Vorhandene Filme:
11 seit 1936
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1907-10-09
Geburtsort:
Le Pecq, Yvelines, Île-de-France, France
Todestag:
1982-11-04 (75 Jahre)
Sterbeort:
Paris, France
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auch bekannt als

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    Jacques Tatischeff
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Anonymous BiwljDF/ggh W7tRowBgbJw
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Französischer Darsteller und Regisseur, der v.a. durch die Figur des Monsieur Hulot in französischen Slapstickkomödien des 20. Jahrhunderts bekannt wurde.

Leben und Werk

Beginn einer großen Karriere

Als Enkel des Grafen Tatischeff genoss Jacques Tati eine unbeschwerte Kindheit. Während der Jugend arbeiteteer zunächst im Familienunternehmen und spielte Rugby. Mit 16 Jahren maß Tati schon mehr als 1,90m! Doch seine Liebe galt stets der Pantomime und dem Theater. Louis Leplée, der Mentor der Edith Piaf, entdeckte Tati. 1933 gibt der Langgewachsene sein professionelles Debüt und dreht mit On demande une brute seinen ersten Kurzfilm. In der Folgezeit kurbelt Tati seine Karriere als Komödiant an. Bereits 1936 feiert ihn Colette als “Entdeckung des Jahres”: Sein Bühnenkostüm ist weiß-brün mit einem stilisierten aufgestickten “T”. Er tritt als Matrose und Sportler in Cabarets auf und tourt bis 1939 durch die Provinz.

1940 spielt er im Lido und spielt 1942 in der Scala in Berlin. Doch dr Krieg legt die Unterhaltungsszene lahm. Tati flüchtet sich nach Saint-Sévère mit dem treuen Freund Henri Marquet, bis der Krieg vorbei ist. Am 25. Mai heiratet Tati Micheline Winter in Paris.

Die Nachkriegszeit diente Tati als Sprungbrett in die Filmkarriere. Für den Film Kinder des Olymp (1943) hätte er beinahe die Hauptrolle erhalten, aber Barot machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Claude d’Autant gibt ihm schließlich 1945 die erste Rolle in Sylvie et le fantôme. Danach geht alles ganz schnell: Tati gründet Cady Films und produziert den Kurzfilm Schule der Briefträger, die den Typ des komischen Einzelgängers erfindet, wie es auch Monsieur Hulot ist. Das Langspielfilmdebüt Tatis Schützenfest folgt 1949. Damit hat die Komödie Frankreichs ihre Wurzeln wiedergefunden.

Jacques Tati erfindet die französischen Komödie neu

Der größte Erfolg Tatis gilt der mit Jazzmusik unterlegten Komödie Die Ferien des Monsieur Hulot über die Freizeitvergnügen der Franzosen der Nachkriegszeit. Im kleinen Örtchen Saint-Marc-sur-Mer gedreht, machte sich hier schon Tatis Hang zur Überstreckung des Produktionsbudgets bemerkbar: Er rekonstruierte die komplette vom Krieg zerstörte Uferstraße. Die Szene, in der das Boot zusammenklappt und Monsieur Hulot aussieht wie ein riesiger Hai, bleibt ein unvergessener Moment der französischen Filmgeschichte. André Breton feierte Tati als Phoenix der französischen Komödie.

Mein Onkel (1958) erntete auch internationalen Beifall und gewann den Oscar für den Besten Nicht-englischsprachigen Film. Tatis herrliche Zeiten (1967) sollte Tatis größtes Projekt werden. 1964 forderte Tati bereits seine Ausstatter auf, sich eine Stadt der Zukunft vorzustellen. Er mietete ein riesiges Gelände bei Paris an. Doch Tatis herrliche Zeiten, ein Film ohne Hauptfiguren, fällt beim Publikum durch und führt zum Ausverkauf seiner Besitztümer. Die finanziellen Schwierigkeiten lassen ihn mit Trafic – Tati im Stoßverkehr seine erfolgreiche Figur Monsieur Hulot noch einmal aufleben, doch kann dieser Film Tatis Insolvenz nicht mehr abwenden. Seine letzte Regiearbeit ist 1974 Parade für das schwedische Fernsehen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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