19021972
 

Miriam Hopkins

Akteur

Vorhandene Filme:
11 seit 1931
Geschlecht:
weiblich
Geburtstag:
1902-10-18
Geburtsort:
Savannah, Georgia, USA
Todestag:
1972-10-09 (69 Jahre)
Sterbeort:
New York City, USA
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Biografie

Die in Savannah (Georgia) geborene Miriam Hopkins studiert in Vermont und an der Syracuse University. Mit 20 Jahren wird sie ein Chorus Girl in New York, spielt regelmäßig in Tourneetheatern und lernt dort George Cukor kennen.

1930 schließt sie einen Vertrag mit Paramount Pictures und debütiert in Fast and Loose.

Hopkins wird bekannt durch ihre Rollen in The Smiling Lieutenant, der unter der Regie von Ernst Lubitsch entsteht sowie in Dr. Jekyll and Mr. Hyde, wo es Rouben Mamoulian gelingt, aus Hopkins eine gute Darstellung herauszuholen. Ernst Lubitsch setzt Hopkins erneut in Ärger im Paradies (Trouble in Paradise, 1932) ein und gibt ihr zu Lasten von Kay Francis die besten Dialogzeilen. In Design For Living platziert Ernst Lubitsch die Hopkins zwischen Frederic March und Gary Cooper in einer Ménage à Trois.

Ihre kontroverseste Rolle spielt Miriam Hopkins Anfang 1933 in der Verfilmung des William Faulkner Romans “The Sanctuary” unter dem Titel The Story of Temple Drake, der einen so heftigen Streit mit den Zensurbehörden auslöst, dass 1934 der verschärfte Production Code in Kraft tritt.

1935 bekommt die Schauspielerin ihre einzige Oscarnominierung für die Rolle der Becky Sharp in der gleichnamigen Verfilmung des bekannten Romans “Vanitiy Fair” (Jahrmarkt der Eitelkeit). Der Film ist der erste abendfüllende Streifen in Technicolor, nachdem vorher nur Kurzfilme produziert wurden. Rouben Mamoulian führt Regie und einige Szenen, wie der Ball der Herzogin, zeugen von der innovativen Kraft mit der Mamoulian die Farbe zur Verstärkung der Handlung einzusetzen vermag.

Mitte des Jahrzehnts wird Hopkins als Darstellerin dramatischer Rollen bekannt und wechselt von Paramount Pictures zu Sam Goldwyn Studios, der sie oft neben Joel MacCrea einsetzt. 1936 wirken Hopkins und MacCrea neben Merle Oberon in der Verfilmung von The Children’s Hour. Regie führt William Wyler.

1938 wechselt Hopkins zu Warner Bros. Entertainment und dreht dort zwei Filme an der Seite von Bette Davis. The Old Maid von 1939 und Old Aquaintance aus dem Jahr 1943. Beide Schauspielerinnen kommen nicht gut mitanander aus und Davis bezeichnet Hopkins damals als “the most thoroughgoing bitch I ever worked with” (die größte Hexe, mit der ich jemals gearbeitet habe). Dieser Meinung schließen sich leider viele Kollegen an, so Paul Muni, Edward G. Robinson und Gary Cooper.

Die Rolle in Old Aquaintance bekommt Hopkins nur, weil Norma Shearer, die sich kurz vorher von der Leinwand verabschiedet hatte, das Angebot von Jack Warner abgelehnt hat die zweite Geige neben Bette Davis zu spielen.

Miriam Hopkins zieht sich nach 1943 für eine Zeitlang von der Leinwand zurück. Erst fünf Jahre später ist die wieder in einigen Nebenrollen, wie z.B. in der William Wyler Produktion von The Heiress mit Olivia de Havilland und Carrie zu sehen. In William Wylers zweiter Verfilmung von The Children’s Hour übernimmt Hopkins die Rolle von Fay Bainter. Eine ihrer letzten Rollen spielt sie in einem Film von Russ Meyer, der mehr oder weniger auf John Clelands Roman “Fanny Hill” basiert.

Die meisten seriösen Quellen sagen Hopkins ein relativ turbulentes Privatleben nach. Ihr werden zahlreiche Affären mit bekannten männlichen Hollywoodstars nachgesagt. Immer wieder gab es auch Gerüchte über lesbische Neigungen.

Miriam Hopkins kann zwei Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame ihr Eigen nennen: einen für Film, einen für Fernsehen.

Hopkins erliegt am 9. Oktober 1972, kurz vor ihrem 70. Geburtstag in New York einem Herzinfarkt.

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Quellen

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