Kenneth Branagh

Akteur, Regisseur, Produzent, Drehbuch

Britischer Darsteller und Regisseur, der sich vor allem durch die Inszenierung und als Schauspieler in Shakespeare-Verfilmungen hervorgetan hat. Der gilt als einer der größten Darsteller auf der Insel, arbeitet aber auch für Hollywood.

Leben und Werk

Ausbildung zum Theaterschauspieler

Kenneth Branagh wurde am 1960 als zweiter von drei Kindern eines Tischlers und einer Hausfrau im irischen Belfast geboren, zog aber mit seiner Familie 1969 nach Reading in England um, als er neun Jahre alt war. Früh begeisterte er sich für Journalismus und schrieb Kinderbuchrezensionen, die in einer Zeitung veröffentlicht wurden. Auch spielte er mit Leidenschaft Fußball und Rugby. Als er mit 15 Jahren Derek Jacobi Hamlet spielen sah, beschloss Branagh, Schauspieler zu werden. Nach einer Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art, die er mit 18 Jahrne begann, wurde er 1983 im jungen Alter von mit 23 Jahren ständiges Ensemblemitglied der Royal Shakespeare Company, wo Kenneth Branagh mit seinen Auftritten als Heinrich V. und als Romeo bald für Furore sorgte.

Filmarbeiten

Kenneth Branaghs Film The Magic Flute ist seine großangelegte Kinoversion von Mozarts Zauberflöte mit einem englischsprachigen Libretto von Stephen Fry. Der Film, bei dem Kenneth Branagh Regie führte und das Drehbuch schrieb, hatte 2006 beim Filmfestival von Venedig seine Weltpremiere im frisch restaurierten Opernhaus La Fenice. Vorher hatte Kenneth Branagh seine fünfte Shakespeare-Verfilmung fertiggestellt: As You Like It mit Kevin Kline, Bryce Dallas Howard und David Oyewolo.

Für seine eigene Produktionsfirma Renaissance Films führte er 1989 Regie bei Henry V und spielte auch die Hauptrolle – neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er dafür Oscar-Nominierungen als bester Regisseur und als Bester Hauptdarsteller. Ebenfalls für Renaissance Films entstanden im Jahre 1992 Peter’s Friends, Viel Lärm um nichts und der Oscar-nominierte Kurzfilm Swan Song. Außerdem führte Kenneth Branagh Regie bei Ein Winternachtstraum (1996), Schatten der Vergangenheit (1991), Mary Shelleys Frankenstein (1994), seine Kinofassung von Hamlet (1996), wofür er eine Oscar-Nominierung erhielt und schließlich Verlorene Liebesmüh (2000) – in allen diesen Film trat er auch als Schauspieler in Erscheinung.

Im Theater führte Kenneth Branagh Regie unter anderem bei John Sessions’ The Life of Napoleon und Napoleon, The American Story (1987, auf Tour und im Londoner West End) und bei Shakespeares Was ihr wollt (1987 in den Londoner Riverside Studios). Zusammen mit Peter Egan führte er Regie bei Tschechows Onkel Wanja (Großbritannien-Tour 1991). Außerdem war er der Regisseur bei der Produktion The Play What I Wrote, die in den Jahren 2001 und 2002 Kassenrekorde in der Weihnachtssaison aufstellte, mit zwei Olivier Awards ausgezeichnet wurde und am Broadway erfolgreich weiterlief – und dort für einen Tony Award nominiert wurde.

Unter Kenneth Branaghs weiteren Filmrollen sind Parts in Künstler, Killer und Kanonen (1987), Othello (1995), Wunsch & Wirklichkeit (1998), Gingerbread Man – Eine nächtliche Affäre (1998), Vom Fliegen und anderen Träumen (1998), Celebrity – schön, reich, berühmt (1998), Wild Wild West (1999), Long Walk Home (2002) und Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002). 2008 war er in Bryan Singers Valkyrie an der Seite von Tom Cruise als einer der Mitverschwörer beim Attentat auf Hitler 1944 zu sehen.

Kenneth Branagh ist zudem Autor zweier Theaterstücke: Tell Me Honestly wurde in London, Newcastle und Oslo aufgeführt, und Public Enemy lief in London, New York und Los Angeles. Der erste Teil seiner Autobiographie mit dem Titel Beginning erschien 1988, als Branagh 28 Jahre alt war.

Privatleben

Von 1989 bis 1995 war Kenneth Branagh mit Emma Thompson verheiratet; seit 2003 lebt er in zweiter Ehe mit Lindsay Brunnock zusammen.

Quellen

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