Katrin Saß

Akteur

Katrin Saß ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen aus der ehemaligen DDR. Sie spielte in zahlreichen großen DEFA-Filmen. Nach der Wende war sie vor allem im Fernsehn zu sehen, unter anderem als Kommissarin in der Serie Polizeiruf:110.

Leben und Werk

Katrin Saß wurde 1956 in Schwerin als Tochter eines Verwaltungsangestellten und einer Schauspielerin geboren. Dadurch lernte sie schon in ihrer Kindheit die Schauspielwelt kennen. Nach der 10. Klasse absolvierte sie eine Ausbildung als Telefonistin, obwohl sie schon damals Schauspielerin werden wollte. Nachdem sie an der Berliner Schauspielschule abgelehnt wurde, schrieb sie sich zunächst an der Schauspielschule Rostock ein. Während eines Theaterauftritts 1978 wurde Regisseur Heiner Carow auf sie aufmerksam und engagierte sie für seinen Film Bis dass der Tod euch scheidet. Nach dem Studium bekommt sie ein festes Engagement am Kleist-Theater in Frankfurt/Oder. Nebenbei spielt sie kleine Rollen in Fernsehserien wie Polizieruf:110. 1981 bekommt sie von Peter Sodann ein Engagement am Schauspieltheater Halle. Mit ihrer zwiten großen Filmrolle in Bürgschaft für ein Jahr hat sie auch international Erfolg und erhält auf der Berlinale 1982 den Silbernen Bären als beste Darstellerin. In den folgenden Jahren spielt Saß Hauptrollen in zahlreichen großen DEFA-Produktionen wie Das Haus am Fluss, Der Truam vom Elch oder Fallada – letztes Kapitel. Nach der Wende fällt es ihr schwer beruflich Anschluss zu finden. Sie spielt zunächst vor allem in TV-Produktionen ehemaliger DEFA-Regisseure. 1994 bekommt sie eine Rolle als ORB-Kommissarin in Polizeiruf:110. Diese Rolle verliert sie aber nach 3 Jahren wieder. Anfang der 2000er gelingt ihr ein Comeback und ist seitdem in Filmen wie Heidi M., Lulu und Jimi und Reich mir deine Hand im Kino zu sehen. Einem großen Publikum ist sie vor allem für ihre Rolle der komatösen Mutter in Good Bye, Lenin! bekannt. Im Kino war sie zuletzt im Drama Das letzte Schweigen zu sehen. Daneben spielt sie auch weiterhin Rollen im Fernsehen und Theater.

Persönliches

Wie sie in ihrer Autobiographie Das Glück wird niemals alt gesteht, litt sie in den neunziger Jahren an Alkoholsucht. Dadurch verlor sie auch ihre Rolle als Polizeiruf:110-Kommissarin

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Zusammenarbeit