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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1975-10-10
Laufzeit:
106 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch
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Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll, die die Methoden der Sensationspresse anprangert und anhand des Einzelschicksals der jungen Haushälterin Katharina Blum zeigt, welche Macht die hetzerischen Worte eines Schundblattes haben können.

Handlung

Die Durchsuchung

Die junge Haushälterin Katharine Blum (Angela Winkler) lernt auf einer Karnevalsparty im Februar in Köln den hübschen Ludwig Götten (Jürgen Prochnow) kennen und nimmt ihn mit zu sich nach Hause in ihre Eigentumswohnung. Dort verbringen sie die Nacht miteinander, und Ludwig flieht am nächsten Morgen: Der junge Mann wird wegen Terrorismusverdacht von der Polizei beschattet. Als die Polizei unter dem Einsatzkommando von Kommissar Beizmenne (Mario Adorf) die Wohnung stürmt, ist Katharina gerade im Bademantel dabei, ihren Kaffee zu trinken. Die Polizisten durchsuchen anschließend unsanft die Wohnung und beschimpfen Katharina als “Flittchen”. Beizmenne spart nicht an Beleidigungen; er scheint zutiefst verärgert, dass Götten ihm erneut durch die Lappen ging.

Katharina muss daraufhin mit aufs Revier kommen. Dort wird sie ebenso als Terrorverdächtige behandelt. Sie muss immer wieder ihre Aussagen wiederholen. Da die Polizei in ihrer Wohnung einen Ring im Wert von 8000 – 10.000 DM gefunden hat und einen Textauszug vom Marx, wird sie umso heftiger angefeindet. Kathrina gibt an, den Textauszug von einem Dominikanermönch erhalten zu haben. Von wem sie den Ring hat, will sie nicht sagen. Noch dazu ermittelt die Polizei, dass etwa 50.000 km auf ihrem Tachostand nicht von ihren Aussagen gedeckt sind. Katharina sagt aus, sie fahre nach der Arbeit als Haushälterin bei Dr. Blorna (Heinz Bennent) und seiner Frau Trude (Hannelore Hoger) gerne mal durch die Gegend. Da ihr die widerliche Art des Kommissars zusetzt, lässt sich Katharina lieber in eine Zelle einsperren, in der sie stundenlang ausharren muss.

Der Rufmord

Am Abend darf sie wieder in ihre Wohnung zurück. Als sie einen Anruf erhält, in dem sie beschimpft wird, fährt sie mit dem Auto durch die Gegend und wird dabei von einem Polizisten verfolgt. Derweil geht der sensationsgeile Reporter Werner Tötges (Dieter Laser) der Sache nach, aus der er Profit gewinnen will. Da er heimlich von Beizmenne mit Informationen ausgestattet wird, fällt es ihm leicht, im Umfeld der Katharina Blum Interviews durchzuführen. Doch jeder berichtet ihm von der Gewissenhaftigkeit der jungen Frau, der das Schicksal jedoch übel mitgespielt hat: Ihr Mutter liegt sterbend im Krankenhaus, der Bruder sitzt wegen Diebstahl im Gefängnis und sie lebt in Scheidung von einem Exmann, den sie viel zu jung heiratete.

Tötges hat keine Skrupel, für Die Zeitung, die Wirklichkeit dem reißerischen Ton seiner Zeitung anzupassen. In den Folgetagen erscheinen Artikel, die Katharinas verzerrtes Gesicht zeigen, welches mit Schlagzeilen über die “Terroristenbraut” verziert ist. Sie wird öffentlich als Flittchen denuniziert und erhält immer mehr schweinische Zuschriften sowie Anrufe von Perverslingen. All dies setzt Katharina schwer zu. Nur Dr. Blorna und seine Frau halten zu dem Mädchen. Sie wissen nicht, dass der mit ihnen befreundete Hochschulprofessor Alois Sträubleder (Karl-Heinz Vosgerau) Katharina den teuren Ring schenkte und dies nicht zugibt, weil er um seinen Ruf fürchtet. Noch dazu gab er Katharina einst den Schlüssel zu seinem Landhaus, wo er nun Ludwig Göttens vermutet.

Das Finale

Tatsächlich telefoniert Katharina mit Göttens, der sich im Landhaus versteckt. Die beiden sind schwer ineinander verliebt, können sich jedoch nicht sehen. Katharina muss derweil weiterhin die üblen Beschimpfungen ertragen und die Schlagzeilen lesen, die sie als “linke Hure” darstellen. Tötgens schreckt auch nicht davor zurück, Katharinas Mutter im Krankenhaus zu besuchen, was letztendlich zu ihrem Tod führt.

Letzten Endes wird Göttens im Landhaus festgenommen. Katharina verabredet sich mit Tötgens und erschießt ihn, nachdem er ihr vorgeschlagen hat, “immer nachzuschießen in der Geschichte und jetzt erst mal zu bumsen”. Die Geschichte endet damit, dass Katharina verhaftet wird und auf der Beerdigung Tötgens der Zeitungsherausgeber eine Rede hält, in der er den Mord an Tötgens als Angriff auf die Pressefreiheit deutet.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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