Jean-Pierre Léaud

Akteur, 1. Regieassistenz, Archivmaterial

Jean-Pierre Léaud wurde vor allem durch den fünfteiligen Truffautschen Antoine-Doinel-Zyklus bekannt. Auch in weiteren Filmen Truffauts ist er zu sehen.

Leben und Werk

Der Sohn von Pierre Léaud und der Schauspielerin Jacqueline Pierreux tritt zum ersten Mal 1957 im Film La Tour, prends garde! von Regisseur Georges Lampinn auf. Seine Karriere beginnt aber 1959, als François Truffaut ihn für seinen Debüt-Film Sie küssten und sie schlugen ihn zum Hauptdarsteller auserwählt.

Der Film wird zum internationalen Erfolg und zum Manifest der Nouvelle Vague. Die Figur des Antoine Doinel, die als Alter Ego Truffauts gilt, bleibt in vier weiteren Filmen erhalten: Im Kurzfilm Antoine und Colette (1962) ist Antoine Bestandteil des Omnibus-Films “Liebe mit zwanzig”, in Geraubte Küsse (1968) versucht er einer endgültigen Fixierung auf Freundin Christine (Claude Jade) zu entfliehen, die er in Tisch und Bett (1970) heiratet. Und in Liebe auf der Flucht (1979) lassen sich Antoine und Christine scheiden. Léaud übernimmt bei Truffaut auch Rollen in Les Deux Anglaises, in Continent (1971) und in Die amerikanische Nacht (1973). Léaud nimmt auch aktiv an der Filmproduktion teil: 1964 wird er Regieassistent Truffauts in Die süße Haut.

Ein Jahr später stellt ihn Jean-Luc Godard für Une femme mariée als Regieassistenten an. Auch als Schauspieler trägt er zum Godardschen Werk bei: Pierrot le Fou (1965), Made in USA (1966) oder Die Chinesin (1967) sind Zeugnisse hiervon. Auch mit anderen Regisseuren der Nouvelle Vague arbeitet er zusammen, so in La Maman et la Putain von Jean Eustache, der Skandalfilm des Jahres 1973.

Nach dem Tode Truffauts im Jahre 1984 bekommt Léaud noch einige Nebenrollen angeboten, so in Catherine Breillats Lolita 90 oder 1990 in Aki Kaurismäkis I hired a Contract Killer und spielt Hauptrollen in vielen Filmen junger und unabhängiger Regisseure.

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