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Rezeption

 

Rezeption

Die deutsche Filmkritik ist sich über den Film weitgehend einig. Filmästhetisch ist Hero ein Meisterwerk. Die Bilder sind großartig inszeniert, das Farbenspiel ist verzaubernd und Christopher Doyles Kamera fängt alles hahezu perfekt ein. Aus diesem Grund beschreibt der Spiegel Hero als den “Meister aller Klassen”, der jeden vergleichbaren Film des Genres in den Schatten stellt1. Auch der Filmspiegel sucht den Vergleich. So wirke Ang Lees Martial-Arts-FilmFilm gegenüber Zhang Yimous 2.

Bei allem Lob für die schönen Bilder und die großartig durchchoreographierten Kampfszenen, bleibt jedoch ein fahler Beigeschmack. In China wird bemängelt, dass dem Film ein Geist “tiefer Unterwürfigkeit” innewohnt. Nach Meinung des Filmspiegels wird die Entstehung Chinas scham- und kritiklos für einen fiktionalen Kontext ausgenutzt2. Die Gräueltaten des grausamen Kaisers werden verschwiegen. Diese Tatsache erscheint umso kritikwürdiger, da das Kredo des Films lautet: Das ein wirklicher Held bereit sein muss, sein eigenes Leben für ein höheres Gut herzugeben. Wenn das höhere Gut aber wie in Hero ein eroberungssüchtiger Kaiser ist, ist diese Aussage mehr als fragwürdig. Auch der Tasgesspiegel kritisiert, dass der Film “indirekt die Gewaltherrschaft3” rechtfertigt.

Zhang Yimous wurde auf Grund dieser Kritik vorgeworfen opportunistisch gegenüber den chinesischen Zensoren verfahren zu sein. Der bisher als parteikritisch bekannte Regisseur setzt sich den Vorwürfen nicht aus und erwidert: „Hero ist ein kommerzieller Action-Film. Mein Wunsch war, einen Film zu machen, der ein großes Publikum anzieht“. Er hätte nie die Absicht gehabt in allen Details einen wahrheitsgetreuen Historienfilm zu machen. Dass er ein “Liebling der chinesischen Zensur sei, hält er für Unsinn3.”

Quellen:

1 Filmbesprechung) in der Wochenzeitschrift Der Spiegel

2 Filmbesprechung auf filmspiegel.de

3 Filmkritik im Tagesspiegel