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Die Blechtrommel

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1979-05-03
Laufzeit:
142 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch, Polnisch, Russisch
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Nach der gleichnamigen Romanvorlage von Günter Grass schuf Regisseur Volker Schlöndorff einen Film, der die Entwicklung des Oskar Matzerath nachzeichnet. Der Film erhielt nicht nur 1979 in Cannes die Goldene Palme als Bester Film, sondern wurde 1980 mit einem Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Handlung

Kindheit und Jugend des Oskar Matzerath

Im Jahre 1899 schlüpft der von der Polizei verfolgte Joseph Koljaiczek unter den weiten Rock der Anna Bronski auf einem Kartoffelacker in der Kaschubei. Neun Monate später wird Agnes geboren. Agnes (Angela Winkler) wird Jahre später den Kolonialwarenhändler Alfred Matzerath (Mario Adorf) heiraten, der aus dem Rheinland zugezogen in Danzig wohnt. Lieben wird sie ihr Leben lang jedoch ihren Cousin Jan Bronski (Daniel Olbrychski), den sie fortan jeden Donnerstagnachmittag heimlich zum Liebesspiel besucht.

1924 kommt Sohn Oscar (David Bennent) zu Welt und Mutter Agnes verspricht ihm eine Blechtrommel zum dritten Geburtstag. Oscar, dessen Bewusstsein und Intelligenz schon im Bauch der Mutter vollständig entwickelt ist, freut sich drei Jahre lang auf diesen Tag. Als er endlich da ist, beschließt der Kleine, fortan nicht mehr zu wachsen, da ihm die Welt der Erwachsenen nicht gefällt. So fingiert er einen Unfall und stürzt sich von der Kellertreppe. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt, bei dem er ein Loch in seine Blechtrommel geschlagen hat, will Vater Alfred seinem Sohn die Trommel wegnehmen. Doch da schreit der Kleine mit solch einer hohen Stimme, dass die Standuhr im Wohnzimmer zerspringt. Oscar darf die Trommel behalten. Hausarzt Dr. Hollatz ist besonders angetan von Oscars ungewöhnlichem Talent, als Oscar durch seinen hohen Schrei Glasgefäße mit Embryonen und Tieren zum Platzen bringt.

So vergeht die Kindheit des kleinen Oskar, der von den anderen Kindern gehänselt wird. Einmal muss er eine heiße Suppe mit einer gekochten Kröte löffeln. Donnerstag muss er immer mit der Mutter in die Danziger Innnenstadt, wo der jüdische Besitzer eines Spielzeugladens namens Sigismund Markus (Charles Aznavour) auf den Jungen aufpasst, während die Mutter sich eine halbe Stunde lang vergnügt. Eines Nachmittags steigt er auf den Kirchturm und schreit ganze Gläserfassaden zusammen. Sein Trommeln und sein Geschrei sind der Ausdruck Oscars gegen eine Welt, die er ablehnt. Gegen eine Welt, in der er zwei Väter hat und der offizielle Vater in die NSDAP eintritt.

Beim Besuch einer Zirkusbesuch lernt Oscar im Frühjahr 1934 lernt den Liliputaner Bebra kennen, dem er sagt, er wolle lieber als Zuschauer die Welt kommentieren, als an ihr teilzunehmen. Bei einer NSDAP-Veranstaltung bringt er die Musiker durch sein Trommeln durcheinander und unterläuft so die Feierlichkeit. Auch zu einem Ausflug ans Meer nimmt Oscar die Trommel mit. Dort kauft Vater Alfred Aale, die mittels eines Pferdekopfkadavers gefangen wurden. Mutter Agnes ist so angeekelt, dass sie sich erbrechen muss. Zuhause bereitet Alfred die Aale mit einer grünen Sauce und Kartoffeln zu, doch Agnes möchte nichts essen. Weinend stürzt sie sich aufs Schlafzimmerbett, wo Jan sie tröstet. Kurze Zeit später bemerkt Agnes, dass sie von Jan schwanger ist. Daraufhin beginnt sie, immer mehr Fisch in sich hineinzustopfen, um so eine Fischvergiftung zu erleiden. Tatsächlich stirbt Agnes.

Diktatur der Nazis

Ein paar Jahre später trifft Oskar erneut Bebra, der ihm die Liliputanerin Roswitha Raguna vorstellt und ihn fragt, ob er mit dem Zirkus mitziehen möchte. Doch Oscar lehnt ab. 1939 zerstören die Nazis das Spielzeuggeschäft von Sigismund Markus. Als Oscar zu ihm will, findet er den Mann leblos vor. Markus hat Selbstmord begangen, in weiser Voraussicht, was ihm noch alles widerfahren könnte. Da nun niemand mehr Oscar eine neue Blechtrommel verkaufen kann, wendet sich der Gnom an seinen leiblichen Vater Jan. Zusammen suchen sie Kobyella auf, den invaliden Hausmeister der Polnischen Post, die mittlerweile von der SS belagert wird. Als Oscar eine Blechtrommel auf einem Regal entdeckt, steigt Kobyella hoch, um diese zu holen. Dies ist sein Tod, denn just in diesem Moment fliegt eine Granate ins Postgebäude und tötet Kobyella. Oscar hat jedoch, was er will: Ihm fällt die Blechtrommel in die Arme. Als die Männer aus der Post schließlich von der SS umzingelt sind, müssen sie aufgeben. Oscar sucht Hilfe bei zwei Männern, die den Kleinen daraufhin unter Schutz nehmen. Jan wird zusammen mit anderen Männern an die Wand gestellt und erschossen.

Irgendwann stellt Alfred Matzerath das Mädchen Maria Truczinski (Katharina Thalbach) ein, da Oscar ihm keine Hilfe im Geschäft sein kann. Im Sommer 1940 geht der 16-jährige Oskar mit der ein Jahr älteren Maria mehrmals zum Baden an die Ostsee. Da man ihn für ein Kind hält, hat niemand etwas dagegen, dass er sich mit ihr in der Damenumkleidekabine umzieht. Dabei lässt Oscar Maria etwas Waldmeisterbrause in die Hand fallen und leckt diese daraufhin ab, was das Mädchen erregt. Später schlafen sie öfters gemeinsam im Bett und wiederholen dieses Spiel. Es kommt zum Geschlechtsverkehr und Maria wird schwanger. Oskar hält sich für den Vater des Kindes, doch auch Alfred Matzerath schläft mit Maria. Am 12. Juni 1941 kommt Sohn Kurt zur Welt.

Unterwegs mit dem Wanderzirkus

Daraufhin will Oskar nicht mehr in Danzig bleiben. Er trifft Roswitha und Bebra wieder und schließt sich ihnen an. In Metz beginnt Oskars Tournee, die sich später auf ganz Frankreich ausdehnt. Als die Alliierten in der Normandie landen, sind Oskar und seine beiden Freunde auch dort. Wiederum durch Oskars Schuld stirbt eine weitere Person: Roswitha holt sich einen Kaffee, den Oskar ihr nicht holen wollte, als sie von einer Granate getroffen wird. Bebra und Oskar reisen bis Berlin weiter und Oskar von dort aus alleine bis Danzig. An Kurts drittem Geburtstag erreicht Oskar in seiner Heimatstadt. Zu diesem Zeitpunkt haben alle Angst vor der einmarschierenden Roten Armee.

Die Bewohner des Hauses verstecken sich im Keller, wo sie allerdings von den Russen gefunden werden, die daraufhin die Nachbarin vergewaltigen. Oskar hält Alfreds Parteiabzeichen in der Hand, als er Läuse fangen will und dieses Alfred übergibt. Der hat solche Angst, dass er das Abzeichen herunterschlucken will, um nicht als Nazi entlarvt zu werden. Dabei bleibt es im Hals stecken und Alfred röchelt. Nervös geworden, erschießen die Russen Alfred.

Beim Begräbnis seines Vaters beschließt der 21-jährige Oskar wieder zu wachsen und wirft deshalb die Trommel ins offene Grab. Dabei wird er am Hinterkopf von einem Stein getroffen, den Kurt geworfen hat. Er stürzt hinunter und stirbt.

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