19302014
 

Maximilian Schell

Akteur, Drehbuch, Regisseur

Vorhandene Filme:
42 seit 1955
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1930-12-08
Geburtsort:
Wien, Österreich
Todestag:
2014-02-01 (83 Jahre)
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Maximilian Schell wurde am 8. Dezember 1939 in Wien geboren. Er war ein bekannter und erfolgreicher österreichisch-Schweizer Schauspieler, Regisseur und Produzent.

Maximilian Schell ist der Sohn von Hermann Ferdinand Schell, einem Schweizer Schriftsteller, und Margarethe Noé von Nordberg, einer Wiener Schauspielerin. Infolge des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 zog die Familie aus Wien in die Schweiz um.

Schell wuchs in Basel und Zürich auf und ist künstlerisch nicht nur durch die Eltern vorbelastet. Zürich war das Zentrum der deutschsprachigen Kulturwelt der Nachkriegsjahre. Er entschloss sich für ein Studium der Philosophie, der Kunstgeschichte und Germanistik, sowie der Musik- und Theaterwissenschaften in Zürich, Basel und München. Er war Fußballspieler beim Grasshopper-Club Zürich, von dem er heute noch ein bekennender Anhänger ist. Doch 1952 wechselte er in das darstellende Fach, studierte nebenbei am Konservatorium Bern Klavier und debütierte im Herbst 1952 am Basler Stadttheater als Schauspieler wie auch als Regisseur und Dramaturg. 1959 landete er nach verschiedenen Stationen an den Kammerspielen in München. Noch im gleichen Jahre holte Gustaf Gründgens ihn nach Hamburg, wohin er zu dessen Abschied 1963 für die berühmt gewordene Hamlet-Inszenierung zurückkehrte. Ende der 1960er Jahre spielte er in London, nebenbei übersetzte er Werke von John Osborne und William Shakespeare. 1978 übernahm er von Curd Jürgens die Rolle des Jedermann bei den Salzburger Festspielen, die er bis 1982 verkörperte. 2007 überraschte er als Operettenregisseur, indem er die Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauß erfolgreich auf die Seebühne im österreichischen Mörbisch brachte.

Auch im Film und im Fernsehen erreichte er einen hohen Bekanntheitsgrad. So drehte er bereits 1955 seinen ersten Film Kinder, Mütter und ein General. 1957 stand er in Hollywood vor der Kamera. Neben Marlon Brandowar er im Film The Young Lions – Die jungen Löwen zu sehen. Spätestens seine Rolle eines Verteidigers von Nazi-Verbrechern im Film Das Urteil von Nürnbergvon Stanley Kramer machte ihn zum internationalen Star. Er erhielt dafür 1961 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Weitere Filme folgten, unter anderem Topkapi (1964) mit Peter Ustinov , Die Akte Odessa (1974) oder u. a. Deep Impact (1998). Ende der 60er Jahre begann er auch als Produzent und Regisseur hinter der Kamera zu agieren. Bereits sein Erstling Erste Liebe (1970) war ein großer Erfolg. Es folgten Der Fußgänger (1974), Dürrenmatts Der Richter und sein Henker (1975) sowie seine vielbeachteten Dokumentationen Marlene (1984) über Marlene Dietrich und Meine Schwester Maria (2003), eine Biografie über Maria Schell, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits seit längerem an Demenz litt.

Maximilian Schell gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Schauspieler weltweit. Außerdem war Schell weitere Male als bester Darsteller und Nebendarsteller, sowie für den besten ausländischen und den besten Dokumentarfilm für den Oscar nominiert worden. 2002 erhielten er und seine Schwester Maria beide einen Bambi für ihr Lebenswerk.

Aufsehen erregte seine drei Jahre andauernde Liaison mit Soraya Esfandiary Bakhtiari, die als Gattin des letzten Schahs von Persien bekannt geworden war. Im Jahr 1985 heiratete Schell die russische Schauspielerin Natalja Andreitschenko; 1989 wurde ihre gemeinsame Tochter geboren.

Neben seinen Tätigkeiten für Theater, Film und Fernsehen widmete sich Maximilian Schell der Musik, der Malerei und gelegentlich schrieb er auch. Er lebte abwechselnd in Los Angeles und auf dem elterlichen Berghof in Kärnten.

Maximilian Schell ist einer der Taufpaten der Schauspielerin Angelina Jolie. Diese Verbindung entstand durch Angelinas Vater Jon Voight, der 1975 in Schells Dürrenmatt-Verfilmung Der Richter und sein Henker eine der Hauptrollen spielte.

Quelle

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