19182007
 

Ingmar Bergman

Regisseur, Drehbuch, Autor, Produzent, Akteur

Vorhandene Filme:
44 seit 1944
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1918-07-14
Geburtsort:
Uppsala, Uppsala län, Sweden
Todestag:
2007-07-30 (89 Jahre)
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    Ernst Ingmar Bergman
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Schwedischer Regisseur, der zu den bedeutendsten Filmemachern der europäischen Filmgeschichte gehört und die Gattung des Autorenfilms wesentlich mitgeprägt hat. Bergmans Filme zählen bis heute zu Klassikern und Meilensteinen der Filmgeschichte. Bergman realisierte über 40 Filme und wurde 1997 in Cannes zum "größten Filmregisseur aller Zeiten" gekürt.

Leben und Werk

Ingmar Bergman wurde am 14. Juli 1918 in Uppsala, Schweden als Sohn eines Pastors geboren. Schon in seiner Kindheit interessierte er sich für das Theater, insbesondere für die Stücke August Strindbergs, und für den Filmprojektor seines Bruders, eine Laterna Magica. Mit 19 Jahren ging er nach Stockholm um Literaturgeschichte zu studieren. Dieses Studium schloss er nicht ab, stattdessen begann er als Regiseassistent am Theater zu arbeiten.

Theater

In Ingmar Bergmans Zeit beim Theater inszenierte er über hundert Stücke.

Kino

Neben dem Theater interessierte sich Ingmar Bergman zunehmend für das Kino, insbesondere für das schwedische Kino der Stummfilm-Zeit. Seine Vorbilder waren die Stummfilmregisseure Mauritz Stiller und Victor Sjöström. Bergmann begann ab 1946 seine ersten eigenen Filme zu machen, mit Durst (1949) hatte er seinen ersten Erfolg. Der Durchbruch gelang Ingmar Bergman mit Das Lächeln einer Sommernacht (1955), der im Jahr darauf bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wurde. Wilde Erdbeeren (1957) wurde ein Jahr später in Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Für Die Jungfrauenquelle (1960) bekam Bergman den Oscar für den “besten ausländischen Film”.

In den 1960er Jahren entstand außerdem die “Kammer-Trilogie über das Schweigen Gottes”: der erste Teil ist das Familiendrama Wie in einem Spiegel (1961), der zweite Teil Licht im Winter (1962) thematisiert die Zweifel eines Priesters an der Existenz Gottes und der dritte Teil Das Schweigen (1963), der heute von vielen als Kultfilm betrachtet wird, beleuchtet anhand der Beziehung zweier Schwestern die Kommunikationsprobleme und Triebhaftigkeit der Gesellschaft.

Zwischen Mitte und Ende der 1960er Jahre drehte Ingmar Bergman viele Filme auf seiner Lieblingsinsel Farö: die bekanntetsen aus dieser Zeit sind der Kunstfilm und Low Budget-Film Persona (1966), Schande (1968) und den Horror Die Stunde des Wolfs (1968). In den 1970er Jahren entstand noch in Schweden Schreie und Flüstern (1972).

Zwischen 1976 und 198 lebte Ingmar Bergman in München, da er in Schweden fälschlicherweise wegen Steuerhinterziehung angeklagt war. Im Deutschland der 1950er und 1960er Jahre wurde Bergmans Filme als “Problemfilm” beschrieben, da sie Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Existenz und der Suche nach Gott stellten. Heute kann man sie präziser eher als Beziehungsfilme charakterisieren, in denen die Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation und Selbsterkenntnis ausgeleuchtet werden. Nach seiner Rückkehr nach Schweden entstand einer seiner bekanntesten Filme: das Familien-Epos Fanny und Alexander (1982) ist stark autobiographisch geprägt und erhielt gleich vier Oscars.

Ingmar Bergmans letzter Film entstand 2003 mit Sarabande, einer Fortsetzung des Films Szenen einer Ehe (1973). Ingmar Bergman starb am 30. Juli 2007 auf Farö, Dänemark.

Auszeichnungen

  • Wilde Erdbeeren (1957) wurde ein Jahr später in Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
  • Für Die Jungfrauenquelle (1960) bekam Bergman den Oscar für den “besten ausländischen Film”.
  • 1983 erhielt Bergman den Goldenen Löwen von Venedig für sein Gesamtwerk.
  • 1984 wurde Fanny und Alexander (1982) mit vier Oscars ausgezeichnet.
  • 1988 bekam er schließlich den erstmals verliehenen Europäischen Filmpreis (Felix) für sein Lebenswerk.
  • 1997 wurde Bergman beim 50. Filmfestival in Cannes von Regisseuren wie Martin Scorsese, Woody Allen, Robert Altman, Wim Wenders und Akira Kurosawazum “größten Filmregisseur aller Zeiten” gewählt.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Wissenswertes

Quellen

  • Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005
  • Ingmar Bergman bei der Wikipedia (dt.)

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