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Die Welle

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2008-01-18
Laufzeit:
107 Minuten
Budget:
$7,500,000
Einspielergebnis:
$19,000,000
Sprachen (im Original):
Deutsch
Offizielle Website:
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Deutsche Verfilmung des gleichnamigen Schulbuchklassikers von Morton Rhue, der wiederum auf dem realen Experiment des amerikanischen Geschichtslehrers Ron Jones Ende der 1960er Jahre beruht, durch Regisseur Dennis Gansel. Das Schul-Experiment des Lehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel) mit den Methoden des Dritten Reichs entwickelt eine gefährliche und nicht für möglich gehaltene Eigendynamik.

Handlung

Im Gymnasium des antiautoritären Lehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel) steht die Projektwoche an. Es geht um Staatsformen und für ihn als Ex-Berliner-Hausbesetzer steht außer Frage, dass er sich eine Woche lang mit der “Anarchie” beschäftigen wird. Doch ein Kollege war schneller und für ihn bleibt nur die “Autokratie” übrig. Trotz des offenkundig eher langweiligen Themas findet sich eine ganze Reihe Schüler beim beliebten und kumpelhaften Lehrer ein, die auf eine laue Woche hoffen.

So wundert es Rainer kaum, als die Schüler nicht gerade hochmotiviert an die Sache rangehen und beim schon ach so oft durchgekauten Thema Faschismus ihren Unmut kundtun. Doch als die Aussage, dass in Deutschland keine Diktatur mehr möglich sei, während der Diskussion fällt, ist seine Neugier weckt. Er beschließt seine Schüler einem Experiment zu unterziehen, in dem er sie mit einfachen Methoden der Nazis konfrontiert. Er fordert die Klasse auf, ihn, den sie sonst duzen dürfen, für die Woche nur noch mit “Herrn Wenger” anzusprechen und führt die Regel eine erste Regel ein: Jeder, der etwas sagen will, muss vorher aufstehen. “Macht durch Disziplin” gibt er als Kredo aus… und siehe da: Alle spielen mit, einzig Kevin (Maximilian Mauff) weigert sich. Wenger stellt den Störenfried rigoros frei, um seine Gruppendynamik nicht zu gefährden.

Gemeinschaft

Zu Hause angekommen bericht Rainer seiner Frau Anke (Christiane Paul) erstaunt von den Ereignissen rund um sein Experiment und überlegt sich, wie er weiter vorgehen könnte. Am nächsten Tag im Klassenraum angekommen, herrscht dort nicht das sonst übliche Durcheinander, sondern Rainer wird wie aus einem Mund mit den Worten “Guten Morgen Herr Wenger” begrüßt. Sein nächstes Ziel ist es die Gemeinschaft zu stärken. Er gibt die Losung “Macht durch Gemeinschaft” vor und ändert die Sitzordnung scheinbar willkürlich. Nach ersten Protesten erklärt er, dass fortan schlechte neben guten Schülern sitzen werden, da sie sich so besser gegenseitig unterstützen können. Die Maßnahme zeigt Wirkung: Als die neue Gemeinschaft beschließt, ihr Gruppengefühl durch gemeinsame Kleidung zu dokumentieren, unterstützt Jens (Tim Oliver Schultz) Außenseiter Tim (Frederick Lau), indem er ihm anbietet für ihn ein weißes Hemd, was als Erkennungsmerkmal auserkoren ist, mitzubringen. Rainer ist begeistert.

Erste Opposition

Tatsächlich erscheint am nächsten morgen die ganze Klasse in weißen Hemden. Einzig Meinungsführerin Karo (Jennifer Ulrich) hat sich – aus modischen Gründen – gegen die Einheitstracht entschieden. Ergebnis ist: Lehrer Wenger und der Rest der Klasse lässt sie links liegen. Sie ist nur geduldet. Die Gruppe geht derweil einen Schritt weiter und einigt sich auf Marcos (Max Riemelt) Vorschlag für einen Namen der Bewegung: Die Welle. Das ist zu viel für Karo, die sich zurückzieht und nicht einmal mehr von ihrer Freundin Lisa (Cristina do Rego) unterstützt wird, die in der “Welle” aufzublühen scheint.

Nicht nur sie: Der Außenseiter Tim entwickelt sich zu einer tragenden Säule der Gruppe und gestaltet eigens eine “Welle”-Homepage fürs Internet, Sitzenbleiber Sinan (Elyas M'Barek) kann endlich seine Talente einbringen und designt ein Logo. Rainer überschreibt die Prozesse mit dem Motto “Macht durch Handeln”. Er ahnt nicht, dass seine Gefolgschaft einer Welle gleich durch die Stadt schwappt und überall das Logo verbreitet.

Mittlerweile ist die Welle an der ganzen Schule angekommen. Es geht soweit, dass Karo miterleben muss, wie einige Schüler nicht in die Schule gelassen werden, die sich nicht zu der Bewegung bekennen. Sie spricht ihren Lehrer an und fordert ihn auf, sein Experiment zu beenden.

Ein Gruß

Doch Rainer ignoriert sie. Er ist vielmehr überrascht und fasziniert zugleich, über die Macht, die sein Projekt, dessen Anführer er ist, entwickelt. Auch als ihm die Schüler ein gemeinsames Begrüßungszeichen demonstrieren, das sie sich ausgedacht haben, bringt ihn das nicht ins Grübeln. Selbst als sich ihm Tim als sein Leibwächter anbietet, tut er das ebenso achtlos ab, wie die Sorge seine Frau Anke, die von Tuscheleien im Lehrerzimmer berichtet…

Wie sehr Wengers Experimentaußer Kontrolle geraten ist, zeigt sich am letzten Tag der Projektwoche. Teile der Bewegung regen Maßnahmen gegen Karo an, die mutmaßlich eine Flugblatt-Aktion gegen die Welle inszeniert hat. Doch zu erst steht noch das Spiel der Wasserballer – deren Coach Rainer ist – gegen die befeindete Ernst-Bach-Schule an, wo endlich dank stimmgewaltiger Unterstützung der Welle ein Sieg gelingen soll. Angeheizt durch die Stimmung und dank des Teamgeistes sieht es auch erstmal gut aus, doch ein Tumult bricht auf den Rängen der Schwimmhalle aus, als Karo und ihre Verbündete Mona (Amelie Kiefer) abermals Flugblätter gegen die Welle verteilen. Nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch im Becken werden fortan die Probleme mit den Fäusten gelöst.

Die Situation läuft immer weiter aus dem Ruder und alles droht im Fiasko zu enden.

Auszeichnungen

  • Die Lola für den besten männlichen Nebendarsteller ging 2008 an Frederick Lau für seine Darstellung des stillen Schülers, der sich von der Welle mitreißen lässt.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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