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Ungewöhnliche Dreharbeiten

 

Ungewöhnliche Dreharbeiten

Nachdem Caroline Link umfangreich zum Thema recherchiert hatte, konnten am 28. Juli 1993 endlich die Dreharbeiten in München, Berlin und Mainburg beginnen. Diese gestalteten sich jedoch aufgrund der besonderen Thematik und der Besetzung um einiges komplizierter als bei anderen Filmproduktionen üblich:

Tatjana Trieb und Sylvie Testud, die beiden Darstellerinnen der Lara, mussten zunächst nicht nur ihre Dialoge in Gebärdensprache lernen, sondern sich auch mit der Klarinette vertraut machen. Abgesehen davon ergaben sich Schwierigkeiten wegen der Darsteller von Laras Eltern. Der taubstumme Schauspieler Howie Seago, der die Rolle von Laras Vater Martin spielte, ist Amerikaner und verständigt sich in American Sign Language. Dahingegen ist Emmanuelle Laborit, die im Film Laras Mutter Kai spielt, Französin und verständigt sich in der Langue des Signes Francaise.

So kam es, dass neben den drei europäischen Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch auch die entsprechenden Versionen der Gebärdensprache am Drehort vertreten waren. Um Probleme und Mißverständnisse zu vermeiden, wurde daher von vornherein mit unterschiedlichen Gerhörlosen-Organisationen und der Arbeitsgemeinschaft Behinderte in den Medien kooperiert, und den gehörlosen Darstellern wurde jeweils ein Coach und ein Dolmetscher an die Seite gestellt.

Caroline Link musste nun also die Regieanweisungen auf Deutsch und Englisch geben, damit die Dolmetscher, die wiederum kein Deutsch sprachen, sie verstehen konnten.

Quellen

Jenseits der Stille auf br-online.de