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Romy Schneider – Eine Nahaufnahme

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2009-11-09
Laufzeit:
90 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch
Produktionsfirmen:
-
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In Julia Benkerts Dokumentarfilm wird das Leben der deutsch-österreichischen Schauspielerin Romy Schneider rekapituliert, die im zarten Alter von 43 Jahren verstarb. Bis heute ist unklar, was die Todesursache der Schönen war, die mit Sissi weltberühmt wurde.

Handlung

Die Kamera liebte ihr Gesicht, es war wie geschaffen für die Nahaufnahme. Und Romy Schneider liebte und brauchte die Kamera – die Filmkamera ebenso wie die Kameras der Fotografen und Paparazzi. Julia Benkerts filmische Beschäftigung mit den vielen Gesichtern – Romy Schneiders zeigt, dass die faszinierende Kamera- präsenz der Schauspielerin auch 27 Jahre nach ihren Tod nichts an Intensität verloren hat – gleich, ob sie wie in dem französischen Film „L’enfer“ (1964) als verhüllte Braut und glamouröse Diva stilisiert wurde oder ob sie sich ungeschminkt der Kamera aussetzte, wie in Hans Jürgen Syberbergs Dokumentarfilm „Porträt eines Gesichts“ (1966). Ohne Make-up und in Großaufnahme spricht sie über ihre Ängste und Zweifel – bis heute ist der Filmein authentisches Zeugnis der tiefen Zerrissenheit Romy Schneiders. Ehemann Harry Meyen ließ ihn weitreichend zensieren, weil ihm seine Frau zu traurig vorkam. Romy Schneider lernte schon früh, dass Liebe und Aufmerksamkeit für sie ambestenmit Spielen zu erkaufen war.

Ihre berühmten Filmeltern, die Schauspieler Magda Schneider und Wolf Albach-Retty, waren ständig unterwegs, Romywuchswohlbehütet auf, imidyllischen Berchtesgaden, abgeschirmt vomKrieg,nur ebenalleine. Imdüsteren Schlossinternat bekämpfte sie die Einsamkeitsgefühlemit Theaterspielen. Als siemit 14 zum Film darf, ist kein Halten mehr: Drei Jahre später hat sie mit „Sissi“ die Ikone des Heile-Welt-Kinos der Nachkriegszeit geschaffen– jetztwird sie geliebt, von ganz Deutschland und ganz Österreich. Auch die Liebe ihres Lebens lernt sie bei Dreharbeiten kennen: Alain Delon. Sie folgt ihm nach Paris, auf der Flucht vor dem eigenen Image, und erfindet sich neu, nicht zumletztenMal. Haltlosigkeit, tiefe Unsicherheit, gepaart mit der Sucht nach Bestätigung, nach Liebe um jeden Preis – Romy Schneider bewegte sich ein Leben lang zwischen Extremen, zwischen besessener Arbeit am Filmset, Affären und den Versuchen, ein normales Familienleben zu etablieren.Alkoholund Tablettenkonsumierte sie zeitweise in selbstzerstörerischemAusmaß – Romy Schneider verschwendete sich, vor und hinter der Kamera.

Als nach der Trennung von Delon, dem Scheitern ihrer beiden Ehen und demSelbstmord von Harry Meyen auch noch ihr Sohn David beim Versuch, den heimischen Zaun zu überklettern, ums Leben kam,verlor sie ihren letzten Halt. In ihren Filmrollen schien sie manchmal mehr sie selbst zu sein als im wirklichen Leben. Sinnlich, emanzipiert, melancholisch – das war die französische Romy Schneider, wie sie vor allem durch ihren Lieblingsregisseur Claude Sautet in Szene gesetzt wurde. Jetzt war sie in Frankreich ein Star, die Franzosen nannten sie voller Bewunderung „La Schneider“ . Und viele ihrer Filme scheinen ihre Geschichte zu erzählen. In „Nachtblende“ (1974) verkörperte sie eine heruntergekommene Schauspielerin so, als erforsche sie die dunklen Seiten ihres eigenen Lebens. Für diese Rolle wurde sie mit dem Prix César, der in Frankreich höchsten Filmauszeichnung, bedacht. In „Mado“ (1976) spielte sie eine alkohol- und tablettensüchtige Frau, als noch kaumjemand das Ausmaß ihrer tatsächlichen Zerstörung ahnte, das schließlich zu ihrem frühen Todmit nur 43 Jahren führte. Die Dokumentation ist als Ergänzung zu dem Fernsehfilm „Romy“ konzipiert, eine Nahaufnahme und Persönlichkeitsstudie und auch eineHommage an eine der größten Schauspielerinnen des vergangenen Jahrhunderts. Zu Wort kommen u.a. Schwester Bernadette, die Romys Mitschülerin im Internat war, Hermann Leitner, ein langjähriger Freund der Familie, sowie Robert Lebeck, ehemaliger Stern-Fotoreporter und Schneiders Lieblingsfotograf.

Quellen

Presseheft ARD

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