Rezeption

Trotz der Kritik durch Tennessee Williams, der Film spiegele nicht das Hauptthema des Bühnenstücks der unterdrückten Homosexualität wider, wurde Cat on a Hot Tin Roof enthusiastisch gefeiert und war einer der meist gesehenen Filme des Jahres 1958. “Ein schwüles Südstaatendrama, in dem sexuelle Komplexe, Eifersucht und Verlogenheit, Hass und Neurosen sich zusammenbrauen und schließlich in einem reinigendem Gewitter entladen1” – dies gibt wohl die Quintessenz des Films knapp wieder.

Der Film wurde für sechs Oscars nominiert, gewann allerdings keinen einzigen. Gigi wurde für den besten Film ausgezeichnet. Ironischerweise war Burl Ives als bester Nebendarsteller nominiert, gewann den Titel aber im selben Jahr mit dem Western The Big Country. Die Leistung der Schauspieler wurde dennoch hochgelobt: “Newman spielt hier eine seiner besten Rollen. Für Elizabeth Taylor gilt das gleiche2

Erstaunlich scheint bei dem 108minütigen Melodrama, mit wie wenigen Charakteren und Szenenwechseln der Film auskommt. Die Handlung spielt an einem einzigen Tag und vollzieht sich an nicht mehr als sieben Schauplätzen. Das Metzler Film Lexikon merkt an: “Cat on a Hot Tin Roof ist bestes Hollywood-Starkino. Im Vorjahr hatte Metro-Goldwyn-Mayer erstmals Verlust gemacht; mit der Verfilmung des populären Theaterstücks sanierte sich der Konzern. Kameramann William H. Daniels wusste wie man einen Star ins rechte Licht setzt.” Tatsächlich spielte der Film schnell das Fünffache seines Budgets ein und zählt bis heute zu den Klassikern des Hollywood-Studio-Kinos der 40er bis 60er Jahre.

Quellen

1 Metzler Film Lexikon, herausgegeben von Michael Töteberg, 1995, ISBN 3-476-00946-7

2 Rezension auf der Filmzentrale

Alle Textinformationen auf dieser Seite sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz. Für mehr Informationen, siehe bitte unter Copyright nach. Wir kooperieren mit www.moviepilot.de und tv-browser.org.
Mobile