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Dogville Confessions

 

Dogville Confessions

Wie bereits bei Lars von Trier erster Dogma 95-Produktion Idioten – Dogma II ist bei den Dreharbeiten zum Lehrstück Dogville eine Art Making Of entstanden. In Dogville Confessions stellt Dokumentarfilmer Sami Saif vor, wie es bei den Dreharbeiten zu Lars von Trier Film zuging.

Wie auch schon Jesper Jargils Dokumentation über die Entstehung von Idioten – Dogma II bietet der Film Einblicke in die Methoden des kontroversen dänischen Filmemachers. Während der sieben Wochen, die die Dreharbeiten in Anspruch nahmen, sind dabei eindrückliche Aufnahmen entstanden, die die gesamte Crew nicht nur während der Aufzeichnung, sondern auch in den Pausen und nach Feierabend begleiteten.

Dabei werden die Anstrengungen deutlich, die die Arbeit mit Lars von Trier wohl unumgänglich mit sich bringt. Nachdem am Set von seiner vorhergehenden Produktion Dancer in the Dark große Schwierigkeiten mit der Hauptdarstellerin Björk aufgetreteten waren, wurde eine Art Beichtstuhl eingerichtet, eine kleine Kammer, in der die Schauspieler vor einer Kamera ihrem Frust und ihrer Agression Luft machen konnten.

Es ist eine interessante Idee, das Zusammenspiel von Schauspielern und Regisseur nicht nur auf der Bühne sondern auch hinter den Kulissen festzuhalten. Denn hier prallen völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Und die unkonventionellen Methoden des dänischen Dogma 95-Mitbegründers erweisen sich nicht immer als kompatibel mit den Gewohnheiten von Hollywood-Stars wie Nicole Kidman, Lauren Bacall oder Paul Bettany.

Und dennoch gelingt es den Darstellern unter der Regie des dänischen Regisseurs immer wieder beeindruckende Leistungen zu erzielen. Dogville Confessions bietet dazu vielleicht die eine oder andere Erklärung.

Quellen

Dogville Confessions – Schauspieler im Beichtstuhl – Kurzbericht von Brigitte Häring auf mybasel.ch