18921947
 

Ernst Lubitsch

Regisseur, Produzent, Drehbuch, Akteur, Autor

Vorhandene Filme:
18 seit 1914
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1892-01-29
Geburtsort:
Berlin, Deutschland
Todestag:
1947-11-30 (55 Jahre)
Offizielle Website:
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Ernst Lubitsch war ein deutscher jüdischer Schauspieler und Filmemacher, der in den 1920er Jahren nach Hollywood emigrierte. Seinen Filmen wird der besondere "Lubitsch Touch" nachgesagt, der einen heiteren, leicht sexuell anzügigen und charmanten Filmstil meint.

Biografie

Ernst Lubitsch wird 1892 als viertes Kind des jüdischen Damenschneiders Simon Lubitsch und dessen Frau Anna in Berlin geboren. Nach dem Gymnasium beginnt er eine Lehre in einer Tuchhandlung und arbeitet anschließend im väterlichen Laden. Nebenher nimmt er Schauspielunterricht bei Victor Arnold. 1911 ist Lubitsch Mitglied des Ensembles am Deutschen Theater unter Max Reinhardt und spielt zahllose kleine Rollen.

Ab 1913 ist Lubitsch auch in Kinofilmen wie Die/Eine ideale Gattin oder Die Firma heiratet zu sehen. Er hat bei Reinhardt viel gelernt und beginnt seine Kenntnisse als Regisseur in zahllosen Stummfilmen anzuwenden, in denen er zugleich auch als Schauspieler auftritt.

Dreht der Filmemacher und Schauspieler vor 1918 vor allem Slapstickkomödie-Filme, so wechselt er ab 1919 immer wieder die Genres und inszeniert sowohl historische Kostümfilme als auch Komödien (Komödie). Dabei arbeitet er seit 1915 bis zum Ende der Stummfilmzeit 1929 eng mit dem Drehbuchautor Hanns Kräly zusammen.

Nach dem internationalen Erfolg seines Films Madame Dubarry (1920), der als erster deutscher Film nach dem Ersten Weltkrieg in New York Premiere hat, verhandelt Lubitsch zusammen mit seinem Produzenten Paul Davidson mit Famous Players-Lasky.

Im August 1922 heiratet Ernst Lubitsch Helene Krause (von der er sich nur acht Jahre später 1930 wieder scheiden lässt) und das Ehepaar zieht noch im Dezember gleichen Jahres auf Einladung Mary Pickfords nach Hollywood, wo er 1923 einen Vierjahresvertrag mit Warner Bros. Entertainment unterschreibt.

Ab 1926 unterzeichnet Lubitsch bei Paramount Pictures. In Hollywood folgen Filme mit den bekanntesten Schauspielerinnen jener Zeit, von Asta Nielsen über Marlene Dietrich bis zu Greta Garbo. Besonders berühmt ist seine 1942 gedrehte Hitler-Parodie Sein oder Nichtsein nach dem Theaterstück Noch ist Polen nicht verloren.

1932 verlängert Paramount Pictures Lubitschs Vertrag. Im Jahr 1935 wird im “Reichsanzeiger” bekannt gegeben, dass Ernst Lubitsch die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen wurde. Im Juli heiratet Lubitsch “Sanya” Vivian Gaye und wird im Januar 1936 amerikanischer Staatsbürger. Drei Monate später zieht er sich von Paramount Pictures zurück und bricht zu einer Europa-Reise mit seiner Gattin auf. Zwei Jahre später arbeitet Lubitsch als freier Produzent und Metro-Goldwyn-Mayer übernimmt die Produktionen von Ninotschka und The Shop Around the Corner. Im gleichen Jahr schenkt Sanya ihm die Tochter Nicola.

1942 unterzeichnet Lubitsch für drei Jahre bei 20th Century Fox.

Im April 1943 verlässt Sanya Lubitsch, im September erleidet Lubitsch einen Herzinfarkt, von dem er sich nie mehr erholt. Lubitsch wird 1947 mit drei Oscars für seine innovative Regie geehrt. Seinen letzten Film, That Lady in Ermine (Die Dame im Hermelin), kann er nicht mehr selbst fertig stellen, dieser wird von Otto Preminger vollendet.

Am 30. November 1947 stirbt Ernst Lubitsch in Hollywood an einem weiteren Herzinfarkt.

Lubitsch wurde insgesamt dreimal für den Oscar nominiert, aber erst 1947, kurz vor seinem Tod, erhält der Filmemacher und Schauspieler einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

In Erinnerung bleibt er für seine meisterhaft inszenierten Komödien, in denen er mit subtiler Erotik, treffsicherem Timing und differenziertem Witz den nach ihm benannten „Lubitsch-Touch“ erfand.

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Quellen

  • Ernst Lubitsch in der Wikipedia (dt.)
  • Herta-Elisabeth Renk: Ernst Lubitsch. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1992, ISBN 3-499-50502-9
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