19061985
 

Louise Brooks

Akteur

Vorhandene Filme:
4 seit 1928
Geschlecht:
weiblich
Geburtstag:
1906-11-14
Geburtsort:
Cherryvale, Kansas, USA
Todestag:
1985-08-08 (78 Jahre)
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auch bekannt als

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    Mary Louise Brooks
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    Lulu
  • Sort
    Brooksie
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Louise Brooks begann ihre Karriere als Tänzerin bei den "Ziegfeld Follies" bevor sie von Paramount unter Vertrag genommen wurde. Die Frau mit dem charakteristischen Bubikopf avancierte schnell zum typischen "Flapper". Ihr wurden zahlreiche Affairen, mit Männern wie mit Frauen, nachgesagt. Unter der Regie von G. W. Pabst drehe sie ihre bekanntesten Filme in Berlin. Sie beendete ihre Karriere 1938.

Leben und Werk

Kindheit und Jugend

Geboren wurde Brooks als Mary Louise Brooks in Cherryvale, Kansas. Ihr Vater arbeitete als Anwalt und hatte wenig Zeit für die Familie. Die Mutter war eine Künstlerin die der Meinung war, ihre Kinder könnten auf sich selbst aufpassen. Daher blieb auch ein sexueller Missbrauch Brooks durch einen Nachbarn unbemerkt. Sie gab später an, dass dieser Vorfall einen großen Einfluss darauf hatte, wie sie später ihre Beziehungen und Sexualität auslebte. Als sie Jahre später ihrer Mutter von dem Vorfall berichtete, war diese davon überzeugt, dass Louise den Übergriff selbst provoziert haben müsse. Als 16-jährige begann sie ihre Karriere als Tänzerin, wurde jedoch schon zwei Jahre später aufgrund eines Streits aus der Truppe geworfen. Sie fand daraufhin aber schnell wieder Arbeit. 1925 tanzte sie als Mitglied der “Ziegfeld Follies” am Broadway, was einem Poduzenten bei Paramount Pictures auffiel. Sie unterschrieb daraufhin einen Fünfjahresvertrag.

Filmkarriere

Brooks spielte in einigen Stummfilmkomödien und “Flapper”-Filmen die Hauptrolle. Ihre Rollen als Vamp sorgten dafür, dass man auch in Europa Notiz von ihr nahm. Sie genoss das Leben der Schönen und Reichen in vollen Zügen und war Gast auf exklusiven Hollywoodparties. Ihre akurat geschnittenen Bobfrisur setzte Trends. Kurze Zeit später überwarf sie sich mit Paramount Pictures, als ihr eine versprochene Gehaltserhöhung verwehrt wurde und ging nach Europa. Das Studio versuchte noch, sie mit dem aufkommenden Tonfilm unter Druck zu setzen, doch Brooks kümmerte das nicht. Sie wollte nach Europa und weiter in Stummfilmen spielen. Als sie sich aber auch weigerte nach ihrer Rückkehr aus Berlin für Paramount Pictures Tonaufnahmen für einen ihrer älteren Film zu machen, sorge das Studio dafür, das ihre Rolle von einer anderen Schauspielerin synchronisiert wurde. Paramount Pictures verbreitete daraufhin, Brooks Stimme sei nicht geeignet für den Tonfilm.

Europa

Brooks arbeitete in Berlin mit dem Expressionisten Georg Wilhelm Pabst wo ihre bis heute bekanntesten Filme entstanden: Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen. Alle ihre in Berlin gedrehten Filme wurden stark zensiert, da sie sehr offen mit Nacktheit und Sexualität kokettierten. 1931 kehrte Brooks nach einigen Erfolgen Berlin den Rücken und flog zurück nach Hollywood.

Nach dem Film

Nach ihrer Rückkehr drehte sie noch zwei weitere Filme, die aber kein Erfolg wurden, da Paramount Pictures sie sozusagen auf eine Schwarze Liste gesetzt hatte. Trotz dessen bekam sie von Regisseur William A. Wellman die Rolle in Der öffentliche Feind angeboten. Brooks lehnte ab. Stattdessen bekam Jean Harlow die Rolle, die damit zum Star wurde. Brooks erklärte späer, dass sie kein Interesse an Filmen mehr hatte, da sie Hollywood hasste. Laut Filmhistorikern markierte diese Entscheidung das eigentliche Ende von Brooks Karriere, da sie nun nur noch kleine Rollen in B-Filmen bekam. Sie beendete ihre Karriere offiziell 1938 nach dem Dreh des John Wayne Westerns “Gold in den Wolken”. Danach arbeitet sie als Tänzerin, beim Radio und als Verkäuferin. Später begann sie über ihre Erfahrungen beim Film zu schreiben und schaffte sich damit ein zweites Standbein.

Wiederentdeckung

In den frühen fünfziger Jahren wurden ihre Filme von französischen Filmhistorikern wiederentdeckt und sie zur Filmikone erklärt. Das rehabiltierte sie auch in Ihrer Heimat und sie wurde gebeten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in Hollywood zu schreiben. Interviews gab sie nur selten, doch in den siebziger Jahren erschienen einige Dokumentationen für die sie exklusiv von den Filmhistorikern John Kobal und Kevin Brownlow interviewed wurde.

Privatleben

1926 heiratete Brooks zum ersten Mal, trennte sich aber bald darauf wieder, da sie sich in einen anderen verliebt hatte. 1928 wurde die Ehe offiziell geschieden. 1933 heiratete sie erneut und zwar einen Millionär aus Chicago. Diesen verließ ohne ein Wort des Abschieds nach fünf Monaten Ehe. Sie wurden 1938 geschieden. Sie hatte keine Kinder. Ihr wurden einige Affairen nachgesagt. Nach eigener Aussage war Brooks eine sexuell emanzipierte Frau und probierte sich gerne aus. Sie hatte kein Problem damit, sich nackt zu zeigen und tat dies oft in ihrer Karriere. Louise Brooks genoss all die Spekulationen über ihr Sexleben, hielt Freundschaften zu lesbischen und bisexuell Frauen. Sie stand offen zu lesbischen Erfahrungen, darunter auch ein One-Night-Stand mit Greta Garbo.

Tod und Vermächtnis

Brooks starb am 8. August 1985 an einem Herzinfarkt. Sie litt bereits mehrere Jahre unter Arthritis. Einige ihrer Filme gelten heute als verschollen, aber ihre bekanntesten existieren noch. Sie steht heute für die starke, emanzipierte Frau der zwanziger Jahre, die sich nichts vorschreiben lässt und tut was sie Lust hat. Trotz ihrer kurzen Filmkarriere hat sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Quellen

Louise Brooks in der Wikipedia (dt.) Artikel bearbeiten


Zusammenarbeit