Zombiefilm

 
Vorhandene Filme:
254
Erster Film:
White Zombie (1932)
Höchstbewerteter Film:
World War Z (8.00)
Durchschnittliche Bewertung:
6.45
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Der Zombiefilm unterliegt als Untergattung des Horror/Monsterfilms einem Wandel. Der Zombie ist ein zum Leben erweckter Toter oder ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen. Besonders der Regisseur Romero definiert durch seine Filme den Typus des Zombies immer wieder neu, indem er ihn zum Fleischfresser werden lässt.

Der Zombiefilm im Wandel

Originale Kriterien des Subgenres Zombiefilm

Jede Monsterspezies, die in einem Horrorfilm auftritt, hat einen sie bestimmenden Regelsatz, der ausschlaggebend für den Erfolg des Filmes ist. Neben der klassischen Figur, dem Vampir, sind im modernen und auch im klassischen Horrorkino unter anderem die Mumie, der Werwolf und – eben der Zombie – typische Monsterrollen. Durch den Anspruch des Horrorfilms, einen gezielten Reiz beim Zuschauer zu erwecken unterliegt der Film einem ständigen Wandel. Im Klartext heißt das, wenn ein Grauen verbraucht ist, bedarf es einer neuen Variation des Grauens. So entwickelte sich schließlich auch das Subgenre “Der Zombiefilm”.

Der Zombie spielte also schon im klassischen Horrorfilm eine Rolle. Genrebestimmend hervorzuheben sind hier die Filme Das Cabinet des Dr. Caligari (1919) von Robert Wiene, White Zombie (1932) von Victor Halperin und I walked with a Zombie (1943) von Jacques Tourneur. Das Grauen fand in Schlössern oder abgelegenen Gegenden statt. Hier hat der Zombie seinen Ursprung in den Mythen des Voodoo, der als scheintote Kreatur dem Willen seines Meisters unterlag. Der Trieb nach Menschenfleisch, welcher später Auslöser für ihre aggressiven Exzesse ist, war ihnen im klassischen Genre noch fremd und so hatten sie eher Ähnlichkeit mit Opfern einer Hypnose.

Wandel des Genres durch Regisseur George A. Romero

Einem einschlagenden Wandel unterlag das Genre durch die Film-Tetralogie von George A. Romero, obwohl Romero eher seine ersten drei Film als Trilogie und seinen vierten Zombiefilm als eigenständiges Projekt ansieht. Die Filme seiner Trilogie, bestehend aus Die Nacht der lebenden Toten (1968), Dawn of the Dead (1978) und Zombie 2 – Das letzte Kapitel (1985) bestimmen das Genre wie kein anderer Film ( Teil 4 Land of the Dead erschien 2005). Hier definiert sich die Zombiefigur komplett neu. Romero thematisiert eher Konflikte, bestückt mit einer gesellschaftskritischen Konstante: Konflikte, die sich aus der modernen Gesellschaft selbst ergeben. So trug er das Geschehen in eine uns vertraute Umgebung, folglich ins Amerika der sechziger Jahre. Er verabschiedete sich zudem von jeglicher Mystik in der Handlung und reduzierte die Zombiefigur nur auf ihren Fresstrieb. Der moderne Zombie ist ein Untoter, der nur durch eine massive Verletzung des Gehirns zu Tode kommt. Er torkelt langsam und ungeschickt, manchmal mit waagerecht gestreckten Armen durch die Gegend, zudem mangelt es ihm an der Fähigkeit zu denken. Die Gewaltdarstellung rückt in den Vordergrund und bildet den Prototyp für den modernen Splatterfilm.

Nach dem Erfolg von Zombie waren es vor allem italienische Regisseure, die versuchten mit billig produzierten Splatterstreifen an den Erfolg des Vorbildes anzuknüpfen. Insbesondere der mittlerweile zu den Großmeistern des Splatters zählende Regisseur Lucio Fulci tat sich auf dem Gebiet der Zombiefilme als sehr aktiv hervor. Oberflächlicher, aber nicht minder treffend wird die Selbstverständlichkeit im Umgang mit den wandelnden Toten in den beiden frühen Werken von Peter Jackson, Bad Taste (1987) und Dead Alive (1992), besser bekannt als Braindead – Der Zombie-Rasenmähermann dargestellt. Der Slapstick steht hier im Vordergrund.

Zweite neue Welle durch George A. Romero

Der nächste Umbruch im Subgenre Zombiefilme wurde wiederum durch George A. Romero eingeleitet. Es ist hier nicht nur die Funktionsweise des Zombie, die eine Unterscheidung erforderlich macht, sondern auch der Umgang mit der Figur innerhalb der Films. Die Regeln, nach denen Zombies funktionieren, werden als bekannt vorausgesetzt und ihrem Wiederauferstehen von den “Toten” wird gar keine Bedeutung mehr zugewiesen, sondern vielmehr als normal angesehen. Dieser Entwicklung ist seit Mitte der 80er Jahren zu beobachten. Beispielgebend ist der dritte Teil der Romero Trilogie Zombie 2 – Das letzte Kapitel. Hier rückt der Zombie nicht primär ins Zentrum der Gewalt, sondern die Figur wird mit der Handlung verknüpft. Der Grad der Gewalt gehr somit zurück. Die Figur des Zombies zeigt erste Ansätze menschlichen Verhaltens, entscheidend wird die Art und Weise im Umgang mit den Zombies.

Neben dieser Form des modernen Zombiefilms gibt es aber auch Variationen der Figur des Lebenden Toten, sowie Durchmischungen oder Neukombinationen mit anderen Genrebereichen. Die Reihe Tanz der Teufel von Sam Raimi, deren erster Teil hier zu Lande unter dem Namen Tanz der Teufel (1981) außerordentlich stark diskutiert wurde, variiert einige Motive des modernen Zombies, durchmischt mit eindeutig gothischen Elementen.

Weitere Neuerungen, bzw. Erweiterungen, gehen u.a. auf die körperliche Entwicklung der Bewegungsabläufe der Zombies ein, anstatt langsam umherzuirren, sind die „neuen“ Zombies erstaunlich schnell und zielgerichtet, wobei das Verlangen auf Fleisch noch die treibende Kraft ist. Diese Neuerung ermöglicht es, neue Elemente wie Verfolungen ins Genre mit aufzunehmen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Remake von Dawn of the Dead (2004) von Zack Snyder oder 28 Days Later von Danny Boyle (2002). Im Film Land of the Dead (2005) baut wieder einmal Romero die Figur des Zombies aus. Diesmal in Form eines sehr intelligenten Zombie, der die Zombiegruppe anführt.

Heutige Filme aller Resident Evil greifen aber auch noch immer auf die in Romeros Trilogie präsentierten Zombies zurück.

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