19451982
 

Rainer Werner Fassbinder

Regisseur, Drehbuch, Akteur, Schnitt, Autor

Vorhandene Filme:
45 seit 1966
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1945-05-31
Geburtsort:
Bad Wörishofen, Bayern, Deutschland
Todestag:
1982-06-10 (37 Jahre)
Offizielle Website:
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auch bekannt als

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    R. W. Fassbinder
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    Franz Walsch
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    Rainer Werner Fassbinder als Franz Walsch
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    Franz Walsch (Pseudonym von Fassbinder)
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Fassbinder gilt als wichtigster Vertreter des Neuen Deutschen Films, dessen Filme sowohl die deutschen Nachkriegszeit als auch zwischenmenschliche Beziehungen zum Thema haben. Fassbinder, der als Meister des Frauenporträts bekannt ist, verstarb bereits im Alter von 37 Jahren.

Vita und Werk

Rainer Maria Fassbinder wurde am 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern geboren. Nach der Scheidung seiner Eltern lebte er zunächst bei der Mutter und zog nach Abbruch der Schule mit sechzehn Jahren zu seinem Vater nach Köln.

Er absolvierte eine private Schauspielausbildung, da die Aufnahme an die staatlichen Schauspielschulen wiederholt scheiterten. Zwischen 1965 und 1967 entstanden in Zusammenarbeit mit Fassbinders Partner Christoph Roser die ersten Kurzfilme Der Stadtstreicher (1966) und Das Kleine Chaos (1967).

1967 wurde Fassbinder als Regisseur und Ensemblemitglied beim “action-theater” aufgenommen. Daraus entwickelte sich später Fassbinders “anti-theater”, für das er bis 1976 Stücke schrieb.

In den Folgejahren entstand eine Fülle an Filmen für Kino und Fernsehen, viele nach dem Vorbild Douglas Sirks, angesiedelt in den unterschiedlichsten Genres: Gangsterfilm (Liebe ist kälter als der Tod, 1969) , Kleinbürger-Drama (Warum läuft Herr R. Amok?, 1970) oder Nischenfilm (Warnung vor einer heiligen Nutte, 1971).

Später folgten die Erfolgsfilme: Lili Marleen (1980), Lola (1981) und Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982). Auch die 14-teilige Fernsehserie Berlin Alexanderplatz (1979-80) nach Döblins Roman war durchaus erfolgreich.

Fassbinder starb am 10. Juni 1982 in seiner Wohnung in München. Sein letzer Film Querelle befand sich noch im Schnitt. Die Todesursache wurde mit Herzversagen angegeben, vermutlich aufgrund der gleichzeitigen Einnahme von Kokain und Schlaftabletten.

Stil

In vielen Filmen Fassbinders steht eine Frauenrolle im Mittelpunkt der Handlung: Effi Briest (1974), Die Ehe der Maria Braun (1979), Lili Marleen (1981) und Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982). Oft spiegelt diese Frau die Geschichte ihres Landes wieder, wie es z.B. in Die Ehe der Maria Braun der Fall ist.

Ein weiteres zentrales Thema ist das Element der Gewalt und der Unterdrückung in Liebesbeziehungen. Viele der Protagonisten Fassbinders erscheinen heimatlos und beengt durch die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse.

Weiterführende Informationen

Wissenswertes

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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