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Der Schmücker - Mord

 
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(2 Stimmen)
4.50
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht
Uraufgeführt am:
2004-03-15
Laufzeit:
45 Minuten
Teil von:
Sprachen (im Original):
Deutsch
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In der Nacht vom 4. zum 5. Juni 1974 wurde im Berliner Grunewald der Student Ulrich Schmücker gefunden: Kopfschuss. Kurze Zeit nach der Tat ging bei einer Presseagentur eine Erklärung der "Bewegung 2. Juni" ein: Schmücker sei als Verräter und Konterrevolutionär hingerichtet worden. Der Fall schien klar: ein Fememord im terroristischen Milieu.

Handlung

Schmücker, der eigentlich den Wunsch hatte, Pfarrer zu werden, um die Welt zu verbessern, ging dann aber doch einen anderen WEg, wie viele seiner Generation und radikalisierte sich. In Berlin stieß er 1972 zu den Anfängen der “Bewegung 2. Juni”. Doch als Terrorist war er bestenfalls eine Niete. Er und drei Mittäter wurden verhaftet, bevor sie eine Bombe am türkischen Konsulat legen konnten. Als er dann hörte, dass ein anderes Mitglied gesungen hatte, sagt er auch aus.

Nach seiner Freilassung tauchte er wieder in die Szene ab. Es wurden aber Details seiner Aussage bekannt und man rückte immer mehr von ihm ab. Hartnäckig versuchte er sich zu rechtfertigen, es nützte nicht und er wurde als Verräter beseitigt. Dieser Rachemord brachte einige zur Besinnung und zur Distanzierung von den Untergrundgruppen.

Die Ermittlungen der Polizei hatten schnell Erfolg und Verdächtige wurden verhaftet. Doch nach 591 Verhandlungstagen in 15 Jahren wurde das Verfahren im vierten Durchgang eingestellt. Dreimal vorher hatte der BGH das Urteil gegen die Angeklagten aufgehoben, denn jedes Verfahren war manipuliert, es wurden Ungereimtheiten aufgetischt und es gab unaufgeklärte Aspekte in den Verhandlungen. Der wichtigste Grund: Der Verfassungsschutz wollte in Zusammenarbeit mit Richtern und Staatsanwälten geheim halten, dass er sehr tief in dem Fall verstrickt war. So ist der Tod des Ulrich Schmücker bis heute ungesühnt.

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