Klassischer Western

 
Vorhandene Filme:
71
Erster Film:
Höchstbewerteter Film:
Durchschnittliche Bewertung:
6.67
bearbeiten

Struktur

alle Filme zeigen

Jüngste Filme

alle Filme zeigen

Ausgewählte Filme

bearbeiten Hilfe

Alternative Titel

Deutsch

  • Sort
    Klassischer Western
Kategorie angelegt von:
unknown
Kategorie zuletzt bearbeitet von:

Der klassische Western ist ein Subgenre des Western. Er bestand in den USA vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bis zu den 1950er Jahren. Wesentliche Elemente sind die Erschließung Nordamerikas gen Westen, die in der Regel exemplarisch an Hand eines Helden - dem Cowboy - vorangetrieben wird.

Der klassische Western gehört zu den ältesten Filmgenres. Die Western beziehen sich oft auf Romane der Trivialliteratur. Der älteste Western ist The Great Train Robbery (1902), dem viele weitere folgten. Charakteristisch für den klassischen Western sind eine bestimmte Art von Figuren (der Held), bestimmte Orte (Ebenen und Canyons), sowie Stilmittel (Totale, Horizont). Außerdem tauchen gewisse Szenen immer wieder auf: eine kleine Stadt mit ihrem Saloon, Bankraub, Schlägereien, Postkutschenraube, Indianersiedlungen, etc. Am Ende der Geschichte steht oft ein “Showdown” zwischen den Protagonisten auf der Hauptstraße der kleinen Stadt.

Der Held des klassischen Western

Der Held ist der Cowboy (oder auch der Sheriff, Trapper oder Pfadfinder), der gegen seinen Antagonisten kämpft. Der Cowboy ist dabei in der Regel gut, teilweise naiv, aber immer motiviert gegen Unrecht einzutreten. Es gibt hier eine starke Ähnlickeit mit der Figur des Ritterfilm: beide sind ohne ihr Pferd nur kaum vorstellbar. Für beide Helden spielt auch die Natur eine große Rolle. Der Cowboy verbringt einen Großteil seiner Zeit auf dem Pferd und in der Natur. Mit der bürgerlichen Gesellschaft kommt er zwar in Berührung, ordnet sich den Gesetzen und Regeln aber nur bedingt unter. Aus diesem Grund werden die guten wie die schlechten Cowboys oft auch als “Outlaws” (d.h. jemand, der außerhalb der Gesetze steht) bezeichnet.

Die Besiedelung des Landes

Im Zentrum des klassischen Western steht die Bewegung der Siedler Richtung Westen. Der Western thematisiert diese Selbsterfahrung an der “Grenze” (frontier land), d.h. die imaginäre Grenze, die gen Westen verschoben wird (z.B. in Der mit dem Wolf tanzt). Die Figur des Siedlers wird dabei von anderen Figuren (Fallensteller, Goldsucher, Trapper) ergänzt. Ein wichtiger Aspekt sind auch die Elemente, die ein Problem bei der Besiedelung darstellen, wie beispielsweise die Indianer. Es geht also nicht nur um den geographischen, sondern vor allem um den individuellen, psychischen Aspekt der Grenze: Wie erlebt jeder Einzelne diese Extremsituation, wie begegnet er den anderen und sich selbst? Dabei wird die Besiedelung im klassischen Western generell in vier Etappen eingeteilt: erstens Vordringen der Pfadfinder, zweitens Besiedlung mit Planwagen, drittens Entstehung der “zivilisierten” Gesellschaft mit ihren Gesetzen und Regeln und viertens die Fertigstellung der Besiedlung durch die Eisenbahn aber auch Bürgerkriege und Konflikte mit den Indianern. Die Landschaft selbst wird im Western in Totalen dargestellt.

Bekannte Filme des Klassischen Western

Beispiele für den klassischen Western sind Union Pacific (1939) von Cecil B. DeMille, der einige klassische Westernelemente enthält: die Konfrontation mit Indianern, die wilde Natur (Büffel) und vor allem das Thema der “frontier”, die sich Dank der Siedler und hier der Eisenbahn Union Pacific gen Westen verschiebt.

Weitere Informationen im Internet

  • Western bei der deutschen Wikipedia
  • Western in Diark Jaspers Filmlexikon

Quellen

  • Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005. S. 99,

Artikel bearbeiten
Alle Textinformationen auf dieser Seite sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz. Für mehr Informationen, siehe bitte unter Copyright nach. Wir kooperieren mit www.moviepilot.de und tv-browser.org.
Mobile