Thomas Cruise Mapother IV ist besser bekannt unter seinem Künstlernamen Tom Cruise. Er ist ein amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent. Im Jahr 2006 wurde Tom Cruise vom Forbes Magazin als einflussreichste Celebrity-Persönlichkeit ausgezeichnet. Er wurde bisher für drei Oscars nominiert und gewann drei Golden Globe Awards.

Vita und Werk

Kindheit und Jugend

Tom Cruise wurde am 03. Juli 1963 in Syracuse, New York als drittes von vier Kindern geboren. Seine Mutter, Mary Lee (geb. Pfeiffer) war Sonderschullehrerin, sein Vater, Thomas Cruise Mapother III, war Elekroingenieur. Seine älteste Schwester Lee Anne kam in Louisville zur Welt, die ältere Schwester Marian genau wie Tom und die jüngste Schwester Cass in Syracuse. Die Familie zog oft um, und so besuchte Tom Cruise insgesamt über 15 Schulen in 12 Jahren. Unter anderem verbrachte die Familie Zeit in Ottawa, Louisville (Kentucky), Winnetka (Illinois) und Wayne, New Jersey. Zwischenzeitlich war Tom Cruise an einer von Franziskanern geleiteten Schule in Cincinnati und spielte mit dem Gedanken, selbst Priester zu werden. In der sechsten Klasse besuchte Cruise die Henry Munro Middle School in Ottawa, Ontario. Dort nahm er aktiv am Schulsport teil (er spielte unter anderem Feldhockey) und machte seine ersten Schaupsielerfahrungen in der Theatergruppe von George Steinburg. Zu dieser Zeit begann auch seine Mutter, Mary Lee Mapother, die Schaupsielerei ihres Sohnes zu fördern.

Als Tom Cruise 12 Jahre alt war, verließ die Mutter seinen Vater und nahm ihn sowie die Schwester Lee Anne mit. Den Nachnamen des Vaters legte Tom Cruise zu dieser Zeit ab. Nach einer langen Zeit in sehr bescheidenen Verhältnissen, wo Cruise durch Zeitungen austragen zum Familienunterhalt beitrug, heiratete seine Mutter erneut.

Schauspielkarriere

Mit 18 Jahren zog Tom Cruise bei seiner Mutter aus und ging nach New York, wo er die Neighbourhood Playhouse School of Theater besuchte. Dort traf er auf seinen späteren Freund und Förderer, den Schauspieler Sanford Meisner. Den ersten Auftritt in einem Kinofilm hatte Tom Cruise dann 1981 im Drama Endless Love, mit Brooke Shields in der Hauptrolle. Im selben Jahr spielte er auch neben George C. Scott, Timothy Hutton und Sean Penn in Taps, einem mäßig erfolgreichen Film über Militärkadetten. 1983 spielte er einen der vielen Teenager in Francis Ford Coppolas Die Outsider. Unter anderem wirkten dort auch Rob Lowe, Matt Dillon, Patrick Swayze und Ralph Macchio mit. Eine andere Teenie-Komödie (Still Standing > Brians erstes Mal) erschien im selben Jahr. Den Durchbruch erzielte Tom Cruise schließlich später im Jahr 1983 mit dem Film Lockere Geschäfte. In einer Szene im Film ist Cruise in Unterhosen zu sehen, wie er ein Playback zu Bob Segers “Old Time Rock and Roll” singt – diese wurde zu einer Kultszene der 80er Jahre. Außerdem kam im selben Jahr noch ein High-School-Film mit Cruise in einer Rolle heraus: das Football-Drama All the Right Moves. Tom Cruises nächster Film folgte 1985: der Fantasy-Film Legend unter dem Regisseur Ridley Scott.

Die Rolle für einen von Jerry Bruckheimer und Don Simpson produzierten Film über Kampfpiloten im Jahr 1986 lehnte Tom Cruise zunächst ab. Er überlegte es sich jedoch anders, nachdem er mit auf einen Flug mit den Blue Angels genommen wurde. Danach beteiligte er sich an Drehbuchänderungen und war in der Hauptrolle in Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel zu sehen. Der Film wurde der kommerziell erfolgreichste Film des Jahres. Daneben trat Tom Cruise auch in Martin Scorseses Film Die Farbe des Geldes neben Paul Newman auf.

Seine nächste Rolle in dem leichtfüßigen Film Cocktail wurde von Kritikern gemischt aufgenommen – kommerziell war der Film dennoch ein Erfolg. Auch im Jahr 1988 spielte Tom Cruise neben Dustin Hoffman und Barry Levinson in dem Drama Rain Man, welcher wiederum von Kritikern viel Lob bekam, mit acht Oscar-Nominierungen bedacht wurde und davon vier verliehen bekam. Darunter waren auch “Bester Film” und “Bester Hauptdarsteller” für Dustin Hoffman. Ähnlich erfolgreich verlief auch das folgende Jahr, wo Tom Cruise in Oliver Stones Geboren am 4. Juli auftrat und dafür selbst eine Oscar-Nominierung bekam. Ein Jahr später (1990) trat er in Tony Scotts Tage des Donners - Days of Thunder auf, in der Rolle des ehrgeizigen Rennfahreres Cole Trickle. Seine Filmpartnerin Nicole Kidman trat auch in Cruises nächsten Film mit ihm auf – obwohl In einem fernen Land eher lauwarme Kritiken bekam. Sein nächster Film war jedoch wieder ein Erfolg, sowohl bei Kritikern als auch Zuschauern. Im Drama Eine Frage der Ehre spielte Tom Cruise neben Jack Nicholson und Demi Moore. Im Jahr darauf spielte er in der John Grisham-Adaption Die Firma neben Gene Hackman und Ed Harris. Im Jahr 1994 spielte Tom Cruise die Hauptrolle in dem höchst erfolgreichen Horror-Drama Interview mit einem Vampir. Daneben traten in der Anne Rice-Adaption auch Brad Pitt, Antonio Banderas and Christian Slater auf.

In Brian de Palmas Remake der 1960er TV-Serie Mission: Impossible war Tom Cruise als Hauptdarsteller und auch als Produzent verantwortlich. Der Film war an dritter Stelle der kommerziell erfolgreichsten Filme des Jahres 1996. Im selben Jahr spielte er auch in der Tragikomödie Jerry Maguire - Spiel des Lebens neben Renée Zellweger. Diese Rolle brachte ihm eine weitere Oscar-Nominierung, seinem Kollegen Cuba Gooding Jr. gar einen Preis als Bester Darsteller ein. Der berühmteste Ausspruch des Films “Show me the Money” wurde Teil der Popkultur. Geringerer Erfolg war ihm 1999 mit Stanley Kubricks ambitionierten letzten Film Eyes Wide Shut beschieden. Das kontroverse Werk war auch der letzte Film, in dem er neben seiner damaligen Frau Nicole Kidman auftrat. Besseres Glück hatte Tom Cruise da mit seiner Rolle als frauenfeindlicher Motivationsguru in Magnolia, für welche er als Bester Nebendarsteller für einen Oscar nominiert wurde.

Im Jahr 2000 kehrte Tom Cruise zu seiner Rolle als Ethan Hunt zurück im Film Mission: Impossible 2. Der Film wurde diesmal von John Woo geleitet und war ein großer kommerzieller Erfolg. Im Jahr darauf (2001) stand Tom Cruise in Vanilla Sky zusammen mit Penélope Cruz und Cameron Diaz vor der Kamera. Der Film wurde von Kritikern und Publikum sehr gut aufgenommen. Im Jahr 2002 spielte er dann im düsteren Science Fiction-Drama Minority Report, welches auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick basierte. Eine ganz andere Richtung schlug Tom Cruise daraufhin im Historiendrama Last Samurai ein, die jedoch ebenfalls einigen Erfolg brachte im Jahr 2003.

In Michael Manns Collateral aus dem Jahre 2004 schließlich wandte sich Tom Cruise erstmals von seinen Rollen als “Good Guy” ab und spielte einen soziopathischen, eiskalten Auftragskiller. Die Intensität in dem Kammerspiel und die Zusammenarbeit mit Jamie Foxx brachten ihm viel Lob von Kritikern. Ein Jahr später arbeitete Tom Cruise dann mit Steven Spielberg an seinem Film Krieg der Welten zusammen, welcher den vierten Platz bei den kommerziell erfolgreichsten Filmen des Jahres 2005 einnimmt. Trotz des guten Einspielergebnisses wurde der Streifen mit mehreren Goldenen Himbeeren bedacht.

Das Jahr 2006 brachte die dritte Wiederkehr des Ethan Hunt in Mission: Impossible 3. Der Film wurde von Kritikern freundlicher aufgenommen als der von John Woo regierte Vorgänger und erzielte ca. 400 Millionen US Dollar. Im Jahr 2007 brachte es Tom Cruise auf eine Rolle im Drama Von Löwen und Lämmern welcher jedoch der erste Film seit 21 Jahren war, der die 100-Millionen-Grenze im Einspielergebnis nicht knackte. Erfolgreicher war da die Rolle in Tropic Thunder im Jahr 2008, die Tom Cruise sogar eine Golden Globe Nomnierung einbrachte.

Eine weitere Hauptrolle hatte der Schauspieler in seinem Lieblingsprojekt, dem kontroversen Film Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat aus dem Jahr 2008.

In den 2010er Jahren spielte Tom Cruise noch drei weitere Male den Ethan Hunt in Mission-Impossible-Filmen. Erfolg hatte er auch mit dem Action-Krimi Jack Reacher 2012 und dessen Fortsetzung 2016. Seine Neuverfilmung von Die Mumie floppte hingegen.

Karriere als Produzent

Während seiner langen Karriere hat sich Tom Cruise auch als Produzent einen Namen gemacht. Mit dem früheren Talent-Scout Paula Wagner gründete er 1993 Cruise/Wagner Productions. Seither hat die Firma mehrere von Cruises Filmen co-produziert, als erstes Mission: Impossible im Jahr 1996. Als nächstes widmete er sich 1998 dem Projekt Without Limits über den berühmten amerikanischen Läufer Stefe Prefontaine. Im Jahr 2000 kehrte er als Produzent zurück und arbeitete am Mission Impossible-Nachfolger sowie als Co-Produzent beim Film The Hours seiner Ex-Frau Nicole Kidman. Vanilla Sky war für Tom Cruise eine Doppelrolle als Darsteller und Produzent. Ein weiteres Mal übernahm er zwei Positionen in Last Samurai. Er produzierte weiterhin Filme wie Narc, Hitting It Hard und Shattered Glass.

Tom Cruise wird weithin dafür bewundert, einige der besten Verträge in Hollywood augehandelt zu haben. Im Jahr 2005 wurde er als einer der einflussreichsten Männer in Hollywood beschrieben. Er wird zusammen mit wenigen anderen Produzenten als Garant für kommerziellen Erfolg angesehen. Zur Zeit befindet sich eine Drehbuch-Adaption von Erik Larsons Bestseller The Devil in the White City in Entwicklung. Es geht um einen Serienkiller, H. H. Holmes und die Weltausstellung in Chicago. Kathryn Bigelow soll mit dem Projekt verbunden sein.

Privatleben

Tom Cruise war seit 9. Mai 1987 in erster Ehe mit Mimi Rogers verheiratet. Es wird vermutet, dass er durch sie an Scientology herangeführt wurde. Später wandte er sich von seinem katholischen Glauben ab und wurde Mitglied von Scientology. Seit 1986 ist Cruise Anhänger von Scientology und tritt quasi als Repräsentant dieser Sekte auf.

Cruise trennte sich am 04. Februar 1990 von Rogers, nachdem er sich am Set von Tage des Donners in seine spätere zweite Ehefrau Nicole Kidman verliebte. Die beiden heirateten noch im selben Jahr, am 24. Dezember 1990. Das Paar adoptierte zwei Kinder, Isabella Jane (geb. 22. Dezember 1992) und Connor Anthony (geb. 17. Januar 1995). Nach einer fast zehnjährigen Ehe mit Nicole Kidman trennte sich Tom Cruise überraschend von ihr im Februar 2000.

Danach hatte er zahlreiche öffentliche Affären, u.a. mit Penélope Cruz, bevor er Katie Holmes kennenlernte. Aus der Beziehung wurde schnell mehr, und am 17. Juni 2005 verkündete Tom Cruise, dass er Holmes auf der Spitze des Eiffelturms einen Antrag gemacht habe. Am 18. April 2006 kam die gemeinsame Tochter Suri im Saint John's Health Center in Santa Monica, Kalifornien, zur Welt. Sie ist das erste leibliche Kind von Holmes und auch Cruise. Am 18. November 2006 heiratete das Paar in Bracciano, Italien. Im Juni 2012 gaben die beiden bekannt, sich getrennt zu haben.

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