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Geraubte Küsse

Baisers volés

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(501 Stimmen)
7.16
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1968-08-14
Laufzeit:
96 Minuten
Sprachen (im Original):
Französisch
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Fortsetzung des mit "Les 400 coups" begonnenen Antoine-Doinel-Zyklus von François Truffaut: Antoine (Jean-Pierre Léaud) will einer endgültigen Fixierung auf seine Freundin Christine Darbon (Claude Jade) entfliehen und verliebt sich in Madame Tabard (Delphine Seyrig). Doch Christine, ihrerseits verfolgt, bleibt hartnäckig. Truffauts charmantester Film ist der Kultfilm des Jahres 1968.

Gewidmet ist der dritte Teil des Antoine-Doinel-Zyklus, der 1968 nach Sie küssten und sie schlugen ihn und der Episode Antoine und Colette aus dem Omnibusfilm “Liebe mit zwanzig” erscheint, Henri Langlois, dem Leiter der Cinématèque française. Langlois wurde während der Dreharbeiten durch den Kulturminister André Malraux seines Amtes enthoben, was infolgedessen zu heftigen Protesten führte, bei denen sich Truffaut maßgebend beteiligte. Der Titel Baisers volés ist einem Chanson von Charles Trenet, Que reste-t-il de nos amours?, entnommen, das zu Beginn und Ende des Films eingespielt wird.

Handlung

Antoine (Jean-Pierre Léaud) hat sich gerade unehrenhaft aus der Armee entlassen lassen, obwohl er sich eigentlich für drei Jahre verpflichtet hatte. Das erste, was er tut, ist die Eltern von Christine (Claude Jade) aufzusuchen, die ihn freundlich aufnehmen. Dort bekommt er auch prompt von Christines Vater Lucien (Daniel Ceccaldi) seinen ersten Job vermittelt: fortan ist er Nachtportier in einem kleinen Pariser Hotel. Die Mutter (Claire Duhamel) scheint ihn sehr zu mögen und tröstet ihn, weil Christine nicht anwesend ist. Christine, die ihn später im Hotel besucht, kümmert sich ebenso rührend um ihn. Dennoch scheint die Beziehung nicht von Leidenschaftlichkeit geprägt.

Antoine ist ein junger Mann, der im Montmartre wohnt und das Leben genießen will. Da er schon seit zwei Jahren in Christine verliebt ist, die sich allerdings nicht entscheiden kann, ob zwischen ihnen mehr als Freundschaft bestehen soll, sucht er Trost und Abwechslung bei zahlreichen Prostituierten.

Eines morgens stürmen zwei Männer während seiner Nachtschicht in das Hotel und machen einige Aufruhr, weil eine Dame, die Gast in dem Hotel sei, verschlafen habe. Sie drängen Antoine, das Zimmer aufzuschließen und erwischen dabei eine Frau mit ihrem Liebhaber. Einer der Männer schlägt daraufhin eine Vase kaputt. Wie sich herausstellt, ist die Frau mit dem lärmenden Mann verheiratet und der zweite Mann sein Privatdetektiv. Durch den Lärm kann nun die Polizei gerufen werden und neben einer Ruhestörung den Ehebruch der Dame festhalten (was 1968 in Frankreich noch ein Scheidungsgrund war). Durch diesen Zwischenfall verliert Antoine nur leider seinen Job…

In einer Bar trifft er aber zufällig den Privatdetektiv, Monsieur Henri (Harry-Max), der ihm wiederum zu einem Job als Privatdetektiv verhilft.

Daheim bei den Darbons überraschet er Christine, die nun seinen neuen Beruf erraten soll, mit dieser Neuigkeit und will ihr im Weinkeller einen Kuss rauben, den sich Christine zuvor sanft gestohlen hat. Sie wehrt die Heftigkeit ab. Als Antoine sie Tags darauf abholen will, erklärt Madame Darbon, Christine sei nicht da und bittet ihn herein. Derweil stiehlt sich Christine durch den Hinterausgang davon.

In dem Detektivbüro arbeiten neben M. Henri und dem Chef Monsieur Blady (André Falcon) außerdem noch Catherine (Catherine Lutz), die eine Daueraffäre mit Julien (Paul Pavel) hat und die Sekretärin Mademoiselle Ida (Christine Pellé). Der neueste Fall wird von Monsieur Albani (Albert Simono) beauftragt, der seinen verschollenen Mitbewohner aufspüren will. Dieser ist Zauberkünstler. Antoine darf den Herrn ausspionieren und besucht daher mit Christine das Kabarett, in dem er auftritt. Um ihn zu verfolgen, lässt er Christine sitzen. Am nächsten Tag verliert er den Herrn aus den Augen, da er aus einer Telefonzelle Christine anruft. Monsieur Blady ist darüber alles andere als erfreut.

Der neueste Kunde, Monsieur Tabard (Michael Lonsdale) rettet daraufhin Antoines Haut. Er benötigt einen Spitzel, der das Personal in seinem Schuhgeschäft ausspioniert. Er möchte wissen, weshalb er nicht gemocht wird und stellt Antoine ein. Somit ist Antoines neueste Berufung das Schuhgeschäft.

Eines Tages lernt er Madame Tabard (Delphine Seyrig) kennen und verliebt sich prompt in die ältere, verheirate Dame. Diese beginnt seine Gefühle zu erwidern, nachdem sie zufällig von Antoines Gefühlen erfahren hat. Antoine lernt derweil Englisch und wendet sich von Christine ab. Bei einem Spaziergang im Park wirft er Christine vor, dass Liebe Bewunderung voraussetze. Er habe Christine jedoch nie bewundert. Nach all den Grobheiten lässt Christine ihn stehen und wird nun weiter von einem Unbekannten im Trenchcoat verfolgt, der ihr schon seit Beginn des Films nachstellt. Für Antoine ist Madame Tabard die große Liebe. In seiner Nervösität spricht er seine Ikone beim Kaffeetrinken eines nachmittags als “Monsieur” an. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen. Einem melodramatischen Abschiedsbrief seinerseits folgt ein Besuch von Mme Tabard in Antoines kleinem Apartment im Pariser Viertel Montmartre, der in einem Schäferstündchen mündet. Während Christine an Antoines Tür klopft, gibt dieser sich Madame Tabard hin.

Durch die Affäre mit der Ehefrau des Auftraggebers verliert Antoine erneut seinen Job und findet eine neue Anstellung bei einem Fernseh-Reparatur-Service. Als Christine davon erfährt und ihre Eltern übers Wochenende verreisen, ruft sie Antoine unter Vorgabe eines kaputten Fernsehers zu sich. Die beiden finden wieder zusammen. Antoine weiß nun, dass seiner Bewunderung für Madame Tabard nicht der Liebe zu Christine gleichkommt. Nachdem Christine ihm am Frühstückstisch erklärt hat, wie man einen Zwieback bestreicht ohne ihn zu zerbrechen (“ich bringe dir diesen Zweibacktrick bei und du zeigst mir alles, was du kannst”) und macht er ihr mit dem goldglänzenden Ende eines Flaschenöffners einen improvisierten Heiratsantrag. Christine nimmt freudig an.

Der Film endet mit einem Spaziergang im Park. Antoine und Christine sind nun verlobt. Da schreitet der Unbekannte (Serge Rousseau) auf sie zu, der Christine bereits seit einigen Tagen verfolgt hat. Dieser Mann gibt zu, in Christine vernarrt zu sein und bietet ihr die ewige Liebe an – im Kontrast zur falschen, vorübergehenden Liebe mit dem unerfahrenen Antoine. Daraufhin verschwindet er wieder. Christine tut seine Avancen als “Verrücktheit” ab und spaziert mit Antoine weiter.

Weiterführende Informationen

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Quellen

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