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Die Liebenden

Les amants

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(2 Stimmen)
8.50
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1958-09-05
Laufzeit:
90 Minuten
Sprachen (im Original):
Französisch
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"Die Liebenden" ist Louis Malles zweiter Film mit Jeanne Moreau. Wegen seiner für die 1950er Jahre gewagten Freizügigkeit löste er heftige Proteste aus und durfte nur in einer gekürzten und entschärften Version gezeigt werden.

Handlung

Jeanne Tournier (Jeanne Moreau) und Maggy Thiebaut-Leroy (Judith Magre) sind in der Provinz aufgewachsen. Während Maggy nach Paris zieht, bleibt Jeanne in der Nähe von Dijon. Seit acht Jahren ist sie verheiratet und lebt mit ihrem wohlhabenden Mann Henri (Alain Cuny), einem Verleger, und ihrer Tochter Catherine in einem reichen Anwesen. Doch Jeanne ist mit ihrem Leben nicht zufrieden, das Leben in Dijon scheint ihr nichts mehr zu bieten. Sie besucht regelmäßig Maggy in Paris und beginnt dort ein Verhältnis mit dem Frauenheld Raul Flores. Jeanne spürt, dass ihre Ehe am seidenen Faden hängt, ihr Mann bleibt abends immer länger in seinem Betrieb, nimmt sie kaum noch wahr.

Jeanne ist eifersüchtig. Sie sehnt sich nach Liebe. Elene, die junge Sekretärin ihres Mannes, habe mehr von ihm, als sie. Dennoch glaubt Jeanne von dieser Situation profitieren zu können. Sie fühlt sich frei und genießt ein Doppelleben, voll Unruhe und Zerrissenheit, will sich aber nicht für eine der beiden Seiten zu entscheiden, denn Raul ist keine wirkliche Alternative, eher eine Abwechslung. „Paris ist das einzige, was ich im Leben habe“

Auch Jeannes Mann Henri wird eifersüchtig. Er will wissen, mit wem seine Frau ihre Zeit verbringt und lädt gegen Jeannes Widerstand Maggy und Raul nach Dijon zum Essen ein. Am Abend des geplanten Essens hat Jeanne auf dem Nachhauseweg eine Autopanne. Der Student Bernard Dubois-Lambert hilft ihr und bringt sie nach Hause, wo sie Ihr Mann, Maggy und Raul bereits erwarten. Henri besteht darauf, dass auch Bernard zum Essen und in Haus bleibt. Jeanne leidet unter der frostigen Atmosphäre zwischen ihrem Mann und ihren Freunden. Gegenüber Bernard verwischen sich die Unterschiede zwischen den bourgeoisen Welten in Dijon und Paris. Für Jeanne bricht eine Welt zusammen: Ihr Mann ist zynisch, ihr Liebhaber oberflächlich. Ihr Leben erscheint ihr nicht mehr als Drama, sondern nur noch als billige Posse.

Dagegen steht Bernard für Leben, Freude und Poesie. Auf einem nächtlichen Spaziergang kommen sie sich näher. Jeanne begreift, dass es ihr Leben völlig verändern wird, wenn sie sich mit Bernard einlässt und zögert zunächst, will Bernard zurückweisen. Doch der vergangene Abend hat ihr gezeigt, dass ihr kaum mehr ein Ausweg aus der Belanglosigkeit ihres bisherigen Lebens bleibt. „Sie belügen sich selbst, wenn sie das verspotten, wonach wir uns sehnen.“ Jeanne zögert nicht mehr, will ihrem Glück keinen Widerstand mehr leisten. Jeanne und Bernard verbringen eine leidenschaftliche Liebesnacht. Sie lieben sich zunächst unter freiem Himmel, dann bei Ihr im Haus. Doch dieses Zuhause erscheint ihr nun als Gefängnis, aus dem sie mit Bernard fliehen will. Jeanne verlässt ihren Mann, ihre Tochter und ihr Zuhause. Der Abschied schmerzt sie, sie ist verunsichert, meint, sie sei nicht mehr sie selbst. Doch Bernard korrigiert Jeanne, zum ersten Mal sei sie sie selbst. Mit einem Blick in einen Spiegel versichert sich Jeanne ein letztes Mal, dass ihr Weg in Unsicherheit und Ungewissheit der richtige Weg sei. „Sie hatte Angst, aber sie bereute nichts.“

Inzwischen liegt eine Version der Films vor, in der die Szenen, die für die Kinofassung herausgeschnitten wurden, wieder enthalten sind. Da sie in der deutschen Fassung im Unterschied zum restlichen Film nicht synchronisiert, sondern untertitelt sind, sind sie unschwer zu erkennen. Neben einigen besonders leidenschaftlichen Liebesszenen wurden alle Einstellungen entfernt, aus denen zu erkennen ist, dass Jeanne nicht nur verheiratet ist, sondern auch eine Tochter zurücklässt.

Les amants zählt international zu den bekanntesten Werken Louis Malle. Der Film wurde 1958 bei den Filmfestspielen von Venedig als Wettbewerbsbeitrag um den „Goldenen Löwen“ uraufgeführt und mit dem „Spezialpreis der Jury“ ausgezeichnet. Alain Cuny, der Jeannes Ehemann Henri spielte, erhielt im darauf folgenden Jahr den französischen Filmpreis „Étoile de Cristal“ für den besten Darsteller.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

  • Pierrot Le Fou, Louis Malle Edition auf DVD

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