19151982
 

Ingrid Bergman

Akteur, Archivmaterial

Vorhandene Filme:
32 seit 1936
Geschlecht:
weiblich
Geburtstag:
1915-08-29
Geburtsort:
Stockholm, Sweden
Todestag:
1982-08-29 (67 Jahre)
Offizielle Website:
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Schwedische Schauspielerin, die sowohl im schwedischen, im italienischen als auch im Hollywoodkino zum Star avancierte. Sie hinterlässt ein Werk von über 50 Kinofilmen.

Leben und Werk

Kindheit und Jugend

Ingrid Bergman wurde am 29. August 1915 in Stockholm als Tochter der Deutschen Friedel Adler Bergman und des Schweden Justus Samuel Bergman geboren. Ihre Mutter starb, als Ingrid drei Jahre alt war, der Vater, als sie zwölf war. Anschließend lebte sie kurze Zeit bei einer unverheirateten Tante, die allerdings auch starb. Danach lebte sie bei ihrem Onkel, der das Mädchen zu einer Schauspielausbildung ermutigte.

Auf einer Privatschule belegte Ingrid Schauspielkurse und arbeitete ab und zu als Komparsin bei Filmproduktionen. 1933 asolvierte sie die Schule und schrieb sich an der Königlichen Schauspielschule Stockholms ein. Ihre erste Sprechrolle erhielt sie in Gustaf Molanders Munkbrogreven (1935), in dem sie eine Hotelbedienstete spielt, die illegal Alkohol verkauft.

Beginn einer großen Karriere in Hollywood

Bereits 1936 wird Bergman für eine bekanntere schwedische Produktion engagiert: Intermezzo von Gustaf Molander, in dem Bergman eine Klavierlehrerin spielt, die mit einem berühmten Geiger ein Verhältnis beginnt. Der zur damaligen Zeit einflussreichste Hollywood-Produzent David O. Selznick erkannte den natürlichen Charme der Schwedin in diesem Film und holte sie nach Hollywood, um dort ein englischsprachiges Remake zu drehen. In der Zwischenzeit arbeitete die junge Schauspielerin noch in zwei schwedischen (En Enda Natt und En Kvinnas Ansikte) und einem deutschen (Die Vier Gesellen) Film. En Kvinnas Ansikte wurde später mit Joan Crawford als US-Remake Only One Night gedreht.

Am 10. Juli 1937 heiratete Bergman den Zahnarzt Petter Lindström. Tochter Pia kam am 20. On September 1938 zur Welt.

1939 ging Bergman nach Hollywood. Nachdem das Remake Intermezzo ein Erfolg war, engagierte Selznick sie für einen 7-Jahres-Vertrag. Bergmans Image galt in den 1940er Jahren als rein und unschuldig – erst Jahre später legte sie dieses durch ihre Beziehung mit Roberto Rossellini ab. Doch in den 1940ern sah das US-amerikanische Publikum sie vorzugsweise in der Rolle der Heiligen: Adam Had Four Sons (1941) oder Rage in Heaven (1941) festigten diesen Ruf. 1942 folgte dann ihre unvergessliche Rolle in Casablanca an der Seite von Humphrey Bogart, durch die Bergman zu einer der gefragtesten Darstellerinnen der Welt wurde.

Einen Imagewechsel versuchte die Schauspielerin als Ivy Peterson in Arzt und Dämon (1941) unter der Regie von Victor Fleming, einer US-amerikanischen Version von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Ihre erste Oscarnominierung erhielt sie für ihren ersten Farbfilm Wem die Stunde schlägt (1943). Sie erhielt ihn ein Jahr später für Das Haus der Lady Alquist (1944) als viktorianische Hausfrau, die von ihrem Ehemann in den Wahnsinn getrieben wird. Eine weitere Nominierung bekam Bergman 1945 für Die Glocken von St. Marien. Zwei Thriller unter der Regie von Alfred Hitchcock folgten: Ich kämpfe um Dich (1945) und Berüchtigt (1946). 1946 spielte Bergman überdies 25 Wochen lang am Broadway im Stück Joan of Lorraine, für das sie auch die Filmhauptrolle in Johanna von Orleans (1948) übernahm. Die Filmversion wurde allerdings kein Erfolg. 1949 folgte der dritte Hitchcock-Film mit Sklavin des Herzens.

Im und nach dem Zweiten Weltkrieg war Bergman öfters auf Staatsreisen, um die Truppen zu unterhalten, so in Alaska. Nach Kriegsende besuchte sie Europa und sah sich mit dem Ausmaß der Verwüstungen konfrontiert. In dieser Zeit begann sie überdies ein Verhältnis mit dem Fotograf Robert Capa.

Karriere in Italien

1949 schrieb Bergman Roberto Rossellini mit der Bitte, ihr eine Rolle in einem seiner Filme zu geben: Stromboli war der erste Film, während dem sie ein Verhältnis mit Roberto Rossellini begann. Da die US-amerikanische Öffentlichkeit mit Empörung auf das Verhältnis eines verheirateten Stars mit einem verheirateten Regisseur reagiert, blieb Bergman in Italien, ließ sich von ihrem Ehemann scheiden und gebar am 7. Februar 1950 Sohn Roberto Ingmar Rossellini. 1952 kamen die Zwillinge Isabella und Isotta Rossellini (genannt Ingrid) zur Welt.

Fünf Filme entstanden in dieser Zeit, so Europa '51 (1952) oder Giovanna d’Arco al rogo (1954). Unter der Regie von Jean Renoir entstand in dieser Zeit Elena et les hommes.

Am 7. November 1957 ließen sich Rossellini und Bergman allerdings wieder scheiden und Bergman kehrte in die USA zurück.

Comeback in den USA

1957 gewann Bergman daraufhin ihren zweiten Oscar in Anastasia, den Cary Grant für sie annahm, da Bergman noch immer als “persona non grata” galt. In dieser Zeit heiratete Bergman ihren dritten Ehemann, den schwedischen Produzenten Lars Schmidt. In den 1960er Jahren spielte Bergman sowohl am Theater als auch in Kinofilmen und wechselte zwischen europäischen und US-amerikanische Produktionen ab. 1974 gewann sie einen dritten Oscar für ihre Nebenrolle in Mord im Orientexpress von Sidney Lumet.

1975 ließ sich Bergman von ihrem dritten Ehemann scheiden und es wurde die Diagnose Brustkrebs bei ihr festgestellt. 1978 spielte sie ihre letzte Kinorolle in Ingmar Bergmans Herbstsonate, 1982 ihre letzte Fernsehrolle in der ausgezeichneten Serie A Woman Called Golda, für die sie einen Golden Globe und einen Emmy erhielt.

Am 29. August 1982, an ihrem 67. Geburtstag, verlor Ingrid Bergman den Kampf gegen den Brustkrebs. Sie wurde in London eingeäschert und ihre Asche wurde an der schwedischen Küste verstreut.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Literatur zu Ingrid Bergman

  • Leamer, Laurence: Ingrid Bergman : die Biographie, Hamburg : Kabel, 1987, ISBN: 3-8225-0059-3.
  • Quirk, Lawrence J.: Ingrid Bergman und ihre Filme, 1. Aufl., München: Goldman, 1982.
  • Möhrmann, Renate: Ingrid Bergman und Roberto Rossellini : eine Liebes- und Beutegeschichte, Berlin : Rowohlt Berlin, 1999, ISBN: 3-87134-311-0.

Quellen

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Zusammenarbeit