Donn Alan Pennebaker

Regisseur, Kamera, Schnitt

Vorhandene Filme:
5 seit 1953
Geschlecht:
männlich
Geburtstag:
1925-07-15 (91 Jahre)
Geburtsort:
Evanston, lllinois, USA
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Biografie

D.A. Pennebaker wird am 15. Juli 1925 als Sohn eines Fotografen in Evanston, Illinois geboren. Er absolviert den Militärdienst und beginnt danach ein Ingenieurstudium in Yale, währenddessen er als Werbetexter arbeitet. 1953 beginnt er Filme zu drehen und freundet sich mit Richard Leacock an.

1960 ist er zusammen mit Robert Drew und Richard Leacock Gründungsmitglied von Drew Associates, einer von Time Life finanzierten Gruppe. In den 3 Jahren als Mitglied arbeitet er an 15 Filmen als Kameramann und Cutter. Als Ingenieur hatte Pennebaker wesentlich zu der Entwicklung der leichten Tonkameras und des Tonsynchronierungssystems beigetragen.

1963 verlassen Pennebaker und Leacock Drew Associates, werden unabhängige Filmemacher und gründen LPI (Leacock Pennebaker Inc.). Der Grund für den Bruch liegt darin, dass Drew Associates und Time Life den Dokumentarfilm ausgedehnt ins Fernsehprogramm aufnehmen wollten und daher Soap Opera Ähnliches verlangten. Pennebaker und Leacock fanden das nicht moralisch verwerflich, wollten aber er mit dem Direct Cinema besseres produzieren.

Sie fanden, dass guter Schnitt nur von denen gemacht werden kann, die die Story selbst erlebt haben. Pennebaker hatte kein Interesse daran, ob das was er tat Journalismus war. Zensur oder Schnittwünsche wurden nicht berücksichtigt, aber auch nicht gestellt. Was für Pennebaker zählte war der Film und nicht die Beziehung die zu den Gefilmten während der Dreharbeiten entstanden ist.

LPI verleiht auch Filme von Godard und Leacock und Pennebaker arbeiten zusammen mit Godard 1968 an dessen Film One American Movie, der jedoch nie vollendet wurde. Pennebaker brachte 1970 dann den Film One Prallel Movie raus. Der Film besteht aus Godards Material sowie aus Aufnahmen, die Pennebaker am Drehort von Godard gemacht hatte.

1969 wird die geschäftliche Zusammenarbeit zwischen Pennebaker und Leacock beendet, weil Leacock eine Professur am MIT antritt. Dennoch arbeitet Leacock noch an vielen Filmen für Pennebaker als Kameramann mit. Nachfolgerfirma von LPI wird der Familienbetrieb „Pennebaker Inc“, zusammen mit Sohn Fraser (Geschäftsführer) und Ehefrau Chris Hegedus (Kamera und Schnitt). PI produziert über 10 Filme als Auftragsarbeiten für amerikanische und europäische öffentliche Fernsehrkanäle, z.T. finanziert durch Filmförderung und andere Institutionen. Haupteinnahmequelle bildet der Fernsehbedarf nach Material aus den 1960ern insbesondere über Musiker.

Pennebaker hält zudem Vorträge, nimmt an Filmkongressen teil und gibt Seminare an Unis. Lieblingsfilmemacher von Pennebaker ist Jean Luc Godard, da er es versteht aus Filmen kreativ Geld zu machen. Pennebaker bezeichnet sich als vollständig integriert in die pragmatischen Gegebenheiten des unabhängigen Filmemachens. Ästhetische Erwägungen und konzeptuelle Intentionen ordnet er sehr oft den Mechanismen des Filmgeschäfts unter. Aus diesem Grund hält er auch wenig von Filmtheorie. Filmemachen ist für Pennebaker ein Akt der Piraterie. Seine Beute ist einerseits der dramatische Augenblick, den er der Wirklichkeit entreißt, andererseits ein Publikum, das der Film als kommerzielles Produkt erobern muss.

Auch Dokumentarfilm sollte Entertainment sei. Unabhängig davon, dass sich kaum ein Dokumentarist als geldorientiert bezeichnen würde. Zentraler Ansatz Pennebakers Filme war das „Beobachtetes Drama“. Pennebaker will durch die Kamera sehen wenn das Spiel des Lebens sich selbst zum Schauspiel, zum Drama macht.

Es gibt aber auch, trotz gleicher Technik und ähnlicher Ziele und Abneigungen, Unterschiede zwischen Pennebaker und Leacock. Leacock hat Sorge um die Integrität der Gefilmten, während für Pennebaker gerade die kleinen Gesten und mimischen Details augenfällig sind, die jene Integrität in Frage stellen. Leacock versucht die Gefilmten zu schützen, ist auf ein beiderseitig gutes Miteinander bedacht. Pennebaker filmt hingegen blind, er urteilt nicht egal ob es richtig oder falsch ist.

Dem Schnitt gegenüber ist Pennebaker so eingestellt, dass er es als Bruch empfindet wenn jemand anderes als der Kameramann, bzw. der Filmmacher ihn übernimmt. Drew wollte wohl immer einen Schnittplan im voraus, was Pennebaker als unsinnig ansieht, da einem dann auch mal ne Szene fehlen kann. Da das Rohmaterial sehr konfus sein kann, kann es auch nur derjenige ordnen der den Entstehungsprozess mitgemacht hat. Erst der Schnitt macht das Material zum erzählenden Film.

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