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Elizabeth Taylor

Akteur, Archivmaterial

Elizabeth Taylor galt jahrzehntelang als die schönste Schauspielerin Hollywoods. Mit drei Jahren soll Elizabeth Taylor vor der Queen getanzt haben, mit acht spielte sie die erste Filmrolle, mit zwölf hat sie ihren ersten Film-Vertrag mit MGM.

Leben und Werk

Kinderstar

Liz Taylor ist die in London geborene Tochter US-amerikanischer Eltern. Sobald Elizabeth laufen konnte, bekam sie bereits in London Ballettstunden, mit drei Jahren trat sie mit ihrer Ballettgruppe vor der königlichen Familie auf. 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, zogen sie nach Los Angeles, wo der Vater eine Kunstgalerie betrieb.

Drei Jahre später übernahm die hübsche Elizabeth für Universal Studiosihre erste Rolle in Harold Youngs Komödie There’s One Born Every Minute. 1943 spielte sie eine Rolle im Lassie-Film Heimweh und schloss daraufhin einen Exklusiv-Vertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer ab. Die junge Schönheit wurde zum Kinderstar aufgebaut. In National Velvet (deutsch: Kleines Mädchen, großes Herz) wurde Liz neben Mickey Rooney bereits ein Star, und die Publicity-Maschine von MGM spannte sie voll ein. Die harschen Filmarbeiten handelten ihr einen lebenslangen Rückgratschaden ein, da sie auf ein Streckbrett gespannt wurde, um ihre Körpergröße zu verlängern. National Velvet war ein großer Erfolg, der über 4 Mio. Dollar einspielte.

Star der 50er und 60er Jahre

Dank ihrer Schönheit und reifen Erscheinung spielte sie bereits mit 16 Jahren die Ehefrau von Robert Taylor in dem Film Conspirator. Mit 18 Jahren schloss Taylor die Schule ab und heiratete. Der erste ihrer bis heute acht Ehemännern war der Hilton-Erbe Conrad Nicholson (“Nicky”) Hilton. Die Ehe wurde aber bereits nach neun Monaten geschieden und von MGM ausgenutzt, um die neuesten Filme Vater der Braut und Ein Geschenk des Himmels zu promoten.

1952 heiratete Taylor in zweiter Ehe den zwanzig Jahre älteren britischen Schauspieler Michael Wilding. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. Fünf Jahre später galt diese Ehe als gescheitert. Die Scheidung folgte und die Taylor vermählte sich mit dem Filmproduzenten Mike Todd, trat für ihn dem jüdischen Glauben bei und bekam ein drittes Kind. Todd starb kurze Zeit später bei einem Flugzeugabsturz. Taylor zog daraufhin die Schlagzeilen auf sich, da sie den Trauzeugen ihrer Ehe, Eddie Fisher, heiratete, der zu Beginn der Affäre noch liiert gewesen war. Die beiden wollten ein deutsches Mädchen adoptieren, das dann allerdings von dem fünften Ehemann Richard Burton adoptiert wurde. Taylor und Burton sorgten mit ihrem Ehestreit und den zwei Ehen über zehn Jahre lang für Schlagzeilen in der Regenbogenpresse.

In den 50er Jahren übernahm Taylor viele verschiedene Rollen und galt als der erfolgreichste Star von Metro-Goldwyn-Mayer. 1956 spielte sie im Melodram Giganten an der Seite des kurz danach tödlich verunglückten James Dean. Nachdem Grace Kelly aus dem Filmgeschäft ausgestiegen war, handelte sich die Taylor ein paar der begehrtesten Rollen ein. Als herausragend zählen hierzu: Who’s Afraid of Virginia Woolf? Das Land des Regenbaumes, Die Katze auf dem heißen Blechdach oder Plötzlich im letzten Sommer. 1963 wurde Taylor der bis dato bestbezahlteste Star aller Zeiten mit einer Gage von 1 Mio. Dollar für ihre Rolle in Cleopatra. Bei den Dreharbeiten verliebte sie sich in Richard Burton und starb fast.

Spätere Jahre

Ab den 70er Jahren trat Elizabeth Taylor häufiger in TV-Produktionen auf als auf der Kinoleinwand. Die Boulevard-Presse interessierte sich immer wieder für sie, wenn sie mit einem jüngeren Liebhaber oder Alkohol-Exzessen auf sich aufmerksam machte. Anfang der 80er versuchte sie sich erfolgreich als Theaterstar mit Die kleinen Füchse (1981 bis 1982 in London und dann in den USA) und 1983 mit der aufsehenerregenden Inszenierung Private Lives, die sie beruflich erneut mit Richard Burton zusammenbrachte.

Elizabeth Taylor hat zweimal den Oscar gewonnen: 1961 für Butterfield 8 und 1967 für Mike Nichols’ Drama Wer hat Angst vor Virginia Woolf?. Sie hatte eine Leidenschaft für Diamanten und lebte nach ihrer achten Scheidung im Jahre 1996 solo. Sie war eng mit Michael Jackson befreundet und engagierte sich für etliche Stiftungen. So war sie die Gründerin der “American Foundation for AIDS Research”. Sie litt unter einem Gehirntumor und bis zu ihrem Tod unter Herzproblemen und musste sich zum Schluss mit einem Rollstuhl fortbewegen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Oscar

1958: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für Im Land des Regenbaums

1959: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für Die Katze auf dem heißen Blechdach

1960: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für Plötzlich im letzten Sommer

1961: Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin für Telefon Butterfield 8

1967: Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin für Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

1992: Jean Hersholt Humanitarian Award gemeinsam mit Audrey Hepburn für das Engagement in Sachen AIDS

Golden Globe Award

1960: Golden Globe in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Plötzlich im letzten Sommer

Berlinale 1972

Silberner Bär für Hammersmith ist raus weitere Auszeichnungen

Andere

1968: Bambi

1993: AFI Life Achievement Award des American Film Institute

1997: Screen Actors Guild Award

1972: David di Donatello Award für ” Zee and Co.”

1985: Golden Laurel Award

1985: Cecil B. DeMille Award für das Lebenswerk

Quellen

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