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Bhalo Theko

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2003-01-01
Laufzeit:
120 Minuten
Sprachen (im Original):
Bengali
Produktionsfirmen:
-
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In poetischen, mit Symbolik angereicherten Bildern, unterstützt vom teils experimentellen Toneinsatz, erzählt dieser bengalische Independent-Film die Geschichte einer jungen verträumten Frau, deren innige Naturverbundenheit ihr über einige familiäre Schicksalsschläge hinweghilft, vermischt dabei verschiedene Zeitebenen, Realität und Erinnerung und zeigt Vidya Balan in ihrer ersten Leinwandrolle.

Bhalo Theko (Bengalisch: ভালো থেকো) ist ein in der Sprache Bengali gedrehtes Familiendrama aus dem Jahr 2003, das dem Bengali-Film sowie dem unabhängigen indischen Kino, dem sogenannten Parallel Cinema, zugerechnet werden kann. Die Übertragung des Filmtitels ins Englische führt zu ganz unterschiedlichen Bedeutungen, die von ‘Forever Yours’ im Vorspann über ‘Forever Mine’ in den Untertiteln bis hin zu den von verschiedenen Internetquellen bevorzugten Varianten ‘Stay Well’ und ‘Take Care’ reichen. Künstler und Dokumentarfilmer Gautam Halder, der mit diesem poetischen Frauenporträt nach der Erzählung „Jammadin“ von Leena Gangopadhyay sein Spielfilmdebüt vorlegte, lässt seine Geschichte in den unsicheren Jahren zwischen 1968 und 1971 spielen, als nicht nur im indischen Bundesstaat Westbengalen die maoistisch-marxistische Extremistenbewegung der Naxaliten starken Zulauf erhielt und wie eine unsichtbare Bedrohung über dem scheinbar friedlichen Alltag schwebte. Für die Hauptrolle engagierte er die noch gänzlich unbekannte, heute aber als eine der populärsten Charakterschauspielerinnen Indiens geltende Vidya Balan, die hier in ihrem ersten Film zu sehen ist. Als Onkel tritt der bekannte bengalische Mime Soumitra Chatterjee auf, der ein Stammschauspieler des berühmten Regisseurs Satyajit Ray war und im 3. Teil der weltbekannten Apu-Trilogie den titelgebenden Hauptcharakter spielte. Obwohl das Drama bei den National Film Awards mit den Preisen für die Beste Kamera und die Beste Tongestaltung bedacht wurde sowie von der Jury einen Spezialpreis als Anerkennung für seinen ruhigen, aber meisterlichen Ausflug in neue filmische Ausdrucksweisen erhielt, ist es außerhalb Indiens nahezu unbekannt.

Handlung

Während ein neuer Tag anbricht und Anandi (Vidya Balan) den Festlichkeiten zu ihrem 32. Geburtstag entgegensieht, für die Gäste erwartet werden, die sie seit Langem nicht mehr gesehen hat und die ihr einmal sehr viel bedeutet haben, erinnert sich die träumerisch in sich selbst verlorene Frau an ihre Kindheit und die Zeit vor zwölf Jahren, als die Welt für sie noch in Ordnung schien.

Da ihre Eltern früh verstarben, wuchs Anandi zusammen mit ihrem älteren Bruder Raghu (Debshankar Halder) und ihrer jüngeren Schwester Jhinuk (Rimjhim Gupta) bei Onkel und Tante auf. Die der Natur verbundene, traditionelle Musik und Dichtkunst schätzende Aristokratenfamilie besitzt ein Haus unweit des Gangesufers in der Nähe der Metropole Kalkutta. Onkel Jyathomashai (Soumitra Chatterjee) erzählt gerne von alten Zeiten, als er den kommunistischen Widerstand gegen die britischen Kolonialherren mitorganisierte, steht der modernistischen Konsumgesellschaft eher skeptisch gegenüber und vertieft sich oft in seine Musik. Anandi hingegen scheint eins mit der Natur zu sein, die das Anwesen umgibt. Sie mag es, wenn der Monsunregen über das Land streicht, genießt die verschiedenen Gerüche und Geräusche in vollen Zügen, blickt gedankenversunken den vorbeifahrenden Containerfrachtern hinterher und liebt Tiere wie auch Pflanzen gleichermaßen.

Als ihr Bruder, dem sie sich sehr verbunden fühlt, an ihrem 20. Geburtstag einen Flammenbaum pflanzt, der für seine rote Blütenpracht bekannt ist und auch in den kommenden Jahren immer wieder in die Feierlichkeiten eingebunden werden wird, ist sie natürlich davon sehr angetan, zumal die ganze Familie dabei versammelt ist. Auch der begabte, aber mittellose junge Dichter Deep (Parambrata Chatterjee) aus der Nachbarschaft ist anwesend und findet für das Ereignis die passenden Worte. Das kann jedoch Jhinuk nicht beeindrucken, in die er heimlich verliebt ist, denn Anandis materialistisch eingestellte Schwester such für die Zukunft eine eher vorteilhaftere Partie. Dazu gesellt sich noch Babua (Joy Sengupta), ein Freund des Bruders, an den Anandi ihr Herz verschenkt hat und den sie innig liebt.

Im Laufe der Zeit suchen immer öfter zwielichtige Gestalten das Anwesen auf, um gemeinsam mit Raghu, der sich politisch engagiert und einer radikalen maoistisch-marxistischen Untergrundorganisation angehört, konspirative Treffen abzuhalten. Anandi macht sich große Sorgen um die Sicherheit und das leibliche Wohl ihres Bruders, der tagelang von zu Hause wegbleibt. Auch Babua scheint von innerer Unruhe getrieben, zumal er mit Natur und Dichtkunst persönlich nicht viel anfangen kann, und will nur noch weg aus der Gegend. Als eines Tages Raghu gar nicht mehr nach Hause kommt und niemand weiß, was mit ihrem Bruder geschehen ist, bricht für Anandi eine Welt zusammen. Als sich dann auch noch ihr Geliebter in der Fremde eine andere Frau sucht und es ihre Schwester in die Großstadt zieht, verliert sich Anandi völlig in ihrer scheinbar der Zeit entrückten, von Natureindrücken bestimmten Traumwelt. Auch nach Jahren scheint sie noch die gleiche zu sein, während alle anderen sich um sie herum verändert haben.

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