Italienischer Neorealismus

 
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Der italienische Neorealismus bezeichnet eine Epoche in Film und Literatur, die um 1943 einsetzte und teilweise bis in die 1960er Jahre reichte. Der Neorealismus kann als eine Antwort auf den Krieg, den Faschismus und die Diktatur Mussolinis gesehen werden. Bedeutende Vertreter sind Roberto Rossellini, Vittorio de Sica, Lucchino Visconti und Federico Fellini.

Der italienische Neorealismus

Der Neorealismus stellte zu dieser Phase einen Gegenentwurf zum gängigen italienischen Kino dar, das sich zu der Zeit vor allem durch anspruchslose, nicht sonderlich politische Historienfilm, Komödie, Melodram, Propagandafilm und Literaturverfilmungen auszeichnete. Die Filme des Neorealismus hingegen versuchten der damaligen italienischen Gesellschaft zu vermitteln, wie es um die Realität ihres Alltags und ihrer Gesellschaft steht. Damit bezogen die Filmemacher in der Regel konkret Stellung (ideologisch oder moralisch), was sich auch in bestimmten filmästhetischen Verfahren zeigte.

Die Filmästhetik des Neorealismus

Hierbei geht es vor allem um eine wahrheitsgetreue, oft dokumentarische Darstellung des Alltags und der Figuren. Dabei verzeichtete der Großteil der Regisseure auf eine lineare Handlung Je nach Regisseur wurden unterschiedliche Akzente gesetzt:

  • Luchino Visconti ging es um eine wahrgheitsgetreue Darstellung des jeweiligen sozialen Milieus
  • Roberto Rossellini verfolgte ebenfalls das Konzept die Wahrheit bzw. bestimmte politische Ereignisse möglichst realistisch abzubilden
  • Vittorio De Sica ging es dabei eher um konkrete Sitationen und Einzelschicksale
  • Luchino Visconti betont den Aspekt, dass das Individuum sich gegen bestimmte Gegebenheiten auflehen kann
  • Federico Fellini kann bereits als Bruch mit dem Neorealismus gesehen werden, da er die menschlichen Beziehungen vor die gesellschaftliche Problematik stellt

Die Bedeutung des Neorealismus für die Filmgeschichte

Der Neorealismus hat die Filmgeschichte sowohl in Bezug auf die Ideologie, als auch auf die Ästhetik in hohem Maße beeinflusst. In diesem Zusammenhang wird immer wieder die Rolle der Filme La Strada – Das Lied der Straße (1945), Die mit der Liebe spielen (1960) von Michelangelo Antonioni und Mamma Roma (1962) von Pier Paolo Pasolini betont.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

  • Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005. S. 126-130
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