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Requiem

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2006-02-16
Laufzeit:
92 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch
Offizielle Website:
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Subtile Betrachtung der katholisch-geprägten süddeutschen Provinz in den 1970er Jahren. Hans-Christian Schmid erzählt die Leidensgeschichte einer jungen Frau, die auf der Suche nach Selbstbehauptung und Freiheit immer wieder von epileptischen Anfällen und religiösen Wahnvorstellungen geplagt wird.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte von 1976. Damals war die junge Anneliese Michel, die an einer psychogenen Psychose litt, an den Folgen eines Exorzismus gestorben. Der Fall erregte große Aufmerksamkeit und löste eine Debatte über den religiösen Ritus der Teufelsaustreibung aus.

Handlung

Neue Freiheit im Studium

Anfang der 70er Jahre bricht die junge Michaela Klingler (Sandra Hüller) auf, um an der Universität in Tübingen ihr Pädagogik-Studium zu beginnen. Nur gegen den Widerstand ihrer erzkatholischen Mutter (Imogen Kogge), die um die Unschuld ihrer Tochter bangt, kann die 21-Jährige ihren Wunsch durchsetzen. In der fremden Stadt angekommen, geniesst sie jedoch die neugewonnene Freiheit in vollen Zügen.

In ihrem Studentinnen-Wohnheim trifft sie auf Hanna (Anna Blomeier), eine alte Schulkameradin. Während sich die beiden Mädchen in der Schule jedoch kaum wahrgenommen hatten, kommen sie sich nun bei gemeinsamen Vorlesungen und Studentenparties immer näher und werden Freundinnen. Durch Hanna trifft Michaela auch auf Stefan (Nicholas Reinke), der ihr schon bald Avancen macht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte.

Die Krankheit

Doch Michaela ist unsicher. Was sie nämlich bisher niemandem erzählt hat, ist, dass sie seit der Pubertät unter schweren epileptischen Anfällen leidet. Aus Scham behält sie dies jedoch zunächst für sich, denn sie hat schon eine Weile keinen Anfall mehr gehabt und ist zuversichtlich, dass dies ein Zeichen der Besserung ist.

Ganz anders jedoch ihre Mutter. Die resolute Katholikin macht keinen Hehl daraus, dass sie unglücklich über das Studium ihrer Tochter ist. Aus Sorge um das physische und das geistige Wohl ihrer ältesten Tochter lässt sie daher keine Gelegenheit aus, Michaela ins Gewissen zu reden. Nur in ihrem Vater (Burghart Klaußner) hat Michaela einen Verbündeten gefunden, der ihren Studienwunsch respektiert und unterstützt.

In den Ferien kehrt Michaela nach Hause zurück. Ausgerechnet bei einem Familienausflug zur Pilgerstätte der heiligen Katharina erleidet Michaela jedoch erneut einen epileptischen Anfall.

Katholischer Beistand

In ihrer Not wendet sich Michaela an den Dorfpriester Landauer (Walter Schmidinger). Dieser nimmt jedoch ihre Ängste nicht ernst, bezeichnet sie als Hirngespinste und wendet sich von ihr ab. Nur der junge Priester Borchert (Jens Harzer) hat ein Ohr für die Sorgen der jungen Studentin. Er entwickelt ein geradezu wissenschaftliches Interesse an den Ängsten der jungen Katholikin, kann ihr jedoch auch nicht helfen.

Die Familie ist in höchster Aufruhr und rät ihr davon ab, ihr Studium fortzusetzen. Michaela aber besteht darauf, zum Semesterbeginn zurück nach Tübingen zu gehen. Denn dort warten nicht nur Hanna und Stefan auf sie, sondern auch das Studium. Im Übrigen vertraut sie auf die Wirksamkeit neuer Medikamente, die sie vom Arzt verschrieben bekommen hat. Sie kehrt also zurück nach Tübingen.

Die Klinik

Nachdem sie dort eines Tages von Borchert und Landauer aufgesucht wird, die in der Zwischenzeit zu dem Schluß gekommen sind, dass die junge Frau vom Teufel besessen ist, weiss sie sich nicht mehr zu helfen. Auf Drängen ihrer Freunde Hanna und Stefan begibt sich Michaela in der Folgezeit in eine Klinik, in der neue Untersuchungen gemacht werden sollen. Als ihr Vater von der Krankenkasse jedoch erfährt, dass der Verdacht auf eine Psychose besteht, ist er entsetzt.

Als Michaela über die Weihnachtsfeiertage nach Hause zurückkehrt, ist die Stimmung in der Familie spannungsgeladen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen Michaela und ihrer Mutter, die zu einem heftigen Familienstreit eskaliert und in einem weiteren Anfall Michaelas mündet.

Die Tragödie

Nachdem weder ihr Vater noch Borchert ihr helfen können, kehrt Michaela nach Tübingen zurück. Dort angekommen stürzt sie sich in die Arbeit, weil sie hofft, ihren Wahnvorstellungen und Anfällen auf diese Weise zu entkommen. Immer mehr steigert sie sich in die Vorstellung hinein, dass sie nur hart arbeiten müsse, damit sie mit dem Verschwinden der bösen Geister in ihrem Kopf belohnt werden würde. Doch weit gefehlt. Nach einem erneuten Zusammenbruch weiss Stefan sich nicht anders zu helfen, als sie zurück zu ihren Eltern zu bringen.

Dort dauert es nicht lange, bis die hilflose Familie in die Durchführung eines Exorzismus einwilligt…

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen im Internet

Quellen

  • Requiem, Filmheft von der Bundeszentrale für Politische Bildung
  • Requiem in der Wikipedia (dt.)

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