David Cronenberg

Regie, Drehbuch, Akteur, Produzent, Kamera

David Cronenberg ist ein kanadischer Regisseur der Independent-Szene. Cronenberg arbeitet auch als Produzent, Autor und Darsteller. Bekannt wurde Cronenberg mit einer Reihe von Kombinationen aus Psycho-Thriller und Horrorfilm, die sich vor allem mit Mutationen des Körpers befassen.

Leben und Werk

David Cronenberg wurde am 15. März 1943 als Sohn einer Musikerin und eines Schriftstellers und Verlegers in Toronto (Kanada) geboren. Später ging er auf das North Toronto Collegiate Institute, studierte Naturwissenschaften und machte 1967 an der University of Toronto seinen Abschluss in Anglistik.

Seine ersten Kurzfilme enstanden noch während des Studiums in den 1960er Jahren mit Transfer (1966) und From the Drain (1967). Außerdem schrieb er schon früh skurrile Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten, die keinen Verleger fanden.

In den 1970er Jahren produzierte er zahlreiche Zwischenakte für das kanadische Fernsehen. Cronenbergs ersten 35-mm-Filme Stereo (1969), Crimes Of The Future (1970) und Jim Ritchie Sculptor (1971) weisen bereits auf spätere Themen seines Werks hin.

Der erste kommerzielle Film folgte 1974 mit Parasiten-Mörder. 1976 folgte Rabid - Der brüllende Tod. Bei beiden Filmen handelt es sich um Horrore, wobei der erste eher den Schwerpunkt auf Parasiten, der zweite eher auf Zombiefilm und Vampirfilm legt.

Cronenberg steigt somit schnell in die Riege der kanadischen Newcomer auf. Allerdings gibt es mit 10.000 PS - Vollgas im Grenzbereich (1979) einen kleinen Ausbruch aus den gewohnten Genres.

Die bisher erfolgreichsten Filme Cronenbergs entstanden in den 1980er Jahren: Mit Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981) hatte Cronenberg seinen endgültigen Durchbruch. Der folgende Film Videodrome (1983) wurde von Andy Warhol als das Uhrwerk Orange der 80er gepriesen.

Bei The Dead Zone (1983) handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen Kings.

Die Fliege (1986) ist ebenfalls ein Horrorfilm und eine Neuverfilmung des Klassikers von Kurt Neumann (1958). Auch hier ist die meschliche Angst vor körperlichen Mutationen beschrieben, da in dem Film ein Zwitterwesen zwischen Fliege und Mensch entsteht.

Naked Lunch (1991) beruht auf dem gleichnamigen Kultroman von William S. Burroughs, ist aber nicht eine einfache Verfilmung des Stoffes, sondern eine Schilderung der Entstehung des Romans.

Die neueren Filme zeigen eine Tendenz zur Gesellschaftskritik, das Genre Horror wird von Cronenberg kaum noch behandelt. Neue Themen sind Fetische (Crash, 1996), Geisteskrankheit (A History Of Violence, _Spider, 2004) und Gewalt in der heutigen Gesellschaft (A History Of Violence, 2005).

Auch in seinem Film Tödliche Versprechen - Eastern Promises (2007) geht es um die Gewalt der russischen Mafia.

Stil

Wissenswertes

Weiterführende Informationen

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Quellen

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