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Benny’s Video

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1992-09-12
Laufzeit:
105 Minuten
Sprachen (im Original):
Deutsch
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Erschütternder Film in ruhigen Bildern von dem österreichischen Regisseur Micheal Haneke (Caché) über die heuchlerische Wohlstandsgesellschaft. Benny's Video übt Kritik an der Massenmediengesellschaft und zeigt den moralischen Verfall des Bürgertums auf.

Handlung

Benny (Arno Frisch) ist der pubertierende Sohn einer sogenannten österreichischen Wohlstandsfamilie. Der Vater (Ulrich Mühe) scheint nur auf Außerlichkeiten bedacht, die Mutter (Angela Winkler) wirkt gar verschüchtert. Auf den ersten Blick herrscht eine trügerische Ruhe innerhalb dieser Familie, doch die schiere Ignoranz zwischen den Familienmitgliedern verheißt nichts Gutes. Der Zuschauer beobachtet Benny beim Schneiden von Videos, beim Ausleihen von Videokassetten in der Videothek, beim Filmen seiner Familie. Immer wieder wird ein Videoauschnitt eingespielt, auf dem zu sehen ist, wie ein Schwein auf dem Bauernhof der Eltern von einem Bolzenschussgerät getötet wird. Es ist gerade der Moment des Todes, der Benny fasziniert.

Als die Eltern für ein Wochenende verreisen, bleibt Benny alleine zurück. In der Videothek lernt er ein Mädchen (Ingrid Stassner) kennen, die er interessant findet, und läd sie zu sich nach Hause ein. Dort zeigt er ihr seine Videos, Kameras, das ganze Equipment. Auch das Bolzenschussgerät, das er heimlich vom Bauernhof entwendet hat. Aus einem kindlichen Spiel (“Trau dich doch, du Feigling!”) wird eine Tragödie, als Benny abdrückt und das Mädchen lebensgefährlich verletzt. Der Zuschauer beobachtet aus der Perspektive der von Benny in seinem Zimmer positionierten Kamera, was nun passiert. Denn anstatt Hilfe zu holen, drückt der Teenager gleich mehrfach ab. Die Leiche wird anschließend in den Schrank gepackt.

Seelenruhig verabredet sich Benny, nachdem er die gröbsten Blutlachen aufgewischt hat, mit seinem Kumpel Richie und verbringt den Abend auf einer Party. Am nächsten Tag lässt er sich beim Friseur die Haare abscheren und provoziert einen Streit in der Schule. Er wird nach Hause geschickt.

Nachdem die Eltern wieder zurückgekehrt sind, bleibt nicht viel Zeit, um das Geschehen zu vertuschen. Denn zwei Tage sind bereits vergangen, seit die Leiche im Kleiderschrank harrt. So zeigt Benny ihnen den grausamen Videoauschnitt, der für die Eltern als Fürsorger eine hohe Gefängnisstrafe bedeuten könnte. Es herrscht Ratlosigkeit in der Familie. Benny wird zu Bett geschickt, die Eltern beraten. Schließlich wird vereinbart, die Leiche zu zerstückeln und anschließend auf dem Bauernhof im Abguss verschwinden zu lassen. Die Mutter soll derweil mit dem Sohn Urlaub in Tunesien machen.

Eine Woche später ist das Unglaubliche vollbracht. Mutter und Sohn hatten ein paar Tage Badeurlaub in Tunesien, während der Vater dafür gesorgt hat, dass niemand von dem Unglück erfahren wird. Umso besser, dass das Mädchen scheinbar noch nirgends vermisst wird. Das Leben kann demnach einfach weitergehen…. Doch Benny entschließt sich zur Polizei zu gehen und sagt gegen seine Eltern aus. Am Ende bleibt nur noch die Frage, wie der Junge so gefühlskalt werden konnte.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

  • Ausführliche Rezension des Films von Jörg Metelmann auf nachdemfilm.de mit Literaturhinweisen
  • Weitere Rezension von Dietrich Kuhlbrodt auf der filmzentrale.de
  • De-icing the Emotions, Artikel von Andrew J Horton über eine Haneke-Retropektive (engl.)

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