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Die Reifeprüfung

The Graduate

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(13 Stimmen)
8.08
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1967-12-21
Laufzeit:
105 Minuten
Budget:
$3,000,000
Einspielergebnis:
$104,642,560
Sprachen (im Original):
Englisch
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Verfilmung des gleichnamigen Romans von Charles Webb. Mit diesem Klassiker revolutionierte Mike Nichols das Kino der 60er Jahre, indem er erstmals vorurteilsfrei eine aussereheliche Beziehung zwischen einem jungen Mann und einer älteren verheirateten Frau in Szene setzte.

Handlung

Benjamin Braddock hat gerade erst das College abgeschlossen und noch keine Vorstellung, welche berufliche Karriere er einschlagen will. Um seinen Abschluss zu feiern, geben seine Eltern ihm zu Ehren eine Party, zu der neben anderen auch das geschäftlich befreundete Ehepaar Robinson eingeladen ist.

Mrs. Robinson bittet Benjamin, der den Partygästen zu entfliehen versucht und lieber die nachdenkliche Stille und Einsamkeit sucht, sie nach Hause zu fahren. Dort versucht sie ihn zu verführen, wird aber vom plötzlichen Auftauchen ihres Ehemanns daran gehindert. Angetrieben durch Benjamins Neugier und Langeweile und Mr. Robinsons gut gemeinten Ratschlag, seine Jugend und das Leben zu genießen, entwickelt sich aber schon bald eine sexuelle Beziehung zwischen den beiden. Sie treffen sich dabei regelmäßig in einem Hotel. Ihr Umgang miteinander bleibt dennoch sehr oberflächlich – Benjamin spricht sie stets mit „Mrs. Robinson“ an und Mrs. Robinson unterbindet Benjamins Versuche, sie besser kennen zu lernen. Ein kläglicher Versuch, miteinander zu reden, endet im Streit und beinahe im Zerwürfnis. Mrs. Robinson erzählt, dass sie ihren Mann nur deshalb geheiratet hat, weil sie damals von ihm schwanger war; sie haben getrennte Schlafzimmer. Benjamin beschreibt später seine Beziehung zu Mrs. Robinson, nachdem deren Ehemann Wind von der Affäre bekommen hat, mit den Worten: „Wir hätten uns genauso gut die Hände schütteln können“.

Auf Bitten seiner Eltern und von Mr. Robinson geht Benjamin mit Elaine, der Tochter von Mrs. Robinson, aus und verliebt sich in sie. Mrs. Robinson versucht dagegen, diese Liebe von Anfang an zu unterbinden. Sie verkuppelt Elaine mit dem Sportler Carl und arrangiert eine Hochzeit.

Spoiler

Anmerkungen

  • Der Film wirkte in mehrfacher Hinsicht für damalige Verhältnisse revolutionär. So wurde das erste Mal publikumswirksam und vorurteilsfrei die Beziehung einer verheirateten Frau zu einem jüngeren Liebhaber geschildert.
  • Der Film nimmt die verkalkte Moral des amerikanischen Establishments und die Weltfremdheit der jungen Generation aufs Korn.
  • Das erste Mal wurde in einem Film Popmusik gezielt eingesetzt, um die Stimmung einer Szene zu transportieren. Der von Simon and Garfunkel eingespielte Soundtrack (mit The Sound Of Silence, Mrs. Robinson und Scarborough Fair) wurde für das Duo zu einem ihrer größten Erfolge.
  • Der Film unternahm die erste professionelle Produktplazierung in Form eines Alfa Romeo, womit der Film in seiner Finanzierungsstrategie Neuland betrat. Die betreffende Baureihe wird in den USA hete noch vielerorts Graduate Spider genannt
  • Insoweit war der Film eine Reaktion auf die sich ankündigenden gesellschaftlichen und moralischen Umbrüche und somit Vorbote von New Hollywood. * Dies war die erste große Rolle von Dustin Hoffman, der danach zu einem Hollywood-Star aufstieg. Die Rolle erhielt er, weil er beim Vorsprechen sehr unsicher und nervös wirkte, obwohl er mit damals 30 Jahren eigentlich schon zu alt war.
  • In den letzten Jahren erlebte der Film durch erfolgreiche Theater-Aufführungen ein Comeback, so in London, wo Mrs. Robinson mit großem Erfolg von Jerry Hall dargestellt wurde.
  • In dem Film Wo die Liebe hinfällt wird der Film in gewisser Weise fortgesponnen: eine junge Frau erfährt kurz vor ihrer Hochzeit, dass ihre Familie das Vorbild für den Film darstellt. Shirley MacLaine übernahm die Rolle von Mrs. Robinson, Kevin Costner gibt Benjamin Braddock.
  • Ursprünglich war Robert Redford für die Rolle des Benjamin Braddock vorgesehen. Er strahlte jedoch nicht die nötige Unsicherheit aus.
  • In der berühmten Szene, in welcher Dustin Hoffman im Türrahmen steht und das Bein von „Mrs. Robinson“ zu sehen ist, kam ein Bodydouble (Linda Gray) zum Einsatz.
  • Für einen Werbespot für den damals neuen Audi A6 kehrt Dustin Hoffman 2004 in seine Rolle zurück: Man sieht ein Hochzeitspaar, Hoffman auf der Galerie der Kirche, die junge Braut flüchtet mit ihm im Audi – Darauf sie: „Danke Dad!“, er: „Wie deine Mutter“.
  • Die Eröffnungssequenz inspirierte Quentin Tarantino für den Vorspann in seinem Film Jackie Brown.
  • Das Ende wurde mehrmals im Fernsehen parodiert. So z. B. in King of Queens, Die Simpsons und Wayne’s World 2.
  • Ebenso findet sich eine Anspielung auf die Kirchenszene in dem Computerspiel The Secret of Monkey Island

Auszeichnungen

Mike Nichols erhielt 1968 einen Oscar für die beste Regie. Nominiert war der Film außerdem in den Kategorien Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch (Calder Willingham und Buck Henry), Bester Hauptdarsteller (Dustin Hoffman), Beste Hauptdarstellerin (Anne Bancroft), Beste Kamera (Robert Surtees) und Beste Nebendarstellerin (Katharine Ross).

Den BAFTA-Award gewann der Film in den Kategorien Beste Regie, Bester Film, Bester Schnitt (Sam O’Steen), Bester Newcomer (Dustin Hoffman) und Bestes Drehbuch. Nominiert waren außerdem Anne Bancroft als Beste Hauptdarstellerin und Katharine Ross als Beste Newcomerin.

Neben fünf Golden Globes in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Beste Hauptdarstellerin“ (Anne Bancroft) und „Beste Newcomer“ (Dustin Hoffman und Katharine Ross), erhielt der Film Preise der Gilden der Regisseure und Drehbuchautoren sowie den Regie-Preis der Kritikervereinigung von New York. Hauptdarsteller Dustin Hoffman gewann 1969 zudem den französischen Étoile de Cristal als bester ausländischer Darsteller.

1998 landete er bei einer Wahl zum besten amerikanischen Film des American Film Institute auf dem 7. Platz.

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