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Wissenswertes über die Produktion

 

Wissenswertes über die Produktion

  • Bei dem Titel Eyes Wide Shut handelt es sich um ein Oxymoron. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Augen weit geschlossen“.
  • Angesetzt war die Drehzeit auf 24 Wochen. Kubrick meinte allerdings diesen dialoglastigen Film innerhalb von 16 Wochen abgedreht zu haben. Am Ende wurde es 52 Wochen. Grund dafür war die äußerst aufwendige Arbeitsweise von Kubrick. Er filmte jede Szene bis zu 60mal und analysierte mit den Schauspielern jede Geste und Reaktion. Es fand also ein sehr langwieriger gemeinsamer Entwicklungsprozess am Set statt, der in der modernen Filmgeschichte sehr ungewöhnlich ist. So dauerte die zentrale Orgienszene acht Woche, in der das Ensembel die Choreographie einstudierte.
  • Während der Drehzeit bestand Kubrick auf größte Geheimhaltung, so dass sich Gerüchte verbreiteten. Nach dreizehn Wochen Drehzeit wäre angeblich Harvey Keitel gefeuert, da er der verheirateten Nicole Kidman zu nahe gekommen war. In Wirklichkeit hatten sich die Dreharbeiten so verzögert, dass Harvey Keitel die Rolle des Victor Ziegler nicht mehr spielen konnte. Für ihn sprang der Regisseur Sydney Pollack ein.
  • Nicole Kidman war zum damaligen Zeitpunkt mit Tom Cruise verheiratet, der auch im Film die Rolle ihres Ehemannes übernahm.
  • Kubrick wollte von Anfang an die beiden Hauptrollen mit einem realen Schauspielerpaar besetzen. Zunächst hätte er an Kim Basinger und ihren Mann Alec Baldwin gedacht, sich dann aber für Nicole Kidman und Tom Cruise entschieden.
  • Auf dem amerikanischen Markt veröffentlichte Kubrick eine zensierte Fassung, bei der er Szenen aus der nächtlichen Orgie digital nachbearbeitet.
  • Als Titelmusik wählte Kubrick den Walzer Nr. 2 aus der Suite für Varieté-Orchester von Dmitri Schostakowitsch. Im Abspann wurde der Walzer fälschlicherweise mit Jazz-Suite Nr. 2 bezeichnet.
  • Da Kubrick nur für Großaufnahmen zusätzliches Licht zulaß, der Film aber zum großen Teil nachts spielt, war ein besonders lichtempfindliches Filmmaterial erforderlich. Das eigentlich nicht mehr angebotene Material von Kodak überzeugte das Team um Kubrick. Es betonte vor allem die Blautöne und auf der Leinwand wirkte der Film grobkörnig.
  • Da Kubrick vor der Veröffentlichung starb ist es gut möglich, dass der Regisseur noch Änderungen durchgeführt hätte. Insofern kann es sein, dass es sich bei dem Film um ein unvollendetes Werk handelt.
  • Gegenüber des befreundeten Schauspielers R. Lee Ermey drückte Kubrick zwei Wochen vor seinem Tod seine Unzufriedenheit aus. Die beiden Stars Nicole Kidman und Tom Cruise hätten dem Film nicht gut getan. “He told me it was a piece of shit”

Quellen