19222010
Vorhandene Filme:
17 seit 1958
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1922-09-27
Geburtsort:
Philadelphia, Pennsylvania, USA
Todestag:
2010-09-28 (88 Jahre)
Sterbeort:
New York City, USA
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Arthur Penn war ein US-amerikanischer Regisseur, der mit seinen Filmen 'Bonnie und Clyde' (1967) und 'Alice's Restaurant' (1969) das New Hollywood mitbegründete.

Leben und Werk

Arthur Penn wurde am 27. September 1922 in Philadelphia, Pennsylvania als Sohn eines ungarischen Einwanderers geboren. Nachdem er Film am Black Mountain College (North Carolina), in Perugia und Florenz studiert hatte, ging er ans Actors Studio in Los Angeles.

Nach dem Studium begann er beim Rundfunk zu arbeiten bis er 1943 in den Zweiten Weltkrieg eingezogen wurde. 1945 ließ sich Penn zum GI degradieren, um auf diese Weise als Soldat beim Fronttheater mitwirken zu können. Hier konnte er unter der Leitung von Joshua Logan erste Erfahrungen für seine spätere Film- und Fernseharbeit machen.

Zunächst arbeitete er jedoch für das Theater: für seine Inszenierung des Stücks The Miracle Worker, der Lebensgeschichte von Helen Keller, wurde er 1959 mit einem Tony Award ausgezeichnet.

Zwischen 1951 und 1958 war Penn außerdem als Regisseur für das Fernsehen tätig. Die wichtigsten Fernseharbeiten Penns sind Philco Playhouse (1948-1955) und Playhouse 90. Auch am Broadway war Penn mit Blue Denim (1954) und Two for the Seesaw (1957) erfolgreich.

Sein erster Film entstand 1958 mit Einer muss dran glauben: es handelt sich um eine Biographie Billy the Kids nach einem Bühnenstück Gore Vidals. Das Besondere bestand darin, dass Billy the Kid in Penn’s Version nicht wie sonst üblich als tragischer Held dargestellt wird.

Bereits Penns zweiter Film Licht im Dunkel (1962) wurde für den Oscar nominiert. Nichtsdestotrotz begann Penns Karriere schleppend, da er bei der Auswahl der Filmprojekte sehr wählerisch vorging. 1964 entstand Der Zug, ein Film über die Befreiung Paris durch die Allieerten, den Penn in Zusammenarbeit mit John Frankenheimer fertigstellte.

Penns größter Erfolg war Bonnie und Clyde (1967): trotz der unverhüllten Sex- und Gewaltdarstellungen feierte der Film auch beim Publikum große Erfolge.

Penns Little Big Man (1970) verhalf Dustin Hoffman in der Rolle des Möchtegern-Indiana und “letzten Held des Westens”1 Jack Crabb zu mehr Bekanntheit. Durch diesen Western-Western äußerte sich Penn außerdem kritisch zum Vietnam-Krieg. Wie in Alice’s Restaurant verarbeitet Penn hier das Protest-Klima jener Jahre.

In der Folgezeit hatte Penn allerdings wenig Erfolg und drehte nur noch unregelmäßig Filme. Sein letzter Film war das Apartheids-Drama Inside (1996).

Filmstil

Penns Stil zeichnet sich vor allem durch die besondere Kameraarbeit aus: am Set laufen immer mehrere Kameras und nach den Dreharbeiten entscheidet Penn selbst, welches der Bilder (bzw. aus welcher Perspektive) verwendet werden soll. Nichtsdestotrotz wurden viele Filme Penns von den Produzenten des Hollywood-Films nachträglich abgeändert.

Seine Vorbilder waren Ingmar Bergman und die französischen Regisseure der Nouvelle Vague.

Arthur Penn hat kaum eines seiner Drehbücher selber verfasst.

Wissenswertes

  • Bei den 57. Internationalen Filmfestspielen in Berlin wurde Penn 2007 mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

  • Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005. S. 217

1 Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005. S. 217

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