
Produktionsfirmen:
Offizielle Website:
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    Esmas Geheimnis – Grbavica
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Anhand eines Mutter-Tochter-Konfliktes erzählt Jasmila Žbanićs in ihrem ergreifenden Spielfilmdebut, dass Zukunft im heutigen Bosnien-Herzogowina nur durch die Überwindung der traumatischen Kriegsvergangenheit möglich ist. Der Berlinale-Gewinner 2006 greift als erster Spielfilm das schwierige Thema der Massenvergewaltigung zu Kriegszeiten auf.

Handlung

Esma und Sara

Die alleinerziehende Mutter Esma (Mirjana Karanović) lebt gemeinsam mit ihrer zwölfjährigen Tochter Sara (Luna Mijović) im Sarajevoer Stadtteil Grbavica. Während des Krieges war Grbavica von bosnisch-serbischen Truppen besetzt, die das überwiegend von bosnischen Moslems bewohnte Viertel zu einem Kriegslager umfunktionierten. Der Krieg ist vorbei, aber nicht vergessen. Esma gehört zu den zahlreichen Opfern, die im Krieg von Soldaten vergewaltigt wurden. Ihre geliebte Tochter ist aus einem solchen gewaltsamen Akt entstanden. Sara läßt sie aber in dem Glauben, dass ihr Vater ein gefallener Kriegsheld sei. Esma leidet unter den verdrängten Erinnerungen. Kann aber selbst bei gelegentlichen therapeutischen Gruppensitzungen nicht über die Vergangenheit reden.

Sara möchte mit ihrer Schulklasse in Kürze einen Ausflug unternehmen. Um das nötige Geld aufzutreiben, nimmt ihre Mutter einen Job als Kellnerin in einem Nachtclub an. Dort lernt sie den Bodyguard Pelda (Leon Lučev) kennen und zwischen ihnen entspinnt sich eine zurückhaltende Romanze. Sara freundet sich mit ihrem Klassenkameraden Samir (Kenan Catic) an. Auch er hat seinen Vater im Krieg verloren. Nachdem Samir sich darüber wundert, dass seine Freundin kaum etwas über die Heldentaten ihres Vater weiß, fragt Sara erneut Esma über ihren Vater aus. Die Mutter weicht den Fragen aus.

Der Knoten platzt

Als von Seiten der Schule angeboten wird, dass die Kinder von Kriegshelden kostenfrei an dem Schulausflug teilnehmen dürfen, gerät Esma erneut unter Druck. Sie erklärt ihrer Tochter, dass es schwierig ist, eine Bescheinigung zu bekommen, da der Leichnam ihres Vaters nie gefunden wurde. Sie werde aber aufs Amt gehen. In Wirklichkeit versucht sie das nötige Geld von Freunden und Bekannten zu leihen.

Sara bleibt misstrauisch. Als sie auf der Liste für den Ausflug liest, dass sie nicht als Tochter eines Kriegshelden angemeldet wurde, eskaliert die Situation. Mit einer Pistole bedroht das zwölfjährige Mädchen ihre Mutter, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Esma bricht zusammen und klärt Sara in einem emotionalen Ausbruch über die wahren Hintergründe ihrer Zeugung auf. Der Gefühlsausbruch bewirkt, dass Esma auch bei der Gruppentherapie über ihre bisher nicht überwundene Vergangenheit sprechen kann. Schließlich ist selbst Sara über die schockierende Ehrlichkeit ihrer Mutter froh. Es ist Platz für einen Neuanfang geschaffen. Am Ende singt Sara gemeinsam mit ihrer Schulklasse im Bus einen multiethnischen Hit aus den 1970er-Jahren Sarajevo, meine Liebe.

Weiterführende Informationen

Weitere Infromationen im Internet

Quellen

  • Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung als PDF-Dokument
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