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Amadeus

 
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(58 Stimmen)
6.69
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1984-09-19
Laufzeit:
160 Minuten
Budget:
$18,000,000
Sprachen (im Original):
Englisch, Italienisch
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englisch

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Milos Forman setzt die letzten zehn Jahren von Wolfgang Amadeus Mozart in Szene: Hauptthema ist der universelle Konflikt zwischen Genie und Mittelmaß, eindrucksvoll dargestellt am begnadeten Komponisten und seinem Gegenspieler Salieri. Der keineswegs Anspruch auf historische Korrektheit erhebende Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Handlung

Wien im Jahre 1823. 32 Jahre nach Mozarts Tod wird der greise Hofkompositeur Antonio Salieri (F. Murray Abraham) nach einem Selbstmordversuch in eine Irrenanstalt eingeliefert. Dort behauptet er, er habe Mozart ermordet. Dem Geistlichen, der ihm die Beichte abnehmen will, erzählt er, begleitet von den Bildern der Vergangenheit, seine Geschichte Mozarts. Die Filmhandlung wird nun in Form einer immer wieder unterbrochenen Rückblende als Erinnerung Salieris gegenüber dem Geistlichen dargestellt.

Salieri erzählt zunächst von Mozarts und seiner Kindheit und Jugend. Mozarts Genialität zeigt sich schon in dessen frühester Kindheit und setzt sich in der Folge immer weiter fort, gefördert durch Mozarts strengen Vater Leopold (Roy Dotrice). Salieri hingegen, der aus ärmlichen, kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt, hat diese Genialität nicht, träumt jedoch unter Missbilligung seines Vaters davon, ein großer Musiker zu werden, der sich mit seiner Musik unsterblich macht und als Dank dafür sein Leben Gott widmen will. Als sein Vater plötzlich “wie durch ein Wunder“ stirbt, ist der Weg frei für Salieris Karriere als Komponist.

Die erste Begegnung

1781 begegnet Salieri Mozart (Tom Hulce) in Salzburg zum ersten Mal. Er hat es zu diesem Zeitpunkt durch harte Arbeit und Verzicht mittlerweile zum Kompositeur am Hof des Kaisers Joseph II. in Wien gebracht. Der konservative und am Hof bereits etablierte Salieri lernt Mozart als einen kindisch-albernen und anzüglich-ordinären Jüngling kennen, was ihn sehr befremdet. Gleichzeitig erkennt er aber auch Mozarts Genialität. Schnell beginnt er darunter zu leiden, dass diesem jungen unbeschwerten Genie alles scheinbar mühelos zufliegt, “gleichwohl als würde Gott es ihm in die Feder diktieren“, während er, Salieri, auch mit größtem Ehrgeiz nicht annähernd diese Genialität erreicht.

Mozart hat gerade das Singspiel “Die Entführung aus dem Serail“ als Auftragswerk des Kaisers Josefs II. komponiert. Die Uraufführung der Oper wird ein großartiger Erfolg und der Beginn von Mozarts Laufbahn in Wien. Kurz darauf heiratet Mozart gegen den Willen seines Vaters Constanze Weber (Elizabeth Berridge).

Salieris Verbitterung und Neid wird mit jedem neuen Werk des Genies größer. Als Mozart die Oper “Die Hochzeit des Figaro“ schreibt, beschließt Salieri, der fasziniert ist von der Musik und gleichzeitig von Neid zerfressen, fortan den Kampf gegen Gott aufzunehmen und dessen “geliebtes Geschöpf“ zu vernichten. So sorgt er mithilfe seines Einflusses am Wiener Hof dafür, dass Mozarts Oper nur neun mal aufgeführt wird.

Don Giovanni und der “schwarze Bote”

Im Jahre 1785 kündigt Vater Leopold überraschend seinen Besuch in Wien an. Im Hause des Genies kommt es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Leopold und Constanze, in dessen Folge Mozarts Vater abreist. Als sein Vater Leopold 1887 stirbt, ist Mozart tief erschüttert. Seine eigenen Schuldgefühle und seinen Konflikt mit dem Vater verarbeitet er schließlich in der 1787 uraufgeführten Oper “Don Giovanni”.

Die düstere Oper erzählt vom Leben des Frauenheld Don Juan, der erst durch den Geist des von ihm ermordeten Komturs zur Rechenschaft gezogen wird. Als Mozarts Konkurrent diese Musik hört, wird er ob der Genialität des Stückes vollends wahnsinnig. Er weiß, dass der Geist des Komturs im Grunde Mozarts Vater Leopold symbolisiert. In diesem Moment kommt ihm die entscheidende Idee, wie der ungeliebte Konkurrent zu vernichten wäre. Er beschließt, Mozarts schlechtes Gewissen (welches sich in den immer wiederkehrenden, lastenden ersten Takten der Ouvertüre der Oper ausdrückt), auszunutzen, um ihn in den Tod zu treiben. Vorher sorgt er jedoch dafür, dass auch diese Oper ein Misserfolg in Wien wird.

Eines Abends klopft Salieri mit dumpfen Schlägen bei Mozart an, welcher völlig überarbeitet an einer neunen Komposition sitzt. Salieri erscheint dabei als geheimnisvoller “schwarzer Bote“ in der Kostümierung, die Mozarts Vater bei seinem letzten Besuch des Wiener Maskenballs trug. Salieri, der um Mozarts finanzielle Nöte weiß, drückt seinem völlig verstörten Kontrahenten ein Säckchen mit Geldstücken in die Hand und beauftragt ihn mit der Komposition eines Requiems.

Die Vernichtung

Kurze Zeit später nimmt Mozart einen weiteren Auftrag von Emanuel Schikaneder (Simon Callow) an, eine Oper zu komponieren – “Die Zauberflöte“. Fortan wird er sowohl von diesem als auch vom “schwarzen Boten” unter Druck gesetzt. Mozart schreibt an den Werken Tag und Nacht, schläft kaum noch und konsumiert dabei Alkohol und Medikamente in Unmengen.

Schließlich verlässt ihn auch noch seine Frau Constanze auf Drängen ihrer Mutter (Barbara Bryne) und fährt zu einer Kur. Als Mozart bei einer Aufführung der “Zauberflöte“ zusammenbricht, bringt ihn sein Konkurrent nach Hause und assistiert ihm beim Niederschreiben der letzten Takte des Requiems, von dem Mozart Constanze anvertraute, dass es ihn töte, wenn er es zu Ende bringe. Constanze kehrt zu spät zurück. Sie findet zu Hause ihren todkranken Mann und seinen Peiniger vor. Wenig später stirbt Mozart, ohne das Requiem beendet zu haben. Sein Leichnam wird in eine Pestgrube geworfen.

Der alte Salieri, dessen Musik längst vergessen ist, realisiert am Ende des Films, dass er nur im Stande ist, die Größe der Musik Mozarts zu begreifen – aber nicht in der Lage, sie zu komponieren. Er findet sich mit seiner eigenen Mittelmäßigkeit ab: “Ich bin der Schutzpatron der Mittelmäßigen”, ruft er den Insassen der Anstalt zu.

Weiterführende Informationen

Quellen

  • Amadeus in der Wikipedia (dt.)
  • Amadeus in der Wikipedia (engl.)
  • Amadeus auf imdb.com
  • Amadeus in Reclams Filmführer, 12. Auflage, Stuttgart 2003
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