Detektivfilm

 
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In diesem Subgenre des Kriminalfilms ist es ein Detektiv, der das meist vor oder zu Beginn der Filmhandlung geschehene Verbrechen aufdeckt. Der Detektivfilm kommt ursprünglich aus der britischen Tradition des Kriminalfilms und bezieht neben der - im Detail geschilderten - Aufklärung des Falls oft auch das Privatleben des Ermittlers in die Handlung mit ein.

In diesem Subgenre des Krimi passiert das Verbrechen in der Regel in der Vergangenheit der Filmhandlung. Der Held, der Detektiv, ist dementsprechend zunächst mit der Rekonstruierung der Tat beschäftigt. Nachdem die Puzzleteile des Verbrechens zusammengesetzt sind, begibt sich der Detektiv auf die Suche nach dem Täter. Ein wichtiges Charakteristikum des Subgenres ist dabei das Privatleben des Detektivs, das eine große Rolle in der Handlung des Films einnimmt.

Geschichte des Genres

Britische Vorbilder des Genres sind die (Roman-)Figuren “Miss Marple” von p:10910) und “Sherlock Holmes” von Arthur Conan Doyle. Dessen Roman “Der Hund der Baskervilles” wurde 1939 mit Basil Rathbone als Sherlock Holmes verfilmt. Bei beiden fiktiven Figuren handelt es sich nicht um hauptberufliche Detektive, sondern um “armchair detectives”, also um jemanden, der in seiner Freizeit ermittelt. Es können demnach auch andere Berufsgruppen, wie Anwälte, Pfarrer, Journalisten, etc. die Ermittlungen aufnehmen

Die Figur des “Freizeit-Detektivs” erfährt in den USA der dreißiger Jahre einen Wandel: der sogenannte Film Noir entwickelt die Figur des Privatdetektivs (“private eye”), dessen Charakter und seine Verletzbarkeit wichtiger sind als die Handlung. In der Regel handelt es sich um einen unnahbaren, einsamen Helden, der eine Detektivagentur betreibt und damit wenig erfolgreich ist. Sein Vorteil besteht darin, sich psychisch in den Täter hineinzuversetzen:

Der Detektiv schnürte als einsamer und letztlich immer misstrauischer Wolf durch den Großstadtdschungel und blieb dem Täter (als seinem Opfer) auf der Spur. Als Einzelkämpfer und Verteidiger der Gerechtigkeit stieß er jedoch immer häufiger auf eine Welt, die undurchsichtig war und deren Schlechtigkeit er nicht mehr ausräumen konnte. 1

Beispiele für Kriminalfilme des Film Noir sind: Frau ohne Gewissen (1944), Laura (1944), Die Spur des Falken (1941) und Mord, mein Liebling (1944).

In den sechziger und siebziger Jahren erfuhr der Detektivfilm in den USA ein Comeback. Beispiele dafür sind: Pakulas Klute (1971), The Long Goodbye (1973) oder Polanskis Chinatown (1974) und Night Moves (1975). Im Laufe der Zeit wurde auch das Element der Verfolgungsjagd zu einem wichtigen Teil des Genres (z.B. die Verfolgungsjagd in San Francisco in Bullitt (1968)). Dieser Film von Peter Yates trug maßgeblich zur Schaffung eines neuen Genres bei: dem Actionfilm.

Heute gibt es oft Mischformen zwischen dem Kriminalfilm und anderen Genres. Überschneidungen gibt es vor allem mit den Genres Screwball-Komödie und Polizeifilm.

Weitere Informationen im Internet

Quellen

  • Hickethier. Filmgenres. Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. S. 17f.

Hickethier. Filmgenres. Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. S. 17
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