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PL 

Der Mann aus Eisen

Człowiek z żelaza

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7.00
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1981-07-27
Laufzeit:
153 Minuten
Sprachen (im Original):
Polnisch
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    Der Mann aus Eisen
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Der Mann aus Eisen (Człowiek z żelaza) gehört zu den Filmen des Kinos der moralischen Unruhe und spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung einer oppositionellen Öffentlichkeit im Nachkriegs-Polen. Er ist die Fortsetzung von Andrzej Wajdas Der Mann aus Marmor (Człowiek z marmuru) und erzählt die Geschichte des Widerstandskämpfers Maciek Tomczyk (Sohn des "Helden der Arbeit" aus Człowiek z marm

Handlung

Januar 1980. In Polen beginnen Generalstreiks wegen Preiserhöhungen. Der Redakteur Winkiel (Marian Opania) wird beauftragt, eine kompromittierende Radio-Reportage über Maciek Tomczyk (Jerzy Radziwiłowicz), ein aktives Mitglied der zum Streik aufrufenden Solidarnosc-Bewegung in der Danziger Werft, zu machen. Winkiel bekommt ein wenig Info-Material für diesen Bericht in die Hand gedrückt, den Rest soll er selbst recherchieren. Der Redakteur macht sich auf nach Danzig, um Tomczyk kennen zu lernen. Er erfährt Einzelheiten über die Geschichte von Tomczyks Tätigkeit und über die Hintergründe des dramatischen Todes seines Vaters Mateusz Birkut (erzählt in Wajdas Film Der Mann aus Marmor).

Da seine Recherchen in Bezug auf Kompromittierendes über Maciek Tomczyk ergebnislos bleiben, hilft ihm die Polizei. Sie arrangiert für Winkiel ein Treffen mit der wegen Streikaktivitäten inhaftierten Agnieszka (Krystyna Janda), der Ehefrau von Maciek. Diese hat nach ihrem Studium ihren Abschlussfilm über Mateusz Birkut (Der Mann aus Marmor) machen wollen, ist mehrere Male für ihre antikommunistischen Aktivitäten ins Gefängnis gekommen und hat vor kurzem ein Kind geboren. Agnieszka erzählt Winkiel ihre Lebensgeschichte.

Da sie ihren Abschlussfilm nie fertig gestellt hat, gab sie ihren Beruf auf. Ihre damalige Recherche hat sie zu Maciek geführt, sie verliebten sich und gründeten eine Familie. Über all die Jahre ihrer Ehe hinweg wurden beide bereits regierungsfeindlicher Aktivitäten verdächtigt. Als Maciek verhaftet wurde, ging Agnieszka zusammen mit dem Kind zu ihrem Vater und kehrte erst, von den Streiks alarmiert wieder zurück. Bereits auf dem Weg nach Danzig wurde sie verhaftet.

Winkiel ist nach dem Gespräch mit Agnieszka geläutert. Mit der Einsicht, dass die Arbeiter mit ihren Unruhen und Streiks Recht haben, beschließt Winkel den Beitrag nicht zu machen. Das geschieht kurz vor der Unterzeichnung des historischen Protokolls über die provisorische Einigung zwischen einer Regierungskommission und dem interbetrieblichen Streikkomitee.

Realität und Fiktion

Andrzej Wajda hat seinen Film parallel zu den politischen Ereignissen gedreht. Dabei gelingt es ihm, Realität und Fiktion nahtlos zu verbinden. Der Film ist ein Stück Zeitgeschichte, aber er macht auch politische Realität durch die Bindung an den Menschen menschlich erfahrbar. In diesem Sinne zeigt er den Arbeiterführer Lech Walesa nicht nur in Dokumentaraufnahmen, sondern auch in kleinen Spielszenen – etwa als Trauzeuge von Maciek und Agnieszka. Wajda will zeigen, dass eine Spielhandlung immer auch Teil der Realität bleibt, dass das, was er erfunden hat, nicht losgelöst ist von dem, was er vorgefunden hat.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

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