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Erde ohne Brot

Las Hurdes

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7.67
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1933-01-01
Laufzeit:
29 Minuten
Budget:
$20,000
Sprachen (im Original):
Spanisch
Produktionsfirmen:
-
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Las Hurdes – Tierra sin Pan von 1933 ist ein inszenierter Dokumentarfilm, der die neue Spanische Republik unterstützen sollte. Er ist das Ergebnis einer zweimonatigen Reise in die Hurdes, einer Gebirgsregion im Norden der Extremadura, die im Osten an die Provinz Salamanca, im Westen an Portugal grenzt.

Handlung

Der Film beginnt mit dem Besuch des Dorfes „La Alberca“ in der Provinz Salamanca. Danach wird das verlassene Batuecas-Kloster vorgestellt und zuletzt werden die hohen Hurdes mit dem Besuch verschiedener Ortschaften, wie La Aceitunilla und Martilandran erkundschaftet. Die wichtigsten thematischen Blöcke lassen sich in Ernährung, Arbeit, Krankheit und Tod unterteilen.

Die erste Szene zeigt zunächst ein La Alberca, das feiert. Buñuel fängt einen barbarischen Ritus während der Feierlichkeiten ein: Jungvermählte Ehemänner reißen, auf Pferden galoppierend, Hähnen, die mit den Füßen an einem Seil aufgehängt sind, die Köpfe ab. Die Szene ist gewiss abstoßender als vieles, was dann aus den Hurdes gezeigt wird, grausamer und unmenschlicher ist sie aber nicht. Dennoch hat in Frankreich der Zensor gerade diese Szene rausgeschnitten; die Trostlosigkeit des Lebens in Las Hurdes glaubte er hingegen, dem Zuschauer zumuten zu können.

Im Zweiten Teil folgt der Besuch des Klosters im Tal „Las Batuecas“. Verlassen, nur von Kröten und Schlagen bewohnt. Danach gelangen wir in die eigentlichen Hurdes. Felsige Berge. Die Häuser an den Hängen sind darin kaum zu erkennen, sie erinnern an steinerne Panzer. Kinder trinken aus einem Bach in dem sich weiter oben Schweine tummeln und Wäsche gewaschen wird. Bilder allgemeinen Hungers und Krankseins. Gründe dafür sind mangelnde gesundheitliche Aufklärung und Hygiene sowie Inzest. Es folgt die allgemeine Zurückgebliebenheit gesellschaftlicher Zustände, aber auch die rastlose Arbeit der Hurdanos. Minimale Terrassierungen werden am Flusslauf angelegt. Sie werden mit weit hergeholter Erde aufgefüllt. Mühevoll werden Blätter für Dünger beschafft und im eigenen Haus ’verarbeitet’. Die Leichen der Gemeinschaftsmitglieder werden weite und beschwerliche Wege entlang in tiefer gelegene Täler getragen, um sie in der Erde bestatten zu können.

In Las Hurdes hat Buñuel das Typische zu dokumentieren versucht. Ungeheueres und schreckliches Elend wird in eindeutigen Szenen konzentriert. Das technische Zeitalter – durch die Kamera symbolisch präsent – widerspricht den anachronistischen Bildern der Zurückgebliebenheit. Der nüchterne Kommentar kontrastiert die Bildinhalte. Dieser Kommentar war aber nicht von Anfang an dabei. Die erste Vorführung im „Cine de la Prensa“ war stumm und Buñuel kommentierte den Film selbst über Mikrophon. Erst 1935 bekam Buñuel von der spanischen Botschaft in Paris das Geld, um den Film zu vertonen und er verkaufte ihn.

Die republikanische Regierung war kaum ein paar Monate im Amt und hätte daher nicht für die Verhältnisse in den Hurdes verantwortlich gemacht werden können. Eigentlich war zu erwarten, dass sie Buñuels Film für ihren Kampf nutzt. Das Gegenteil geschah jedoch. Der Film wurde verboten, da er Spanien beleidige und die Spanier verleumde. Über die Botschaften versuchte man zu verhindern, dass der Film im Ausland gezeigt wurde, und so konnte er erst 1937 in Frankreich veröffentlicht werden.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

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