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Der Blaubart von Fehmarn

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht
Uraufgeführt am:
2004-02-09
Laufzeit:
45 Minuten
Teil von:
Sprachen (im Original):
Deutsch
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„ An diesen Händen klebt kein Blut, so wahr ich Arwed Imiela heiße „, proklamierte der Angeklagte voll Pathos vor dem Lübecker Landgericht. Film aus der Dokureihe über die größten deutschen Kriminalfälle.

Handlung

Das Lübecker Landgericht war davon überzeugt, dass der vor ihm stehende Angeklagte Arwed Imiela log und verurteilte ihn am 24. 5. 1973 wegen vierfachen Mord an Frauen zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Er war zum Zeitpunkt des Urteils 43 Jahre alt. Es war einer der spektakulärsten Mammutprozesse der 1970er Jahre mit einem riesigen Rummel in den Medien. Dieser Prozess hatte alles, was die Sensationslust der breiten Öffentlichkeit befriedigte. Es war zudem unheimlich, da trotz intensiver Suche die Leichen zweier Opfer nicht gefunden wurden. Grausam, weil von den anderen Frauen nur die Rümpfe und zwei Beine gefunden werden, gruselig, weil der Mörder die Leichen zersägte, geheimnisvoll, weil der Angeklagte Astrologe und passionierter Jager war und prickelnd, denn Imiela war ein Typ, auf den die Frauen standen.

Der Boulevardjournalismus hatte sein dankbares Objekt zu dieser Zeit, sie war es, die Arwed Imiela zum „Blaubart von Fehmarn„ machte, nach dem die Leichenteile der Opfer auf der Insel Fehmarn in einer „Luderkuhle„ gefunden wurden. Arwed Imiela schwieg beim Prozess, stets mit ironischem Lächeln und immer war der Angeklagte gegenüber dem Gericht ausgesprochen höflich. Der Prozess war nur auf Indizien aufgebaut und in mühsamer Kleinarbeit mußte das Gericht ihm nachweisen, dass nur er der Täter sein könne. Die lebenslange Haft saß Imiela in Fuhlsbüttel ab.

Er gab nie auf, bastelte weiter an der Unschuldslegende und starb am 3. Juni 1982 in seiner Zelle an Herzversagen. Es gibt keine Erklärung, kein Geständnis, keine Reue, keine Entschuldigung von ihm: Er nahm alle Lügen mit ins Grab.

Weiterführende Informationen

  • Spielfilm Frauenmöder Arwed Imiela von 1995

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