Der Held des Kriminalfilms

 

Der Held des Kriminalfilms

Der Held kann im Kriminalfilm – je nach Subgenre – von ganz unterschiedlichen Charakteren dargestellt werden. Zu Beginn des Genres in den 1910er Jahren war es vor allem der Detektiv, der nur in seiner Freizeit den Ermittlungen nachgeht (“airmchair detective”) wie Miss Marple oder Sherlock Holmes. Mit dem Film Noir kam der “privat eye” in die Kinos, der Privatdetektiv, der in der Stadt in einer Detektivagentur arbeitet. Als Einzelgänger versucht er eher die Psyche des Täters zu beleuchten. Der “Held” kann allerdings auch die (korrupte) Behörde oder der (unfähige) Polizist sein.

Generell geht es um einen Helden, der unbeirrbar sein Ziel verfolgt. Wer auch immer sich ihm in den Weg stellt, Institutionen oder andere Gegner, er lässt sich nur selten von der Aufklärung des Falls abbringen.

Dem Zuschauer vermittelt er die Botschaft, dass jede Art von oranisiertem Verbrechen bekämpft werden kann:

Der Detektiv stellt sich damit als Herr der zeitlichen Rekonstruktion dar. Er löst damit das geheimnisvolle Dunkel um die Tat auf, gibt eine Deutung des zumeist vorgängigien Geschehens, die durch ihre Plausibiltät überzeugen soll. 1

Quellen

  • Hickethier. Filmgenres. Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. S. 11-39

1 Hickethier. Filmgenres. Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. S. 31