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Der englische Patient

The English Patient

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(54 Stimmen)
5.65
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1996-11-06
Laufzeit:
160 Minuten
Budget:
$27,000,000
Einspielergebnis:
$231,700,000
Sprachen (im Original):
Arabisch, Deutsch, Englisch, Italienisch
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englisch

Regisseur:
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Liebesepos nach dem gleichnamigen Roman von Michael Ondaatje. Bei der Verfilmung der tragischen Liebesgeschichte während der Wirren des Zweiten Weltkriegs orientierte sich Regisseur Anthony Minghella an der Biographie des ungarischen Grafen Ladislaus Almásy.

Anthony Minghellas Romanadaption wurde überraschend zu einem Welterfolg: Bei der Oscarverleihung wurde er insgesamt in zwölf Kategorien nominiert und letztendlich neun Mal ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Oscar als Bester Film und für die Beste Regie. Juliette Binoche wurde als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Handlung

Hana und der englische Patient

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es für die kanadische Lazarett-Krankenschwester Hana (Juliette Binoche) nicht mehr viel zu verlieren: Ihr Verlobter ist gerade an der Front gefallen und auch ihre beste Freundin und Kollegin Mary (Torri Higginson) stirbt, als ihr Jeep auf eine Mine fährt. Hana ist erschöpft von den psychischen und physischen Verletzungen, die der Krieg den Menschen zufügt. Als ein schwer verwundeter Verletzter aus dem Wrack eines britischen Flugzeugs geborgen wird, ist es ihr daher nur recht, den Konvoi nach Florenz zu verlassen, um den transportunfähigen Mann in einem verlassenen Kloster in der Nähe bis zu seinem Tod zu pflegen.

Der “englische Patient” hat sich bei dem Absturz schwere innere und äußere Verletzungen zugezogen. Seine Haut ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Zudem kann er sich an seine Vergangenheit nicht mehr erinnern. Erst nach und nach helfen ihm Morphiumspritzen und die umfangreichen Skizzen und Notizen in seinem Buch von Herodot dabei, die Geschehnisse der letzten Monate zu rekapitulieren.

Die Klosterruine

Die Zweisamkeit der beiden wird jedoch gestört, als sich zwei weitere Menschen in das abgeschiedene Kloster verirren: Nachdem zunächst Caravaggio (Willem Dafoe) auftaucht, ein kanadischer Herumtreiber, den eine besorgte Freundin Hanas geschickt hat, führt es auch den indischen Minenentschärfer Kip (Naveen Andrews), der für die britische Armee im Dienst ist, in die idyllische Klosterruine. Während Caravaggio in dem Patienten einen übergelaufenen Verräter zu erkennen glaubt, der seinen Kollegen und Freund in den Selbstmord getrieben hat, nachdem er ihre geheimen Pläne an die gegnerischen Deutschen verkauft hatte, entwickelt sich zwischen Kip und Hana eine zarte Liebesgeschichte. Doch Hana traut ihrem Glück nicht. Zu sehr ist sie in der Vergangenheit enttäuscht worden.

Auch zwischen Hana und ihrem Patienten entwickelt sich mit der Zeit ein immer vertrauteres Verhältnis. Wie ein Puzzle fügen sich die Erinnerungsfetzen des todgeweihten Mannes ineinander, so dass die junge Krankenschwester nach und nach einen Eindruck von den vergangenen Monaten im Leben ihres entstellten Patienten bekommt:

Die Höhle der Schwimmer

Seine Erzählung beginnt noch vor dem zweiten Weltkrieg. Zusammen mit seinem Freund Madox (Julian Wadham) ist der Graf Almásy (Ralph Fiennes) in Ägypten für die Royal Geographic Society als Wüstenforscher und Kartograph tätig. Zusammen sollen die beiden Männer eine Expedition leiten und entdecken dabei Felszeichnungen in der Höhle von Gilf Kebir. An den Felswänden der Höhle sind schwimmende Menschen abgebildet. Die Freude der beiden Männer über ihre außergewöhnliche Entdeckung wird jedoch getrübt, als zwei weitere Teilnehmer zur Expedition hinzustoßen. Geoffrey Clifton (Colin Firth) und seine schöne Frau Katharine (Kristin Scott Thomas) sind ebenfalls von der Royal Geographic Society nach Ägypten geschickt worden, wo Geoffrey den Forschern als Fotograf zur Seite stehen soll. Tatsächlich gehört Geoffrey jedoch dem britischen Geheimdienst an und hat den Auftrag, die Expedition zu überwachen.

Die beiden Forscher sind wenig angetan von der unerwünschten Verstärkung. Als Geoffrey wenig später auch noch nach Kairo aufbricht und Katharine allein bei den Teilnehmern der Expedition zurücklässt, kann Almásy seinen Unmut kaum mehr verbergen. Kühl und abweisend verhält er sich gegenüber der eigenwilligen Katharine, die ihrerseits keinerlei Probleme damit hat, die einzige Frau unter den Teilnehmern der Expedition zu sein. Erst als die Gruppe auf ihrem Weg nach Kairo in einem Sandsturm verschüttet wird, kommen sich die beiden langsam näher. Die Spannung zwischen den beiden, die sie anfangs auf Distanz gehalten hatte, wird nun immer mehr zu einer Faszination für einander.

Almásy und Katharine

In Kairo angekommen, beginnen die beiden eine leidenschaftliche Affäre. Doch auch Katharines Ehemann Geoffrey bleibt das Treiben seiner Frau nicht verborgen. Schweren Herzens beschließt sie daher, die Affäre mit Almásy zu beenden. Dieser kann ihre rationale Entscheidung jedoch nicht akzeptieren. Immer wieder treibt es ihn in ihre Nähe. Bei einem Bankett eskaliert die Situation, und der enttäuschte Liebhaber stellt Katharine vor allen geladenen Gästen bloß. Doch auch er muß einsehen, dass die Liebe der beiden keine Zukuft hat. Er kehrt zurück zum Basislager bei der Höhle der Schwimmer.

Als das Basislager abgebaut wird, und Geoffrey Almásy zurück nach Kairo fliegen soll, kommt es jedoch zu einer tragischen Entwicklung: Der betrogene Ehemann versucht, seinen Gegenspieler zu töten, indem er beim Start mit dem Flugzeug auf den wartenden Almásy zuhält. Dieser kann sich jedoch im letzten Moment retten und muß danach mit ansehen, wie das Flugzeug auf dem Felsboden aufschlägt und zerschellt. Entsetzt stellt er kurz darauf fest, dass nicht nur Geoffrey, sondern auch Katharine in dem Flugzeug saß. Während Geoffrey den Unfall nicht überlebt hat, hat sich Katharine durch den Aufprall schwere Verletzungen zugezogen.

Der lange Weg durch die Wüste

Um sie vor den Gefahren der Wüste zu schützen, bringt Almásy seine schwer verletzte Geliebte in die Höhle der Schwimmer. Verzweifelt macht er sich zu Fuß durch die Wüste auf, um Hilfe zu holen. Nach drei Tagesmärschen durch die Wüste begegnet er einer britischen Patrouille, berichtet ihnen von dem Unglück seiner Frau und bittet sie um Hilfe. Die Offiziere glauben ihm jedoch nicht und halten ihn aufgrund seines Grafentitels für einen Deutschen. Sie nehmen ihn mit. Unterwegs gelingt ihm jedoch die Flucht. In seiner Verzweiflung wendet er sich an die Deutschen, die ihm im Austausch für umfangreiches Kartenmaterial das beschlagnamte alte Expeditionsflugzeug überlassen. Almásy fliegt also zurück nach Gilf Kebir und findet dort Katharine tot in der Höhle auf.

Um ihren letzten Wunsch zu erfüllen und sie in ihrer englischen Heimat zu begraben, will er daraufhin mit der toten Katharine im Flugzeug zunächst zurück nach Kairo fliegen. Unterwegs wird das britische Flugzeug jedoch durch deutsche Soldaten abgeschossen. Almásy überlebt mit schweren Brandverletzungen und wird von einem Trupp der Alliierten aufgenommen und im Konvoi verarztet.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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