B-Film

 

Der B-Movie (dt. für zweitklassiger Film) unterscheidet sich vom A-Movie (Blockbuster oder Flop) durch seine günstigen Produktionskosten. Diese werden durch kürzere Drehzeiten, eine fehlende Starbesetzung und Standardisierung in Handlung und Dekor erreicht. Es handelt sich in der Regel um einen Genrefilm, typische Genres sind Western, Horrorfilm oder Blaxploitation.

Geschichte des B-Movies

Der B-Movie entstand in den 1930er Jahren in wirtschaftlich unsicheren Zeiten (Depressionszeit), in denen es eine erhöhte Nachfrage nach günstiger Unterhaltung gab. Die B-Movies stellten somit eine Möglichkeit dar, das Publikum in die Kinos zu locken.

Auf diese Weise entstand eine neue Art der Kinovorführung, da die Kinos nun oft zwei Filme zeigten: ein “A-feature” und ein “B-feature” (und oft noch zusätzlich einen Animationsfilm, eine “newsreel” oder einen Reisebericht). Aus diesem Grund ist oft von “double feature” die Rede.

Diese “double feature-Praxis” (auch double bill) war bis in die 1940er Jahre hinein sehr beliebt und trug zur Stabilisierung des Umsatzes bei.

Der B-Movie war in der Regel ein Low Budget-Film und aus diesem Grund bei den großen Studios durchaus beliebt. B-Movies waren damals vor allem in den Genres Komödie und Krimi angesiedelt und erreichten somit ein großes Publikum.

Neben den B-Movies gab es in den 1930er und 1940er Jahren auch sogenannte “exploitation-pictures”, welche in den 50er Jahren schließlich die B-Movies verdrängten. Dabei handelt es sich um Filmen, die im Gegensatz zu den B-Movies auch “anstößige” Dinge thematisierten. In dem normalen Hollywood-Film war das wegen des “production code” nicht möglich, da dieser die Darstellung von Sex, Drogen und Gewalt verbot. Der production code wurde von 1934 bis 1967 von The Motion Pictures Producers and Distributors Association (MPPDA), später The Motion Picture Association of America (MPAA) angewandt.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

  • Jahn-Sudmann. Der Widerspenstigen Zähmung? Bielefeld: transcript, 2006. S. 44ff.
  • Production Code bei der Wikipedia (engl.)

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