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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2007-05-19
Laufzeit:
122 Minuten
Budget:
$3,800,000
Sprachen (im Original):
Deutsch, Türkisch
Produktionsfirmen:
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deutsch

Regisseur:
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Fatih Akins in Cannes 2007 hochgelobtes Drama über einen in Deutschland lebenden Türken, der abgeschoben wird und seinen Sohn, der sich daraufhin in der Türkei auf die Suche nach der Tochter der Lebensgefährtin des Vaters macht. Der Film gewann 2008 vier Lolas, u.a. für den Besten Spielfilm und die Beste Regie.

Fatih Akin verknüpft im nach Gegen die Wand zweiten Teil seiner Trilogie „Liebe, Tod und Teufel“ die Geschichte dreier allein erziehender Elternteile und deren Verhältnis zu ihren Kindern zu einer schicksalhaften Geschichte über Vergebung und Schuld.

Handlung

Wie selbstverständlich bummelt Ali (Tuncel Kurtiz) durch die Bremer Rotlicht-Meile. Er ist sicher nicht das erste Mal hier. Er entscheidet sich für die Prostituierte Yeter (Nursel Köse). Es stellt sich heraus, dass sie genau wie er aus der Türkei stammt. Er bietet ihr kurzentschlossen an, seine Lebensgefährtin zu werden und verspricht ihr sich im Gegenzug um sie zu kümmern. Sie willigt ein.

Einige Zeit später besucht ihn sein Sohn Nejat (Baki Davrak), der an der Hamburger Universität Germanistik lehrt. Die beiden verbindet eine liebevolle, wenn auch distanzierte Beziehung. Nejat kann sich anfangs nur schwer damit arrangieren, dass sein Vater künftig mit einer ehemaligen Prostituierten leben will. Doch als sich die beiden beim Essen besser kennenlernen und er von Yeter erfährt, wie sie sich in Deutschland aufopfert, um ihrer in Istanbul studierenden Tochter das Leben zu finanzieren, entwickelt er Sympathie und Respekt für die starke Frau.

Doch ebenso wenig wie Yeter ihr Geld als Schuhverkäuferin in Bremen verdient, studiert ihre Tochter Ayten (Nurgül Yeşilçay) in Istanbul. Sie ist Teil einer radikalen und gewaltbereiten Gruppe, die sich für eine offenere Türkei einsetzt. Bei einer Kundgebung kommt sie in den Besitz einer Waffe und kann der Polizei entkommen. Doch die kommt ihr bei Ermittlungen auf die Spur und sie muss fliehen. Ihr Weg führt sie nach Deutschland, wo sie auf Unterstützer und ihre Mutter zu treffen hofft.

Yeters Tod

Aber das Schicksal meint es nicht gut mit der von der Mutter getrennten Tochter. Yeter stirbt bei einem tragischen Unfall, als Ali sie betrunken in einem Streit schlägt und sie unglücklich mit dem Kopf aufschlägt. Daraufhin distanziert sich Nejat komplett von seinem Vater, der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird. Stattdessen fühlt er sich für Ayten mitverantwortlich und macht sich auf nach Istanbul um sie zu finden. Er ahnt nicht, dass sie bereits in Deutschland ist und sogar in einer seiner Vorlesungen saß, um an einem ruhigen Ort zu schlafen.

An der Uni lernt sie auch die gerade aus Indien zurückgekehrte deutsche Studentin Lotte (Patrycia Ziolkowska) kennen, eine Weltverbessererin, die ihr spontan Hilfe anbietet, indem sie Ayten einlädt bei ihrer Mutter Susanne (Hanna Schygulla) und ihr zu übernachten. Bald klärt Ayten Lotte über die wahren Gründe ihres Deutschland-Besuches auf. Gemeinsam mit ihrer Mutter Susanne kämpfen sie um Aytens politisches Asyl, doch sie wird in die Türkei abgeschoben und inhaftiert.

Der Weg in die Türkei

Lotte will sich damit nicht abfinden. Sie erkennt ihre Berufung darin, sich für die in ihren Augen unschuldige Ayten einzusetzen und reist nach Istanbul um sie vor Ort zu unterstützen. Dort angekommen muss sie schnell feststellen, wie schwierig das Unterfangen ist. In einem deutschen Buchladen lernt sie Nejat kennen, der diesen mittlerweile übernommen hat. Er bietet ihr an, ein freies Zimmer seiner Wohnung zu mieten, was sie nur zu gerne annimmt.

Als sie nach langem Mühen endlich Ayten im Gefängnis besucht, erzählt sie ihr, wo sie damals die gefundene Waffe versteckt hat und instruiert sie, wem sie diese übergeben soll. Der Plan ist präzise. Doch nachdem sie den Revolver gefunden hat, wird sie von einer Bande Straßenkids ausgeraubt. Obwohl die sie scheinbar abhängen konnten, entdeckt sie die verwahrlosten Kinder auf einem Bauplatz beim Klebstoff schnüffeln. Als sie ihre gestohlene Tasche zurückfordert, drückt einer der berauschten Jungs ab und tötet sie.

Susanne erfährt bald vom Tod ihres Kindes und begibt sich auf ihre Spur. Sie will das Werk ihrer Tochter vollenden. Auch sie lernt Nejat kennen und wohnt bei ihm im ehemaligen Zimmer ihrer Lotte. Tieftraurig und verzweifelt freunden sich die beiden an. Nach zahlreichen Gesprächen macht sich Nejat auf, um seinen Vater, der mittlerweile an die türkische Schwarzmeerküste gezogen ist zu suchen. Er hat ihm vergeben.

Wissenswertes

  • Gewinner “Bestes Drehbuch” auf den 60. Filmfestspielen von Cannes im Jahr 2007.
  • 2008 gewann Akin für diesen Spielfilm vier Lolas für: den besten Spielfilm, die beste Regie, das bestes Drehbuch und den besten Schnitt.

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