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Am Ende Kommen Touristen

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2007-05-21
Laufzeit:
85 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch, Polnisch
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Regisseur Robert Thalheimer zeichnet mit seinem Film ein Portrait vom Leben und einer Liebe in Auschwitz, die sich jenseits der Mauern des Konzentrationslagers abspielt. Für seinen zweiten Film wurde der Nachwuchsregisseur bei den Filmfestspielen in Cannes 2007 mit der Auszeichnung "Un Certain Regard" prämiert.

Handlung

Sven

Eigentlich hatte der 19-jährige Sven (Alexander Fehling) sich das alles anders vorgestellt. Aber weil es dann kurzfristig doch nicht mit dem Zivildienst-Platz in Amsterdam geklappt hat, findet er sich kurzerhand in Oswiecim wieder, dem Ort, der unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte.

In der Begegnungsstätte des ehemaligen Konzentrationslagers soll er nun als Zivildienstleistender nicht nur Schulklassen und Seminare betreuen, sondern nebenbei auch auf den eigenwilligen ehemaligen KZ-Häftling Krzeminski (Ryszard Ronczewski) aufpassen, der seinerseits gar nicht einsieht, dass er von einem jungen Deutschen betreut werden soll.

Krzeminski

Krzeminski lebt nach wie vor auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und ist willkommener Gastredner und Zeitzeuge für Führungen und Seminare. Nebenbei hält er sich am liebsten in der Werkstatt auf und repariert dort alte Koffer von Häftlingen für die Ausstellungsvitrinen. Sven hat es nicht leicht mit dem störrischen alten Mann. Und immer wieder bekommt er von ihm zu spüren, dass ihn als Deutschen an diesem Ort eine besondere Verantwortung trifft.

Nur sehr langsam entwickeln die beiden so unterschiedlichen Männer ein Gespür für den anderen. Und als die Verwaltung der Gedenkstätte Krzeminski keine weiteren Koffer zur Verfügung stellen will, weil dieser, anstatt dass er sie sachgerecht restauriert, sie pragmatisch repariert, ergreift Sven eigene Initiative und entwendet kurzerhand selbst einen Koffer, den er Krzeminski in die Werkstatt bringt.

Ania

Aber auch jenseits des Gedenkstätten-Lebens hat Sven es nicht ganz leicht. Immer wieder sieht er sich als Deutscher Vorurteilen, Spott und Agressionen ausgesetzt. Erst als er die Dolmetscherin und Touristenführerin Ania (Barbara Wysocka) kennenlernt, scheint es, als ob auch ein soziales Leben für Sven in der polnischen Kleinstadt möglich ist. Als Sven sich ein eigenes WG-Zimmer sucht, stellt sich zufälligerweise auch Ania als seine neue Vermieterin heraus.

Nur Anias Bruder Krzysztof (Piotr Rogucki) ist nicht besonders begeistert, als Sven auch noch in das von ihm bewohnte Zimmer bei seiner Schwester einzieht. Der desillusionierte Rock-Sänger hat etwas gegen den Deutschen und lässt kaum eine Gelegeneheit aus, ihm das Leben schwer zu machen.

Sven und Ania

Aber für Sven bedeutet die neue Wohnsituation nicht nur einen sozialen Anschluss an das Leben in der Kleinstadt, es entwickelt sich zwischen ihm und Ania vielmehr eine zarte Liebesgeschichte, die ihm den Aufenthalt versüßt.

Doch Ania hat sich für ein Stipendium in Brüssel beworben. Und so kommt es, dass das Glück der beiden nicht von Dauer ist. Als Ania die Stelle bekommt, sieht sich Sven wieder allein in der fremden Stadt. Doch als er gerade aufgeben und nach Hause fahren will, stellt er fest, dass der Ort ihm tatsächlich gar nicht mehr so fremd ist.

Auszeichnungen

  • 2008 war der Film für den Deutschen Filmpreis (Lola) nominiert.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

  • Interview über Hintergründe zum Film und zum Drehbuch mit dem Regisseur
  • Interview mit dem Produzenten Hans-Christian Schmid auf directed-magazin.net
  • Interview mit Hauptdarsteller Alexander Fehling auf merkur-online.de
  • Diese unkontrollierbaren Bilder, Artikel über das Dilemma von NS-Gedenkstätten als Drehorte
  • Filmseite des Verleihs X-Filme

Quellen

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