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Außer Atem

À bout de souffle

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6.73
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1960-03-16
Laufzeit:
87 Minuten
Sprachen (im Original):
Französisch
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Jean-Luc Godards Debütfilm ist inzwischen ein französischen Klassiker. Der in Außer Atem (À bout de souffle) erprobte, neuartige Filmstil verhalf der Nouvelle Vague zum Aufschwung und revolutionierte das Kino.

Mit dreißig Jahren schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Obwohl es sich bei À Bout De Souffle um sein Erstlingswerk handelt, verstand sich Godard nicht als Anfänger:

Ich machte Außer Atem nach 10 Jahren ernsthafter Studien und kritischer Schriften für cahiers du cinéma und nachdem ich fünf Kurzfilme gemacht habe. Also war ich kein Neuling. Ich war ein alter Hase1.

In seinem ersten Langfilm verleiht der ehemalige Filmkritiker Godard seiner Liebe zum Kino Ausdruck. Gleichzeitig bricht er mit den damaligen Sehgewohnheiten und schafft einen (post-)modernen Film, wie es ihn zuvor nicht gab.

Der Regisseur teilt seinen Film in drei Teile ein, die jeweils in einer bestimmten rhythmischen Geschwindigkeit ablaufen: “Der Film hat drei Rhythmen, die erste halbe Stunde schnell, die zweite moderato und die dritte wieder allegro vivace2.” Diese Einteilung wurde durch die Musik und die neue Schnitttechnik des Jumpcuts nachträglich verstärkt.

Handlung

Auf dem Weg zu Patricia

“Eigentlich bin ich ja ein Schwein. Aber was hilft’s – Es muss sein. Es muss sein.” Mit diesen Worten von Michel Poiccard (Jean-Paul Belmondo) beginnt der Film. Poiccard ist ein französischer Kleinkrimineller, der die Freiheit liebt und sagt, was er denkt.

In der Anfangsszene stiehlt er am Hafen von Marseille ein Auto. Poiccard fährt mit dem Wagen quer durch Frankreich nach Paris, um seinen Anteil einer Beute abholen und seine Affäre Patricia Franchini (Jean Seberg) wiederzusehen. In einer Baustelle überschreitet er die zulässige Höchstgeschwindigkeit und wird von zwei Polizisten auf Motorrädern verfolgt. Dem Autodieb Poiccard gelingt es zunächst seine Verfolger abzuhängen. Er versteckt sich in einem Waldweg. Als er aber gerade damit beschäftigt ist den gestohlenen Wagen erneut zu starten, spürt ihn einer der Polizisten auf. Mit einem im Handschuhfach gefundenenen Revolver erschießt Poiccard den Polizisten und flieht zu Fuss.

Nach Paris kommt er per Anhalter. Seinen Komplizen, Tolmatchoff (Richard Balducci), von dem er das Geld erhalten soll, erreicht er nicht. Da er keinen Cent mehr hat, schaut Poiccard bei einer alten Freundin vorbei und stiehlt ihr 500 Francs. Auf der Champs-Élysées sucht er seine geliebte Patricia auf. Die amerikanische Studentin verkauft gerade die New Yorker Zeitung Herald Tribune. Michel begrüßt sie mit den Worten: “Fährst Du mit mir nach Rom. Es ist idiotisch. Aber ich liebe Dich.” Mit seiner direkten liebevollen Art kann er die schöne Particia davon überzeugen, dass sie sich am Abend wiedersehen. Poiccard trifft Tomatchoff, der ihm einen Kuvert überreicht. Der Verrechnungsscheck, der in dem Umschlag lag, hilft ihm allerdings nicht weiter. Unmittelbar nachdem er Tomatchoffs Büro verlässt, kommt die Kriminalpolizei herein und fragt nach dem Polizistenmörder Poiccard.

Bei Patricia

Um Patricia zum Essen einladen zu können, raubt Michel auf einer öffentlichen Toilette einen Mann aus. Patricia teilt ihm mit, dass sie die Verabredung nicht einhalten kann. Sie geht mit einem potentiellen Arbeitgeber aus. Aus Trotz schleicht sich Michel in ihr Hotelzimmer und wartet auf sie. Nachdem sie wiedergekehrt ist, beginnen die Beiden ein langes Gespräch in dem kleinen Hotelzimmer Nr. 12. Sie vertrauen sich einander an und Patricia eröffnet Michel, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Nach anfänglichen Zögern beteuert er sie über alles zu lieben.

Gemeinsam auf der Flucht

Das verliebte Paar verlässt sein Hotelzimmer, damit Patricia in ihrem neuen Job als Journalistin ein Interview mit einem Romanautor führen kann. Michel muss entdecken, dass er über die Zeitung als Mörder gesucht wird. Auf der Titelseite ist ein Photo von ihm abgedruckt. Die Polizei kommt ihm immer dichter auf die Spur. Schließlich wird Patricia verhört. Sie ist aber nicht bereit ihn zu verraten. Die Beiden treffen sich und finden gemeinsam bei einem Freund Unterschlupf.

Spoiler

Weiterführende Informationen

Wissenswertes

  • Für A Bout De Souffle wurde Jean-Luc Godard als Bester Regisseur der Silberne Bär in Berlin überreicht. Im Jahre 1960 wurde ihm der französische Prix Jean Vigo und ein Jahr später der französische Kritiker Preis verliehen.
  • 30 Jahre nach dem Film wurde in dem Hotelzimmer, in dem die 20-minütige Szene zwischen Patricia und Michel stattfand, erneut gedreht. Bevor das Hotel de Suède abgerissen wurde, wurde die Hommage an A Bout De Souffle gedreht: Chambre 12 Hotel de Suède.
  • Passend zu der Beziehung zwischen Patricia und Michel fand im Sommer 1959 während der Dreharbeiten ein französisch-amerikanisches Spitzentreffen in Paris statt. Im Film ist ein kurzer Ausschnitt zu sehen, in dem Eisenhower und Charles de Gaulle über die Champs-Élysées fahren.

Weitere Informationen im Internet

Quellen

1 Interview mit Jean-Luc Godard. in: David Sterritt (Hrsg.): Interviews, 1. Auflage, 1998, Mississippi, University Press of Mississipp, S.11

2 Interview mit Jean-Luc Godard. in: David Sterritt (Hrsg.): Interviews, 1. Auflage, 1998, Mississippi, University Press of Mississipp, S.06

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